Im Bereich Innovation ist es dem Kanton Freiburg gelungen, seine Position unter den innovativsten Kantonen zu festigen, wobei die Schweiz selbst Jahr für Jahr an der Spitze internationaler Rankings steht. Dies ist eine bemerkenswerte Leistung angesichts des zunehmenden nationalen und internationalen Wettbewerbs.
Der Staatsrat stellt fest, dass die Rahmenbedingungen für die Innovation im Kanton bereits gut und wirksam sind. Sie stützen sich auf ein dichtes Netzwerk von Kompetenzzentren und Fachinstituten, ein gut vernetztes Ökosystem auf nationaler, interkantonaler und kantonaler Ebene sowie auf eine enge Verzahnung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Das ganze System wird durch erhebliche öffentliche und private Investitionen unterstützt.
Um noch bessere Voraussetzungen für die Innovation zu schaffen, schlägt der Staatsrat vor, mit dem neuen WIG die Innovationsförderung zu verbessern, um die Position des Kantons weiter zu festigen und seine wirtschaftliche Dynamik zu steigern.
Neue Hauptmassnahmen zur Intensivierung der kantonalen Innovationstätigkeit
Das WIG ermöglicht die Schaffung einer Innovationsplattform («Haus der Innovation»), die Akteure und Begleiteinrichtungen zusammenbringt, um die Innovationsprozesse besser zu fördern, die Verfahren für Projektträgerinnen und Projektträger zu vereinfachen und die Synergien zu optimieren. Darüber hinaus eröffnet es die Möglichkeit, ein zentrales Gründerzentrum für vielversprechende Start-ups einzurichten, das ein strukturiertes und stimulierendes Umfeld für ihre Entwicklung bietet und geeignete Dienstleistungen für jede Phase der Unternehmensgründung bereitstellt.
Die Unterstützung für Unternehmen wird im Bereich Industrie 4.0 verstärkt, insbesondere für die Digitalisierung und Automatisierung. Diese Massnahmen mit starker Hebelwirkung werden durch Innovationsschecks ergänzt, die es Unternehmen ermöglichen, in Zusammenarbeit mit einer Hochschule eine Geschäftsidee, ein neues Produkt oder ein neues Verfahren zu testen und zu validieren.
Das WIG sieht auch eine Erhöhung der kantonalen Mittel vor, um die Innovation wirksam zu fördern. Der bestehende kantonale Fonds für die Regionalpolitik wird durch einen separaten Teilbereich ergänzt, der innovativen Strukturen und Projekten im Kanton gewidmet ist. Fri Up und die Stiftung Seed Capital werden fusionieren, um den Zugang zu Finanzmitteln zu vereinfachen und grössere Synergien zu nutzen.
Das Gesetz berücksichtigt ausserdem die Aspekte der nachhaltigen Entwicklung sowie der (Bio‑)Kreislaufwirtschaft, um verantwortungsbewusste Projekte mit hohem Mehrwert zu fördern.
Zudem begünstigt das WIG den Technologietransfer dank einer engen Zusammenarbeit mit den Hochschulen. Das Gesetz bietet auch die Möglichkeit, den Erwerb oder die Miete von rasch verfügbaren Räumlichkeiten oder Ausrüstungen zu finanzieren, die für die geförderten Projekte benötigt werden.
Diese Massnahmen werden dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit, die Attraktivität und die herausragende technologische und wirtschaftliche Kompetenz des Kantons zu steigern. Gleichzeitig werden gewisse Massnahmen, die während der COVID-19-Krise aufgestellt wurden und sich als effizient erwiesen haben, definitiv eingeführt.
Ein neues Gesetz zur Förderung der Innovationskraft des Kantons
Innovationsprozesse sind von Natur aus evolutiv und erfordern eine kontinuierliche Anpassung. Das WIG klärt die Ziele des Kantons und festigt die Instrumente zur Innovationsförderung, um die Wirtschaftsentwicklung nachhaltig zu unterstützen. Es erfüllt damit den Auftrag des Grossen Rates und gewährleistet gleichzeitig die Fortsetzung des bestehenden effizienten Systems, das sich bewährt hat.