Die Einbindung von Düngung in einen ausgewogenen Düngungsplan, der die Fruchtfolge und den Boden berücksichtigt, ermöglicht es, die Erträge zu optimieren und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Der Einsatz von Entscheidungshilfen und die Nutzung lokaler Ressourcen (Hofdünger) sind Teil einer nachhaltigen und kreislauforientierten Landwirtschaft.
Grangeneuve bietet Informationen und Beratung im Bereich «Boden und Düngung». Folgende Dienstleistungen werden angeboten:
- Düngungsplan pro Parzelle
- Berechnung der Düngungsbilanz
- Organisation von Bodenanalysen und Unterstützung bei der Interpretation der Ergebnisse
- Checkliste für die Ausbringung von Hofdüngern im Winter
Die Düngung ist ein wesentlicher Hebel zur Erhaltung und Verbesserung der Bodenfruchtbarkeit. Sie gleicht die durch die Ernten verursachten Verluste aus und sorgt für eine regelmässige Zufuhr von Nährstoffen (Stickstoff, Phosphor, Kalium, Kalzium, Magnesium, Schwefel). Sie versorgt nicht nur die Pflanzen mit Nährstoffen, sondern beeinflusst auch die Bodenstruktur, die Wasserrückhaltefähigkeit, die biologische Aktivität und die Widerstandsfähigkeit gegenüber Umweltbelastungen.
Weiterführende Informationen
Organische Düngemittel (Mist, Gülle, Kompost) liefern organisches Material, fördern die Humusbildung und regen das mikrobielle Leben an. Durch die langsame Freisetzung der Nährstoffe wird eine schrittweise und nachhaltige Düngung ermöglicht.
Mineraldünger sind konzentrierter und schnell assimilierbar. Sie ermöglichen eine gezielte Düngung, bergen jedoch Umweltrisiken (Auswaschung, Versauerung, Versalzung, Treibhausgasemissionen – Distickstoffmonoxid), wenn sie falsch dosiert werden.
Eine wirksame Düngung basiert auf einer vorherigen Bodenanalyse (pH-Wert, Gehalt an organischen Stoffen, Nährstoffe, Kationenaustauschkapazität, Korngrösse) und einer genauen Kenntnis der Bedürfnisse der Kulturen.
Organische Düngemittel
Wichtigste organische Düngemittel in der Landwirtschaft:
- Mist: reich an Nährstoffen und organischen Stoffen, verbessert die Bodenstruktur
- Gülle: flüssig und schnell assimilierbar
- Kompost: setzt Nährstoffe langsam frei; stabilisiert den Boden und reichert ihn mit Humus an
- Methanisierte Gülle: aus Biogas gewonnen, schnell assimilierbar
- Gründüngung
- Andere organische Düngemittel wie Gemüseabfälle oder Mulchmaterial
Der Gehalt von Hofdüngern variiert stark je nach Herkunft, der Menge an Wasch- oder Regenwasser, die in die Grube gelangt, und der Menge an verwendeter Einstreu.
Ausführliche Informationen und weiterführende Dokumente finden Sie unter den folgenden thematischen Links.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
+41 26 305 58 00grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch
Nährstoffbilanz
Die Nährstoffbilanz ist ein Bestandteil der ÖLN und hilft, einen Überschuss oder Mangel an Nährstoffen zu vermeiden. Sie kann vom Landwirt oder einer Beratungsstelle berechnet werden. Bewerten Sie die in Ihren Hofdüngern enthaltenen Nährstoffe, ergänzen Sie diese bei Bedarf und antizipieren Sie Überschüsse oder Defizite bei der Düngung.
Stickstoffreduktion
Ein gutes Stickstoffmanagement verbessert die Erträge, senkt die Kosten und verringert die Umweltbelastung. Die Schlüssel dazu sind eine angepasste Fütterung der Tiere, ein gezielter Einsatz von Hofdüngern, ein parzellenbezogener Düngeplan und eine permanente Pflanzendecke, um Nitratverluste zu begrenzen.
Hofdünger
Der richtige Umgang mit Hofdünger ist entscheidend für die Pflanzenernährung, die Kostenreduzierung und den Umweltschutz. Dazu gehört es, den Gehalt an Nährstoffen zu schätzen, die Mengen anzupassen und den richtigen Zeitpunkt zu wählen. Fundierte Kenntnisse ermöglichen den richtigen Einsatz von Hofdünger.
Kalkung
Die Kalkung korrigiert den Säuregehalt landwirtschaftlicher Böden, verbessert deren Struktur und fördert die Fruchtbarkeit und das mikrobielle Leben. Der pH-Wert ist ein guter Indikator für den Kalkbedarf. Eine Kalkung ist nach der Ernte oder vor der Bewirtschaftung möglich.
Bodenanalysen
Bodenanalysen ermöglichen eine Optimierung der Düngung und der Bodenfruchtbarkeit. Um die Anforderungen des ÖLN zu erfüllen, müssen Ihre Parzellen alle 10 Jahre analysiert werden. Häufigere Analysen liefern jedoch wertvolle Hinweise und ermöglichen eine bessere Dosierung der Düngung.
Kompost
Der aus organischen Materialien gewonnene Kompost reichert den Boden mit Humus an, verbessert die Wasserrückhaltung und die Struktur, stimuliert das mikrobielle Leben und schützt vor Erosion. Er gibt seine Nährstoffe langsam ab und fördert so eine nachhaltige Düngung. Seine Herstellung und Verwendung sind in der Schweiz geregelt.
Schleppschläuche
Seit 2024 muss Gülle mit Schleppschläuchen ausgebracht werden, um die Ammoniakemissionen zu reduzieren. Es gibt mehrere Möglichkeiten: selbst kaufen, für eine Gruppe von Landwirten kaufen oder die Arbeit an einen Lohnunternehmer vergeben. Betroffen sind Flächen mit einem Gefälle von weniger als 18 %. Für den gemeinsamen Kauf von Geräten gibt es finanzielle Beihilfen.
Aktuell: Ausbringung von Hofdüngern, Winter 2025–202
Die Temperaturen sind kalt und die Böden tief gefroren. In den kommenden Tagen werden Niederschläge erwartet. Wir erinnern daran, dass das Ausbringen von Gülle auf gefrorenem, schneebedecktem oder wassergesättigtem Boden nicht erlaubt ist. Das Ausbringen von Mist auf tief gefrorenem, schneebedecktem oder wassergesättigtem Boden ist verboten.