Das Kalken von Böden ist eine zeitgemässe landwirtschaftliche Praxis zur Verbesserung der Bodenqualität. Mit der Zeit versauern die meisten Böden, was die Mobilität der Nährstoffe und das Pflanzenwachstum erschwert. Ausserdem verlieren die Böden an Struktur.Durch Zugabe von Kalk oder Kalkstein kann man den Säuregehalt korrigieren, den Ton-Humus-Komplex verbessern und den Boden für den Anbau von Nutzpflanzen günstiger machen. Die Kalkung trägt zur Stabilisierung der Bodenstruktur bei, was für Regenwürmer und Mikroorganismen sehr nützlich ist.Es gibt verschiedene Arten von Kalkprodukten, wie Aarberger-Kalk, gemahlener Kalkstein, Branntkalk oder gelöschter Kalk. Die Wirkung auf den pH-Wert ist je nach Produkt unterschiedlich. Die Kalkung erfolgt in der Regel im Herbst oder Frühjahr unter Berücksichtigung der Bodenanalysen und Bodenbedingungen.Die Kombination von Stickstoffdüngung (Düngemittel, Gülle, Mist) mit Kalk ist eine schlechte Idee, da die chemische Reaktion von Kalk mit Stickstoff zu starken Ammoniakemissionen führt.
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Kalkung zum richtigen Zeitpunkt
Der ideale Zeitpunkt für die Kalkung ist nach der Ernte (auf Stoppelfeldern) oder vor der Aussaat.
- Am besten ist es, den Kalk so gut wie möglich mit dem Boden zu vermischen, indem man den Boden mit einer Egge, einem Vibrationsgrubber usw. umgräbt.
- Vermeiden Sie es, den Kalk sofort in den Furchengrund einzupflügen.
- Bei Wiesen und Weiden streuen Sie den Kalk zwischen den Schnitten oder am Ende der Weidesaison aus.
- Das Ausbringen muss immer unter guten Bedingungen erfolgen, um eine Verdichtung des Bodens zu vermeiden.
Kalkung: ein entscheidender Faktor für die Bodenfruchtbarkeit
Pflanzenanbau, Düngung und mikrobielle Aktivität führen im Laufe der Jahre tendenziell zu einer Versauerung des Bodens. Diese Versauerung kann die Entwicklung künftiger Feldfrüchte und deren Erträge beeinträchtigen.
Die Kalkung von Böden ist eine agronomische Praxis, die darauf abzielt, einen übermässigen Säuregehalt der Böden durch die Zugabe von Kalkzusätzen wie Branntkalk (CaO), Löschkalk (Ca(OH)₂), Kalziumkarbonat (CaCO₃) oder Dolomit (CaMg(CO₃)₂) zu korrigieren. Dadurch wird ein optimaler pH-Wert von in der Regel zwischen 6 und 7 wiederhergestellt, wodurch die Verfügbarkeit wichtiger Nährstoffe (Phosphor, Kalzium, Magnesium) gefördert und die Toxizität bestimmter Ionen wie Aluminium verringert wird. Berücksichtigen Sie auch die Auswirkungen verschiedener Mineraldünger auf den pH-Wert des Bodens. Die Kalkung verbessert auch die physikalische Struktur des Bodens, indem sie die Aggregierung der Partikel fördert, was die Porosität und die Wasser- und Luftzirkulation optimiert.
Das Kalken regt die biologische Aktivität des Bodens deutlich an, insbesondere die von Regenwürmern und Bodenmikroorganismen. Durch den Ausgleich des pH-Werts schafft sie ein günstigeres Umfeld für diese wichtigen Organismen, die aktiv an der Zersetzung organischer Stoffe, der Freisetzung von Nährstoffen und der Verbesserung der Bodenstruktur beteiligt sind. Diese verstärkte biologische Dynamik trägt zu einer besseren Fruchtbarkeit und Widerstandsfähigkeit der landwirtschaftlichen Ökosysteme bei.
Zu den Vorsichtsmassnahmen, die beim Kalkausbringen zu beachten sind, gehört, dass dies nicht mit einer Stickstoffdüngung kombiniert werden darf, um unerwünschte Reaktionen im Boden zu vermeiden. Ausserdem kann ein Überschuss an Kalk bestimmte Nährstoffe wie Phosphor blockieren, was das Pflanzenwachstum beeinträchtigt.
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Emissionsarme Kalkausbringung
Auch Dauergrünland sollte in regelmässigen Abständen aufgekalkt werden. In Hanglage kommen kleinere Streuer zum Einsatz.
Aarberger Kalk (Ricokalk) wird in der Regel mit Kompost- oder Miststreuern ausgebracht.
Das Ausbringen von Kalk mit dem Düngerstreuer verursacht viel Staubemissionen.
Frisch gekalktes Stoppelfeld (1)
Frisch gekalktes Stoppelfeld (2)