Das Jahr 2025 war geprägt von :
- der Übernahme von 43,3 km Gemeindestrassen, wie im Mobilitätsgesetz (MobG) vorgesehen;
- den Vorbereitungsarbeiten für die Schaffung des kantonalen Velowegnetzes ab 2026, worunter insbesondere die Verwaltung der von den Gemeinden durchgeführten Projekte fällt;
- der öffentlichen Auflage mehrerer Projekte und dem Baubeginn anderer Projekte (News Tiefbauamt);
- der Umstellung der Software für die Finanzverwaltung und die Digitalisierung von Rechnungen;
- den anhaltenden Diskussionen auf nationaler und kantonaler Ebene über die Einführung von Tempo 30 auf Kantonsstrassen ;
- der Organisation des Seminars zum Thema Mobilität für Freiburger Gemeinden;
- den Massnahmen im Zusammenhang mit dem Programm zur Sanierung der Kantonsfinanzen (PSKF);
- der Umgestaltung und der Erweiterung des Werkhofs der Strassenwärterinnen und Strassenwärter in Zumholz;
- der Vorbereitung von 10 Verpflichtungskreditgesuchen für die Durchführung von Arbeiten, von denen ein Kredit in die Zuständigkeit des Grossen Rats fiel (Abschnitt 3 der Aufwertung der Ortsdurchfahrt von Neyruz).
Bedeutende Ereignisse
-
Zusammenarbeit mit dem SIERA
Die Direktion des interkantonalen Unterhaltsdienstes für das Nationalstrassennetz (SIERA) und das TBA haben in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Strassen (ASTRA), das die Bauherrschaft innehat, den Prozess zur Zusammenlegung ihrer jeweiligen Werkstätten am Standort des Werkhofs in Granges-Paccot eingeleitet.
-
Entwässerung
Das TBA hat zusammen mit dem Amt für Umwelt (AfU) ein COPIL zur Entwässerung von Strassen und zur Strassenabwasserbehandlung eingerichtet. Im Anschluss daran wurde eine neue Richtlinie erarbeitet, die das Vorgehen für die im Rahmen von kantonalen und kommunalen Strassenprojekten umzusetzenden Massnahmen festlegt. Parallel dazu ermöglichte die Gründung einer neuen interkantonalen Arbeitsgruppe (mit Beteiligung der Westschweizer Kantone, dem Kanton Tessin und des ASTRA) den Austausch über verschiedene Aspekte der Strassenentwässerung sowie über Erfahrungen und Erkenntnisse in diesem Bereich.
Aufnahme von 43 km Gemeindestrassen in das Kantonsstrassennetz
Am 1. Januar 2025 sind 43 km Strassen in den Besitz des Staats übergegangen. Das TBA übernahm auf diesen Abschnitten erfolgreich den betrieblichen und baulichen Unterhalt sowie den Winterdienst.
Nachhaltige Entwicklung beim TBA
Das TBA hat die Ausschreibungsunterlagen für Unternehmen sowie die Ausschreibungsinstruktion für Auftragnehmer vollständig überarbeitet, um hohe Nachhaltigkeitsanforderungen in seine Projekte für Strassen und Veloverkehrsanlagen zu integrieren und so Projekte von hoher Qualität zu fördern, die Auswirkungen auf die Umwelt zu begrenzen sowie den Lebenszyklus und den Ressourcenbedarf zu optimieren. Dieses Bestreben ist auch Teil der Umsetzung der kantonalen Strategie Nachhaltige Entwicklung.
La Pila
Nach den 2024 durchgeführten PFAS‑Untersuchungen zur Bestimmung der Abfälle im oberen Deponiebereich führte das TBA 2025 zusätzliche Studien durch, um das mögliche Vorhandensein von Asbest in der Deponiebasis zu ermitteln. Die Ergebnisse zeigen, dass zwar rund 60 % der Feststoff-Proben PFAS enthalten, die PFAS‑Konzentrationen jedoch niedrig sind und asbesthaltige Abfälle weniger als 1 % des Gesamtvolumens ausmachen. PCB bleibt somit der Hauptschadstoff.
Parallel dazu wurde eine Probenahme der Vegetationsdecke durchgeführt, um zu ermitteln, ob das Holz der Bäume, die im Rahmen der Sanierung gefällt werden sollen, verwertet werden kann.
Anhand der zahlreichen zwischen 2024 und 2025 gesammelten Daten konnte das geostatistische Modell der Deponie aktualisiert werden, wobei insbesondere die Mengen nach Materialkategorien, die Mengen nach PCB-Gehaltsklassen sowie die Gesamtmenge an PCB auf dem Gelände präzisiert wurden. Die neuen Daten haben das Verständnis der auszuhebenden und zu entsorgenden Abfälle wesentlich geschärft. Dadurch konnte das TBA ein spezialisiertes Ingenieurbüro beauftragen, den Plan zur Abfallbewirtschaftung und ‑beseitigung und damit das eigentliche Rückgrat des Sanierungsprojekts auszuarbeiten.
Das TBA hat zudem seine Bemühungen zur Optimierung des Unterhalts der Anlagen auf dem Gelände fortgesetzt, insbesondere durch die Reinigung der Pumpleitungen mit einer innovativen Methode, die eine Senkung der Betriebskosten ermöglicht.
Fachleute auf dem Gebiet der belasteten Standorte haben eine Risikoanalyse eingeleitet, um die Hauptrisiken des Projekts zu identifizieren und konkrete Massnahmen zu ihrer Verringerung oder, soweit möglich, Beseitigung festzulegen.
Sowohl die Beschwerden der Stadt Freiburg und von CFR Properties SA gegen das Urteil des Kantonsgerichts zur Kostenverteilung als auch die Beschwerde von CFR Properties SA gegen die verlangten finanziellen Garantien hat das Bundesgericht mit Entscheid vom 26. November 2025 abgewiesen. Damit werden die Entscheide der RIMU bestätigt und die nächsten Schritte können eingeleitet werden.
Schliesslich empfing das TBA 2025 insgesamt 118 Besucherinnen und Besucher auf dem Gelände der ehemaligen Deponie, darunter die Kantonale Kommission für belastete Standorte.
-
Vielfalt der Objekte, die in den Geltungsbereich des MobG fallen
Neben den laufenden Dossiers wurden Projekte für Fussgängerverbindungen, Erlebniswege, Mountainbike-Trails usw. behandelt. In diesem Zusammenhang können namentlich die Anpassung der Rutsche 3 in Val‑de‑Charmey, die Umsetzung des Themenwegs in La Berra, die Anlage zweier Mountainbike-Strecken im Gebiet Moléson sowie die Einrichtung des Flowtrails in Jaun genannt werden.
Projekte zur sanften Mobilität in den Agglomerationen
Im Hinblick auf das Inkrafttreten des kantonalen Velowegnetzes im Jahr 2026 wurden die meisten von den Gemeinden initiierten Projekte vom Sektor Gemeindestrassen der Sektion Überwachung Strassennetz (UeS) abgeschlossen, um die Übernahme der Projekte durch den Staat sicherzustellen.
Änderung der gesetzlichen Grundlagen für den Veloverkehr
Seit dem 1. Juli 2025 gelten neue Vorgaben betreffend die Radverkehr-Signalisation. Die Gemeinden wurden darüber in einem Seminar informiert ; die Änderungen fanden Eingang in die eingereichten Projekte.
Überprüfung der Konformität von Fussgängerstreifen
Alle Fussgängerstreifen im Kanton werden einer Konformitätsprüfung unterzogen. Den Gemeinden wird ein Inspektionsbericht übermittelt, damit sie gegebenenfalls die erforderlichen Massnahmen zur Herstellung der Konformität ergreifen können.
-
Fachausschüsse
2025 nahmen mehrere Angestellten des TBA an Fachausschüssen auf Schweizer Ebene teil (Bundesamt für Strassen, Schweizerischer Verband der Strassen- und Verkehrsfachleute).
Schlüsselzahlen
Dies ist die Gesamtlänge in Kilometern der Veloverkehrsanlagen auf den Freiburger Kantonsstrassen am 31. Dezember 2025.
2025 wurden 432 Strassensignalisationsdossiers für Kantons- und Gemeindestrassen bearbeitet.
2025 wurden 96 Dossiers für den Ausbau von Gemeindestrassen bearbeitet.
Im Jahr 2025 wurden 404 der 1509 Kunstbauten inspiziert (Bauwerke, deren Verwaltung dem TBA obliegt und die auf dem Kantonsstrassennetz erfasst sind).
Mit der Übertragung von 43 km Gemeindestrassen in das Kantonsstrassennetz zum 1. Januar 2025 wurden auch 179 Kunstbauten integriert.
Die Stabilisierung der Felsnase « Unter der Burg » in Jaun erforderte den Abtrag von rund 180 m³ Fels durch mehrere Mikrosprengungen. Die Kantonsstrasse blieb währenddessen für die Verkehrsteilnehmenden nahezu uneingeschränkt benutzbar.
Im Jahr 2025 wurden 23 Mobilitätsprojekte öffentlich aufgelegt; darin nicht enthalten sind die kommunalen Projekte, die von den Gemeinden auf den Gemeindestrassen durchgeführt werden.
249 Ausbauprojekte laufen parallel. Dazu gehören die Umfahrungsstrassen von Prez-vers-Noréaz und von Kerzers sowie der Ost-Abschnitt der Umfahrungsstrasse von Romont.
2025 wurden auf 38 Kantonsstrassenabschnitten (insgesamt über 30 km) Arbeiten des baulichen Unterhalts (Austausch des Strassenbelags) durchgeführt, wovon 9 die Erneuerung des lärmarmen Strassenbelags zum Gegenstand hatten.