In der Schweiz gilt der ökologische Leistungsnachweis (ÖLN) als eine Voraussetzung für den Erhalt von Direktzahlungen. Er garantiert die Bewahrung der nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken, insbesondere im Bezug auf die Biodiversität.
Jeder Betrieb ist verpflichtet einen Mindestanteil seiner Flächen als Biodiversitätsförderflächen (BFF) zu nutzen: mindestens 7 % bzw. 3.5 % bei Spezialkulturen (Rebbau, Gemüsebau, Obstbau). Diese Flächen müssen die Mindestanforderungen der Qualitätsstufe I entsprechen.
BFF sind Lebensräume, welche die einheimischen Tier- und Pflanzenarten fördern und stärken zudem ökologische Leistungen, die für die Landwirtschaft nützlich sind.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
+41 26 305 58 00grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch
Das Team Biodiversitätgrangeneuve-biodiv@fr.ch
Beratung zur Biodiversität in der Landwirtschaft
Grangeneuve bieten individuelle Unterstützung, um die Qualität der BFF zu verbessern oder neue zu schaffen, die Beiträge zu optimieren und Projekte zur Förderung der Biodiversität zu entwickeln. Diese kostenlose Dienstleistung richtet sich an alle landwirtschaftlichen Betriebe im Kanton.
Kantonale Unterstützung der Biodiversitätsmassnahmen ab 2026
Dank der kantonalen Biodiversitätsstrategie wurde die Unterstützung für Landwirte, die sich für die Biodiversität engagieren, verstärkt. Zusätzliche Beiträge fördern die Umsetzung gezielter Massnahmen und dienen zur Vorbereitung der künftigen Projekte zur Förderung der regionalen Biodiversität und Landschaftsqualität.
Kantonale Projekte zur Förderung der Biodiversität
Der Kanton Freiburg initiiert Pilotprojekte zur Förderung der Biodiversität in der Landwirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit den Landwirtinnen und Landwirten werden dabei innovative Ansätze wie Agroforstsysteme oder die Anlage von Feuchtgebieten getestet. Ziel ist es, praxisnahe Erfahrungen zu sammeln, die als Modell für eine grossflächige Umsetzung dienen können.
Vernetzung – Landschaftsqualitäts- (LQP) und rBL-Projekte
Die Vernetzungsprojekte und die Landschaftsqualitätsprojekte unterstützen Massnahmen zur Stärkung der Biodiversität und zur Aufwertung der Agrarlandschaft. Ab 2028 werden diese Projekte durch die Projekte zur Förderung der regionalen Biodiversität und Landschaftsqualität ersetzt, die diese Ziele in einer neuen Struktur weiterverfolgen werden.
Problempflanzen in Biodiversitätsförderflächen (BFF)
Einige invasive Pflanzen können sowohl die ökologische Qualität der BFF als auch die landwirtschaftliche Produktion beeinträchtigen. Diese Seite zeigt, welche Arten überwacht werden müssen, welche Qualitätskriterien einzuhaltenden sind sowie welche Massnahmen zum Erhalt der Biodiversität und zum Schutz der Kulturen erforderlich sind.