26 August 2020 - 15H43

Die Gesamtmenge vertriebener Antibiotika zur Behandlung von Tieren nahm in der Schweiz 2019 weiterhin ab. Dies zeigt der Jahresbericht über den Antibiotikavertrieb in der Veterinärmedizin. Gegenüber dem Vorjahr sank die Gesamtmenge um rund 7%. Um rund einen Viertel ging die Menge kritischer Antibiotika zurück. Diese sollten nur zum Einsatz kommen, wenn normale Antibiotika nicht mehr wirken. Resistenzen gegenüber Antibiotika bleiben jedoch weiterhin eine Herausforderung.

Der Vertrieb von Antibiotika für Tiere ist 2019 weiter gesunken. Bei den Heimtieren hingegen ist der Antibiotikavertrieb in der gleichen Zeit um 1.5% gestiegen. Dies ist vor allem auf einen vermehrten Vertrieb von Penicillinen – also nicht kritischen Antibiotika – zurückzuführen. Gesamthaft ist der Vertrieb von Antibiotika zwischen 2009 und 2019 um 55% zurückgegangen. Die kontinuierliche Abnahme des Antibiotikavertriebs weist auf eine hohe Sensibilisierung der Tierärzteschaft und Tierhaltenden hin; der Rückgang bei den kritischen Antibiotika in den letzten Jahren ist ein Beweis dafür.

Weiterführende Informationen : Link zur Strategie Antibiotikaresistenzen im Veterinärbereich (StAR) von Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)