Die RIMU ist für die Bereiche Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt zuständig. Das heisst unter anderem: Sie entscheidet mit, was gebaut werden darf, und sie verwaltet die Gebäude, die dem Staat gehören. Die Angestellten der RIMU sorgen zudem dafür, dass die Kantonsstrassen bedarfsgerecht und sicher sind und dass es ein gutes Angebot im öffentlichen Verkehr und für die sanfte Mobilität gibt. Nicht zuletzt setzen sie sich auch für Nachhaltigkeit und den Schutz der Umwelt ein.
Im Jahr 2025 waren die Aktivitäten der RIMU insbesondere durch die folgenden Punkte geprägt:
Wichtige Ereignisse
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Materialabbau
Beim Thema Materialabbaumachte das Dossier SaM (Sachplan Materialabbau) Fortschritte. Nach der öffentlichen Vernehmlassung 2024 und Gesprächen mit den betroffenen Stellen präsentierte die RIMU im Juni 2025 Anpassungen des Plans, zu denen die Gemeinden bis August 2025 Stellung nehmen konnten. Zur Erinnerung: Ziel des SaM ist es festzulegen, in welchen Gebieten die Gewinnung von Kies und anderen Materialien sinnvoll und vertretbar ist und in welchen nicht. Er bildet damit die Grundlage für eine nachhaltige Planung, die eine langfristige kantonale Versorgung zur Deckung der Bedürfnisse der Bevölkerung sicherstellt und gleichzeitig Umwelt, Landschaft und Lebensqualität so weit wie möglich schont.
Raumplanung
Der Staatsrat gab zudem einige Änderungen des Raumplanungsrechts in die Vernehmlassung. Unter den Anpassungen des Raumplanungs- und Baugesetzes (RPBG) befinden sich insbesondere die Verankerung eines Mindestabstands zwischen Kiesgruben und Wohnzonen sowie Massnahmen zur Förderung der Biodiversität in Bauzonen. Auch das Ausführungsreglement zum Raumplanungs- und Baugesetz (RPBR) wurde überarbeitet und in die Vernehmlassung geschickt. Diese Änderungen zielen unter anderem darauf ab, Baubewilligungsverfahren zu optimieren und zu beschleunigen und eine neue Grundlage zu schaffen, damit Gemeinden Wohnungen von öffentlichem Interesse in Zonen von allgemeinem Interesse zulassen können.
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Projekte, die einer Volksabstimmung unterzogen werden
Im Jahr 2025 kam es zu zwei kantonalen Volksabstimmungen über wichtige Bauvorhaben.
Zum einen hat die Freiburger Bevölkerung im Februar den Kredit für den Bau eines kantonalen Interinstitutionellen Lagerzentrums (SIC) angenommen. Dieses Projekt zielt darauf ab, das gesamte freiburgische Kulturerbe an einem einzigen Ort zusammenzuführen, der für die Konservierung von Tausenden von Objekten geeignet ist, die heute in ungeeigneten und überfüllten Räumen gelagert sind. Die Bauarbeiten konnten im September 2025 beginnen und dürften etwas mehr als drei Jahre dauern.
Zum anderen hat die Bevölkerung im September auch den Bau eines neuen Zentralgefängnisses am bestehenden Standort Bellechasse gutgeheissen, dessen Projekt im März 2025 vorgestellt worden war. Das neue Gefängnis ersetzt jenes in der Unterstadt von Freiburg, das veraltet ist und nicht mehr den geltenden Standards entspricht. Es wird bessere Bedingungen für das Personal und die Inhaftierten bieten und die Organisation des freiburgischen Strafvollzugssystems optimieren.
Campus Schwarzsee/Lac-Noir
Die Bauarbeiten für die neue Dreifachturnhalle auf dem Campus Schwarzsee/Lac Noir – ein Projekt, dessen erste Überlegungen aus dem Jahr 2013 stammen – begannen im April. Diese Halle deckt den dringenden Bedarf an überdachten Infrastrukturen, da der Campus jährlich Tausende von Übernachtungen im Rahmen von Sportlagern, Ausbildungs- und Freizeitaufenthalten verzeichnet.
Naturhistorischen Museums Freiburg
Die Baustelle des Naturhistorischen Museums Freiburg (NHMF) wurde 2025 in Fortführung der 2024 begonnenen Arbeiten weitergeführt. Die Installation einer vollständigen provisorischen Überdachung ermöglichte den Schutz des Standorts, während die Rohbau-, Maurer- und Stahlbetonarbeiten entscheidend vorankamen.
Agroscope
Am Standort Agroscope traten die Bauarbeiten in ihre Endphase ein. Ende 2025 und Anfang 2026 läuft eine Testkampagne mit Blick auf eine gestaffelte Gebäudeübergabe.
Kantons- und Universitätsbibliothek
Bei der Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg (KUB) wurden die Arbeiten und Leistungen des Baunebengewerbes abgeschlossen. Die Gebäudeübergabe ist etappenweise im ersten Halbjahr 2026 vorgesehen, die Inbetriebnahme ist für September 2026 geplant.
Kollegiums St. Michael
Das Projekt zur Umnutzung des Kollegiums St. Michael hat mit der Vorstellung vor der Staatlichen Prüfungskommission einen wichtigen Schritt genommen; diese bestätigte die vorgeschlagenen Stossrichtungen und verlangte die Prüfung zusätzlicher Szenarien für den Wettbewerb.
Poya
Der seit 2023 nach dem endgültigen Abzug der Armee vom Staat übernommene Standort Poya entwickelt sich 2025 im Rahmen einer Übergangsphase weiter. So beherbergt das Areal KMU aus den Bereichen Gewerbe und Dienstleistungen sowie kulturelle und künstlerische Akteure, Vereine und sportliche Aktivitäten. Die abgeschlossenen Mietverträge sind befristet, auf maximal fünf Jahre. Diese Zwischennutzung generierte Mieterträge von 921'000 Franken; hinzu kommt die vom Bund nach dem vorzeitigen Abzug der Armee ausgerichtete Entschädigung. Die zweite Etappe, die nachhaltige Entwicklung des Standorts, beruht auf einem strukturierten Vorgehen in Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg.
Fernwärme und Beleuchtung in Gebäuden
Fossil betriebene Heizsysteme werden schrittweise durch Lösungen auf Basis erneuerbarer Energien ersetzt. 2025 wurden vier Gebäude an das Fernwärmenetz angeschlossen, darunter das Finanzgebäude; drei Photovoltaikprojekte wurden realisiert und acht Gebäude befinden sich derzeit in einer energetischen Optimierung. Zudem wird die Modernisierung der Beleuchtung mit dem schrittweisen Einsatz von LED-Lösungen in allen Staatsgebäuden fortgesetzt.
Chamblioux-Bertigny
Im Sektor Chamblioux–Bertigny wurden wichtige Schritte erreicht: Im Februar gab der Bundesrat grünes Licht für das Projekt zur Überdeckung der Autobahn N12 in diesem Bereich. Dieses Projekt ist für eine nachhaltige und umweltverträgliche Entwicklung im Herzen des kantonalen Zentrums von zentraler Bedeutung und hat damit eine wichtige Etappe erreicht. Parallel dazu wurde der Schlussbericht des ExpertInnenkollegiums der Studienaufträge zum Gesundheits- und Aktivitätsstandort (PSA) validiert. Er sieht den Bau eines neuen Akutspitals, eines Ausbildungscampus, von Wohnraum sowie einer Arbeitszone vor. Die Ausrichtung des Projekts legt besonderes Augenmerk auf das Verhältnis von Urbanisierung und die landschaftsgestalterische Konzeption grosser Freiräume, auf Umweltanforderungen und auf die Lebensqualität. Eine Ausstellung wurde im September organisiert, um der Bevölkerung die Ergebnisse der parallelen Studienaufträge sowie die Modelle zu präsentieren.
Kantonales Netz
Am 1. Januar 2025 sind 43 Kilometer Strassen in den Besitz des Staats übergegangen. Das Tiefbauamt übernahm erfolgreich seine neuen Aufgaben in den Bereichen betrieblicher Unterhalt, baulicher Unterhalt und Winterdienst. Eine ganze Reihe von Strassenprojekten wurde vorangetrieben; unter anderem überwies der Staatsrat dem Grossen Rat die Botschaft betreffend die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Neyruz die gemäss dem Valtraloc-Konzept umfassend umgebaut wird, mit dem Ziel, die Sicherheit sowie die Lebensqualität der Einwohnerinnen und Einwohner zu verbessern. Der erforderliche Verpflichtungskredit wurde vom Grossen Rat genehmigt.
Schliesslich wurden 2025 auf dem kantonalen Netz 11,2 km Veloinfrastrukturen umgesetzt, womit sich die Gesamtlänge des Netzes auf 138,4 km summiert.
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Velomobilität
Das Amt für Mobilität (MobA) gab seinen neuen Plan des kantonalen Alltagsvelonetzes bis Februar 2026 in die Vernehmlassung; eine notwendige Anpassung des Sachplans Velo von 2018 nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes über Velowege und des kantonalen Mobilitätsgesetzes im Jahr 2023. Dieser neue Plan zielt darauf ab, das Velofahren im Alltag zu fördern, indem Massnahmen umgesetzt werden, die es einem möglichst breiten Publikum zugänglich machen, den Veloverkehrsanteil erhöhen und den Erwartungen der Klimapolitik des Kantons entsprechen. Zwei weitere Planungen werden vom MobA und dem Freiburger Tourismusverband erarbeitet: einerseits das kantonale Netz der Velowege für den Velotourismus (Strassenvelo) und andererseits das MTB‑Netz (Velofahren auf Waldwegen, über Felder, in den Bergen usw.).
Neue Bahnhaltestelle Avry‑Matran
Bei der Bahninfrastruktur wurde der neue Halt Avry‑Matran am 11. Dezember 2025 eröffnet. Er ermöglicht einen direkten Zugang zur OS Saane-West sowie zum Einkaufszentrum Avry Centre und Avry‑Bourg. Die Buslinien wurde zur Bedienung dieses Halts angepasst. Zudem wurden eine provisorische Bushaltestelle und eine Park‑and‑Ride-Anlage in unmittelbarer Nähe in Betrieb genommen.
Umgestaltung des Anschlusses Düdingen
Die Planung zur Umgestaltung des Anschlusses Düdingen kam 2025 voran. Nach einer multimodalen Mobilitätsstudie und einer Verkehrssimulation auf einem grösseren Perimeter unter Einbezug des Valtraloc‑Projekts der Gemeinde wurde eine Variante ausgewählt. Auf Autobahnseite sind kurzfristige Massnahmen des Bundesamts für Strassen (ASTRA) vorgesehen, um die Funktionsfähigkeit zu verbessern. Langfristig wird der Autobahnanschluss umgestaltet, unter anderem mit der Verlegung einer der vier Rampen in Richtung Luggiwil und dem Bau einer Verbindungsstrasse für die künftige Industriezone Birch. Ein Fahrplan wurde erstellt und eine Vereinbarung zwischen dem ASTRA und der RIMU wird die Governance und die Finanzierung der Massnahmen für die Umgestaltung des Anschlusses Düdingen festlegen.
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Das Amt für Umwelt (AfU) feierte 2025 sein 40‑jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurden 7 kurze Reportagen in den sozialen Netzwerken veröffentlicht, um die Arbeit der Mitarbeitenden des AfU im Feld zu zeigen. Der Dienst stellte zudem 90 Indikatoren online, die eine Beurteilung des Umweltzustands ermöglichen.
PFAS
Der Aktionsplan zur Begrenzung der Verbreitung von PFAS in der Umwelt wurde 2025 mit einem Screening‑Programm in den ARA des Kantons fortgesetzt. Bei 12 ARA wurden die Zuläufe und Abläufe analysiert, zudem die von 24 ARA produzierten Schlämme. Die Qualität der Fliessgewässer wurde vor und nach dem Einleitpunkt von 8 ARA überprüft.
Klimatische und hydrologische Szenarien
Das AfU veröffentlichte zudem die klimatischen und hydrologischen Szenarien, die die wahrscheinliche Entwicklung der Temperaturen, der Niederschläge und der Abflüsse der Fliessgewässer im Kanton Freiburg bis Ende des Jahrhunderts beschreiben, sowie eine Zwischenbilanz des Massnahmenplans Luftreinhaltung.
Gewässer
Im Mai 2025 verabschiedete der Staatsrat den Sachplan Trinkwasserinfrastrukturen, der darauf abzielt, langfristig die Qualität und Quantität des auf dem gesamten Kantonsgebiet verteilten Trinkwassers zu gewährleisten.
Aufgrund der Trockenheit suspendierte das AfU ab dem 30. Juni 2025 alle Pumpbewilligungen in Oberflächengewässern, mit Ausnahme der Saane, des Broyekanals, des Grossen Kanals sowie des Greyerz-, Murten-, Neuenburg- und des Schiffenensees. Um den Bewässerungsbedarf der landwirtschaftlichen Flächen und andere Nutzungen zu decken, wurden Pumppläne erstellt. Das Entnahmeverbot in Oberflächengewässern wurde am 29. September 2025 aufgehoben. Sämtliche Arbeiten wurden mit dem Amt für Wald und Natur, Grangeneuve sowie den Kantonen Bern und Waadt koordiniert.
Zudem wurde 2025 eine Teilrevision des Gewässergesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Der Vorentwurf sieht vor, dass Wasserbauarbeiten an Fliessgewässern und Seen bis maximal 95 % durch Bund und Kanton subventioniert werden können, gegenüber derzeit 80 %. In Bezug auf die Baulinie entlang des Gewässerraums schlägt der Gesetzesentwurf vor, die Baugrenze nur für eingedolte Gewässer beizubehalten, für die kein Gewässerraum ausgeschieden wurde.
Revitalisierung von Fliessgewässern
Die 3. Etappe der Revitalisierung der Kleinen Glane begann 2025 auf einem 2,2 km langen Abschnitt zwischen Vallon und Missy (VD). Insgesamt werden bis 2027 6,8 km in den Gemeinden Vallon (FR), Missy (VD), Saint‑Aubin (FR) und Vully‑les‑Lacs (VD) revitalisiert.
Boden
Die Bodenkartierung ist ein zentrales Element der kantonalen Bodenschutzstrategie. 2025 wurden mehrere wichtige Etappen erreicht. Das Kartierungsprojekt Vivisbach wurde durch zusätzliche Sondierungen und Modellierungen erweitert. Schliesslich wurde eine Synthese aller bisher durchgeführten Kartierungsprojekte erstellt.
Luftreinhaltung
Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Massnahmenplans Luftreinhaltung zog das AfU eine erste Bilanz der Lage. Die umgesetzten Massnahmen sowie externe Faktoren haben zu einer Verbesserung der Luftqualität geführt.
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Die beim Bundesgericht von der Stadt Freiburg und von CFR Properties SA gegen das Urteil des Kantonsgerichts zur Kostenverteilung eingereichten Beschwerden sowie jene von CFR Properties SA gegen die Forderung nach finanziellen Garantien wurden vom Bundesgericht mit Entscheid vom 26. November 2025 abgewiesen. Damit werden die Entscheide der RIMU bestätigt und die erforderlichen weiteren Schritte können eingeleitet werden.
Nach den 2024 vorgenommenen Untersuchungen zur Charakterisierung der Abfälle im oberen Bereich der Deponie im Zusammenhang mit PFAS führte das Tiefbauamt (TBA) 2025 ergänzende Studien durch, um das Vorhandensein von Asbest im Deponiekörper zu beurteilen. Daraus geht hervor, dass obwohl rund 60 % der festen Proben PFAS enthalten, die PFAS‑Konzentrationen niedrig sind und asbesthaltige Abfälle weniger als 1 % des Gesamtvolumens ausmachen. PCB bleiben somit der Hauptschadstoff.
Diese neuen Informationen haben die Kenntnisse über die Abfälle, die ausgehoben und entsorgt werden müssen, erheblich verfeinert. Dadurch konnte das TBA ein spezialisiertes Ingenieurbüro, den Plan zur Abfallbewirtschaftung und ‑beseitigung auszuarbeiten – das eigentliche Rückgrat des Sanierungsprojekts.
Schliesslich empfing das TBA 2025 insgesamt 118 Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände der ehemaligen Deponie, darunter insbesondere die Kantonale Kommission für belastete Standorte.
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In Sachen Klimapolitik wurden 2025 zwei wichtige Etappen erreicht. Einerseits wurde der Entwurf des Klimareglements (KlimR) in die Vernehmlassung geschickt. Er definiert den Rahmen für die Ausführung des Klimagesetzes, das im Oktober 2023 angenommen wurde. Dieses verlangt insbesondere, dass der Staat bei der Erfüllung seiner Aufgaben oder Tätigkeiten die Klimaaspekte berücksichtigt, um die Lebensqualität und den Wohlstand des Kantons zu gewährleisten. Das KlimR präzisiert die Modalitäten zur Subventionierung entsprechender Massnahmen und schlägt zudem eine Änderung der Ausführungsverordnung zum Staatsfinanzgesetz vor, um den Infrastrukturfonds zugunsten der Klimapolitik einsetzen zu können.
Andererseits schloss sich der Kanton Freiburg mit den anderen Westschweizer Kantonen (Genf, Jura, Neuenburg, Wallis und Waadt) zusammen, um den ersten interkantonalen Wissenschaftlichen Klimarat zu bilden. Ziel ist es, Expertinnen und Experten aus verschiedenen relevanten Bereichen zu mobilisieren, die den Kantonsregierungen wissenschaftlich abgestützte Entscheidungsgrundlagen liefern können. Der Rat fungiert als beratendes Organ und begleitet die Kantone bei ihrer Strategie und ihren Massnahmen in Klimafragen.
Kantonaler Klimaplan
Was den kantonalen Klimaplan betrifft, so wurden 2025 sieben neue Massnahmen gestartet, womit seit 2021 insgesamt 94 Massnahmen umgesetzt wurden.
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Antenne Quartiers Durables
Im Januar 2025 konnte die Antenne Nachhaltige Quartiere (AQD), ein Pilotprojekt der Nachhaltigkeitsstrategie, in Form eines Vereins verstetigt werden. Ihre Aufgabe, Gemeinden und Quartiervereine im Kanton Freiburg bei der Planung eines neuen nachhaltigen Quartiers oder bei der Ausrichtung eines bestehenden Quartiers auf mehr Nachhaltigkeit zu beraten, bleibt bestehen.
Aufruf für nachhaltige Projekte
Das Büro für Nachhaltigkeit lancierte in Zusammenarbeit mit der HSW-FR zwischen September 2024 und Mai 2025 die erste Ausgabe des Calls für nachhaltige Projekte: Sechs lokale Initiativen – von einer Gegenstandsbibliothek bis zu einem sparsamen Bewässerungsmodul – wurden ausgewählt und finanziell unterstützt. Eine zweite Ausgabe dieses Projektaufrufs ist für 2026 geplant
Kantonale Strategie für nachhaltige Entwicklung
Im Oktober 2025 präsentierte das Büro für Nachhaltigkeit den Stand der Umsetzung der kantonalen Nachhaltigkeitsstrategie 2021–2031 und zog Bilanz über die von 2021 bis 2026 umgesetzten Aktionen. Die kumulative Wirkung nach vier Jahren Umsetzung zeigt konkrete Massnahmen in einem breiten Themenspektrum. So sind etwa in der Kreislaufwirtschaft Initiativen zur Wiederverwendung von Materialien entstanden, wie die Plattform FriSource, die eine Aufwertung von Bauelementen ermöglicht. Zum Thema Gleichstellung von Frauen und Männern in der Arbeitswelt wurden 530 Unternehmen für dieses Thema sensibilisiert, und an der Hochschule für Wirtschaft (HSW) wurde eine – zunehmend nachgefragte – Weiterbildung geschaffen, die künftigen Führungskräften Kompetenzen vermittelt, um die Gleichstellung in ihren Organisationen zu fördern. Zudem haben die Arbeiten für den Aktionsplan 2027–2031 begonnen, um die erzielten Fortschritte zu konsolidieren und die positiven Effekte des Aktionsplans langfristig zu verankern.
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Die Agglomerationsprogramme der 5. Generation (AP5) wurden fristgerecht beim Bund eingereicht. Erstmals reichten vier auf Freiburger Kantonsgebiet liegende Agglomerationen ein AP5 ein, nämlich Freiburg, Mobul, Rivelac (mit fünf Freiburger Gemeinden) und Bern (mit vier Freiburger Gemeinden). Die Umsetzung der Agglomerationsprogramme der 1. bis 4. Generation schreitet derweil voran. Der dritte Erlass zu den Investitionshilfen für Agglomerationen gewährte 2025 Finanzhilfen in Höhe von 5,3 Millionen Franken. Die Arbeiten zur Umgestaltung der Agglomerationsstruktur Freiburg sind im Gang, und die neuen Statuten des Regionalverbands Saane (ARS), der ab Juli 2026 die Aufgaben der Agglomerationsprogramme übernimmt, wurden 2025 genehmigt.
Kennzahlen
Bis heute wurden Finanzierungsvereinbarungen über insgesamt 68,5 Mio. Franken mit dem Bund im Rahmen der verschiedenen Agglomerationsprogramme unterzeichnet.
Im Jahr 2025 zahlte der Kanton (Staat und Gemeinden) 58'894'861 Franken für den Betrieb der Linien des regionalen Personenverkehrs.
Baugesuchsdossiers gingen 2025 zur Prüfung beim Bau- und Raumplanungsamt ein.
So viele Proben von Grund‑, Oberflächen‑ und Abwasser wurden im Labor des Amts für Umwelt analysiert.
Im Jahr 2025 wurden 404 Kunstbauten von insgesamt 1509 inspiziert (Bauwerke auf dem kantonalen Strassennetz, deren Verwaltung dem Tiefbauamt obliegt).
Der vom Büro für Nachhaltigkeit gesteuerte, koordinierte und überarbeitete Aktionsplan der kantonalen Strategie Nachhaltige Entwicklung 2021–2031 umfasst 156 Massnahmen unter Verantwortung der Direktionen.
Dies ist die Gesamtlänge in Kilometern der Veloinfrastrukturen auf den Freiburger Kantonsstrassen per 31. Dezember 2025.
So viele Projekte für Neubauten oder grosse Sanierungen erfüllen in allen SIA‑Phasen die Kriterien des Standards SNBS.
Weitere Informationen
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