Um die Vorschriften des ökologischen Leistungsnachweises (ÖLN) zu erfüllen, muss der Boden alle 10 Jahre untersucht werden. Die Analysen müssen von einem anerkannten Labor durchgeführt werden. Dies gilt nicht für Gebiete, in denen Düngung verboten ist, sowie für Dauerweiden und wenig intensiv genutzte Wiesen.
- Klären Sie, ob Ihre Parzelle von der 10-jährlichen Untersuchungspflicht betroffen ist.
Eine übermässige Düngung kann die Qualität und den Ertrag der Kulturen beeinträchtigen und somit zu wirtschaftlichen Einbussen führen.
Die folgenden Punkte unterstützen eine gute Praxis.
- Führen Sie häufigere und regelmässigere Analysen durch und achten Sie auf eine gleichmässige Probenahme hinsichtlich Tiefe, Anzahl und Verteilung, um optimale Ergebnisse zu erzielen.
- Eine gute Bodenanalyse hilft Ihnen, Düngemittel einzusparen und Ihre Erträge zu verbessern.
- Nutzen Sie die Ergebnisse, um Ihren Kalk- und Düngemitteleinsatz an die tatsächlichen Bedürfnisse des Bodens und der Kultur anzupassen.
- Analysieren Sie das Humus-Ton-Verhältnis: Es ist ein guter Indikator für die Gesundheit Ihres Bodens.
Um das für die Bodenanalyse erforderliche Material anzufordern: Wir stellen Ihnen die Tüten und nützliche Informationen zur Probenahme zur Verfügung. Hier finden Sie eine Liste der anerkannten Labore:
Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren, wenn Sie weitere Informationen benötigen.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
T +41 26 305 58 00grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch
Probenahme und Häufigkeit der Analysen
Eine Analyse alle 10 Jahre reicht nicht aus. Dauergrünland sollte alle 4 bis 6 Jahre analysiert werden, Ackerland alle 3 bis 6 Jahre, je nach Fruchtfolge.
Um die Ergebnisse über mehrere Jahre hinweg vergleichen zu können, müssen die Proben zum gleichen Zeitpunkt in der Fruchtfolge entnommen werden. Eine gute Probenentnahme ist für ein zuverlässiges Ergebnis unerlässlich.
- Regelmässige Analysen tragen dazu bei, die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten, beispielsweise durch Kalkzugabe.
- Es ist wichtig zu beachten, dass sich der Humusgehalt nur langsam verändert. Ein schneller Anstieg des Humusgehalts (ein Prozent oder mehr während eines Probenahmezyklus) ist häufig auf einen Fehler bei der Probenahme zurückzuführen.
- Grosse Parzellen mit unterschiedlichen Böden sollten in Bereiche mit ähnlichen Bodeneigenschaften unterteilt werden.
- Auf den Websites der Labore sind praktische Merkblätter verfügbar.
- Die Probenahme durch spezialisierte Fachunternehmen spart Zeit, ist jedoch mit Kosten verbunden.
| Produktionsart | Empfohlene Häufigkeit |
| Dauerwiesen | Alle 4 bis 6 Jahre |
| Fruchtfolgeflächen | Alle 3 bis 6 Jahre |
Der richtige Zeitpunkt für die Probenahme ist unmittelbar nach der Ernte und unmittelbar vor der nächsten Düngung. Achten Sie darauf, dass Sie den gesamten relevanten Horizont untersuchen (offener Boden 0-20 cm, Wiesen 0-10 cm).
Wenn Sie bereits gedüngt haben, müssen Sie mindestens einen Monat nach der Gülleausbringung oder bis nach der nächsten Ernte bzw. bis zum Ende der Vegetationsperiode nach der Ausbringung von Mineraldünger oder Mist warten.
Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, ist es wichtig, die Bodenproben fachgerecht zu entnehmen: zum richtigen Zeitpunkt, in ausreichender Menge und in der richtigen Tiefe!
Auf Betrieben mit wenig Vieh und/oder viel Ackerland ist es sinnvoll, den Humusgehalt analysieren zu lassen.
Immer geringere Humusgehalte und ein sinkender pH-Wert sind insbesondere für die Zunahme von Erosionsproblemen verantwortlich.
Analysemethoden und untersuchte Parameter
Bei der Auswahl der Analyse zur Ermittlung des Nährstoffgehalts des Bodens ist es wichtig, zwischen der Menge der sofort verfügbaren Nährstoffe und den langfristigen Reserven zu unterscheiden. Die Wahl hängt vom pH-Wert des Bodens ab.
Die Labore bieten verschiedene Arten von Analysen an. Zögern Sie nicht, sich beraten zu lassen.
Man misst den pH-Wert, den Phosphor-, Kalium- und Magnesiumgehalt. Bei Ackerböden muss auch der Gehalt an organischer Substanz bestimmt werden. Wenn man auch den Tonanteil kennt, kann man ein Verhältnis zwischen beiden berechnen. Die organische Substanz sollte mindestens 17 % des Tons ausmachen. Ein Boden mit 20 % Ton sollte beispielsweise mindestens 3,4 % Humus enthalten.
- Dieses Verhältnis ist aussagekräftiger als der Humusgehalt allein, da es den Tonanteil berücksichtigt.
| Bodenart | Tonanteil (%) | Mindesthumusgehalt (%) |
| Toniger Boden | 20 | 3.4 |
| Schluffiger Boden | 15 | 2.55 |
| Sandiger Boden | 10 | 1.7 |
Bodenansprache im Feld
Den pH-Wert des Bodens bestimmen.
Erbsen auf saurem Boden: Die Pflanzen sind schlecht entwickelt.
Erbsen auf neutralem Boden: Die Pflanzen sind kräftig.
Beurteilung des Tonanteils
Spatenprobe: Überprüfung der Bodenstruktur; Regenwurm-Gänge
Pürckhauer: Ansprache des Bodenprofils
Regelmässige Bodenanalysen tragen dazu bei, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten, z.B. durch gezielte Kalkzugaben.