Die Agglomerationsprogramme der 5. Generation (AP5) wurden fristgerecht beim Bund eingereicht. Erstmals haben 4 Agglomerationen auf Freiburger Boden ein AP5 eingereicht, es sind dies Freiburg, Mobul, Rivelac (mit 5 Freiburger Gemeinden) und Bern (mit 4 Freiburger Gemeinden).
Die Umsetzung der AP-Generationen 1 bis 4 schreitet voran.
Aus dem dritten Dekret für Investitionshilfen für die Agglomerationen wurden Finanzhilfen über 5,3 Millionen im Jahr 2025 vergeben.
Die Transformationsarbeiten der Agglomerationsstruktur Freiburg sind im Gange und 2025 wurden die neuen Statuten des Regionalverbands Saane (ARS) von den Gemeinden genehmigt. Die ARS wird somit ab Juli 2026 die Aufgaben der Agglomerationsprogramme übernehmen.
Wichtige Ereignisse
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AP5 Mobul
Mobul hat zum vierten Mal ein AP in Bern deponiert, das AP5, zum ersten Mal im vergrösserten Perimeter von 9 Gemeinden. Es sind Investitionen von 52 Millionen Franken vorgesehen, die vom Bund mitfinanziert werden können.
Die vorgesehenen Bundessubventionen beim AP3 von Mobul konnten zu 97,5% abgeholt werden in der Frist.
AP5 der Agglomeration Freiburg und neue Struktur
In Freiburg wurde von der Oberamtfrau des Saanebezirks eine Regionalkonferenz mit über 30 Gemeinden einberufen mit dem Ziel einer Schaffung einer neuen Agglomerationsstruktur Freiburg gemäss dem revidierten Gesetz über die Agglomerationen (AggG). Im Verlaufe des Jahres 2024 haben sich Gemeinden darauf geeinigt, keinen neuen separaten Gemeindeverband zu gründen, wie das eigentlich das AggG vorsieht, sondern die Aufgaben des Agglomerationsprogramms in den Regionalverband Saane (ARS) zu integrieren. Die dafür angepassten Statuten der ARS wurden nun 2025 von allen Gemeinden des Bezirkes genehmigt und müssen nun noch vom Kanton genehmigt werden, so dass die Erarbeitung und Umsetzung der AP ab Juli 2026 neu von der ARS verantwortet wird.
Unterdessen bleibt die Agglomeration Freiburg so lange bestehen, bis die neue Struktur funktionsfähig ist.
Die Agglomeration Freiburg erarbeitete zusammen mit 15 Partnergemeinden ein AP5, das im Juni 2025 beim Bund deponiert wurde. Der Perimeter des AP5 umfasst somit total 25 Gemeinden und zwei Bezirke. Es sind Investitionen von 140 Millionen Franken vorgesehen, die von Bundessubventionen profitieren könnten.
AP5 mit der Agglomeration Bern
2025 haben die vier Sensler Gemeinden Wünnewil-Flamatt, Bösingen, Schmitten und Ueberstorf erstmals zusammen mit der Regionalkonferenz Bern ein AP5 Bern eingereicht. Es sind Investitionen von 2,6 Mio Franken für die Freiburger Seite vorgesehen, die von Bundessubventionen profitieren können.
Als wichtige Schlüsselmassnahme konnte das Massnahmenpaket «Gesamtverkehrslösung Unterer Sensebezirk» erstmals ins AP aufgenommen werden. Darin sind ein neuer Chrummmatt-Tunnel, ein P+R, eine Aufwertung der Verkehrsdrehscheibe Flamatt, Buspriorisierungen und Velowege vorgesehen. Ziel ist es, dieses Massnahmenpaket auf das AP6 hin in den A-Horizont zu bringen. Dafür wurde Ende 2025 gemeinsam mit dem Kanton Bern und weiteren wichtigen Partnern ein Gesamtprojekt gestartet.
AP5 der Agglomeration Rivelac
5 Freiburger und 13 Waadtländer Gemeinden haben ein AP5 von Rivelac erarbeitet, das im März 2025 beim Bund eingereicht wurde. Es sind Investitionen von 145 Millionen Franken geplant, die von Bundessubventionen profitieren könnten.
Die Diskussionen für die juristische Struktur der Agglo Rivelac sind immer noch in Gange und sollen 2026 abgeschlossen werden. Vorderhand sind die beiden Kantone die Träger des AP5, bis diese Trägerstruktur geschaffen ist.
Umsetzung der vier ersten Generationen von Agglomerationsprogrammen
Die Arbeiten an den ersten vier Generationen der Agglomerationsprogramme schreiten weiter voran.
Im Rahmen der Realisierungsfrist Ende 2025 des AP3 wurden viele Projekte gestartet wie beispielsweise das P+R Marly Corbaroche oder die Transagglo im Pérolles.
Andere Massnahmen wurden zurückgezogen, auf ein späteres AP verschoben und nicht zuletzt konnte für einige wichtige Massnahmen wurde eine Fristverlängerung von 3 Jahren gewährt (Valtraloc Düdingen, Route de la Glâne und Cormanon). Es ist somit noch zu früh für die Agglo Freiburg, um eine abschliessende Bilanz zu erstellen, wie viele Bundessubventionen für das AP3 flossen.
Die nächsten Fristen laufen Ende 2027 für die AP1 und 2 ab, sowie März 2029 für das AP4.
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5,3 Millionen Franken kantonale Investitionshilfen an die Agglomerationen 2025
Mit dem dritten Dekret über die Investitionshilfe für die Agglomerationen (2024-2027, Kostendach von 29 Millionen Franken) wurden 2025 rund 5,3 Millionen Franken an Unterstützung an die beiden Agglomerationen zugesprochen. Es sind dies rund 0,7 Millionen an Mobul und rund 4,6 Millionen Franken an die Agglo Freiburg.
Insgesamt wurden seit 2016 der Agglo Freiburg 12,41 Millionen Franken und Mobul 7,49 Millionen Franken an Investitionshilfen zugesprochen.
Kennzahlen
Insgesamt wurden 2025 19 Finanzierungsvereinbarungen mit dem Bund (14 für die Agglomeration Freiburg und 5 für Mobul) unterzeichnet mit versprochenen Bundessubventionen von über 9,56 Millionen Franken (rund 7,98 Millionen Franken für die Agglo Freiburg und rund 1,58 Millionen Franken für Mobul). Diese Subventionen sind ohne MWST und Teuerung berechnet, die noch dazu kommen wird. Weitere Vereinbarungen sind in Vorbereitung.