Als Verfassungsauftrag wird die nachhaltige Entwicklung im Kanton Freiburg durch eine auf zehn Jahre angelegte Strategie umgesetzt, die in zwei Aktionsplänen konkretisiert wird. Die Bilanz nach vier Jahren Umsetzung zeigt: Die Massnahmen entfalten Wirkung. Die Praktiken innerhalb der Kantonsverwaltung haben sich weiterentwickelt, und im gesamten Kanton sind neue Dynamiken entstanden.
Ein Überblick über ausgewählte Ergebnisse, die insbesondere durch das Engagement im Bereich der nachhaltigen Entwicklung ermöglicht wurden:
Solidarität und Lebensqualität
- Berufliche Integration: Mehr als 800 benachteiligte Menschen, darunter 300 junge Erwachsene, wurden auf dem Weg in den Arbeitsmarkt begleitet.
- Neues Unterstützungsangebot für Kinder, die mit der psychischen Fragilität eines Elternteils konfrontiert sind.
- Verstärkte Alkoholprävention bei Jugendlichen.
- Drei neue Instrumente zur Prävention von Risiken im Zusammenhang mit der Bildschirmnutzung bei jungen Menschen.
- Freiburger Lebensmittelbank: Jedes Jahr werden mehrere zehntausend Kilogramm Lebensmittel weiterverteilt, um Armut und Verschwendung zu verringern.
Kreislaufwirtschaft und Innovation
- Erste kantonale Roadmap zur Kreislaufwirtschaft.
- Ressourcendiagnosen zur Wiederverwendung von Baumaterialien und Initiativen wie FriSource, eine lokale Börse für die Wiederverwendung von Baumaterialien.
- IFF Sustainability Award: Bereits drei Ausgaben zur Auszeichnung von Unternehmen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen.
Umwelt
- Erster kantonaler Klimaplan und erste kantonale Biodiversitätsstrategie.
- Der Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz ist nun die Norm für öffentliche Gebäude: 14 Projekte sind bereits darauf ausgerichtet.
- Verbot von Glyphosat und Rückgang von Pflanzenschutzmitteln in Gewässern.
- Sensibilisierungskampagnen zu den zentralen Funktionen der Böden.
- Förderung der Nutzung von Edelhölzern zur Aufwertung lokaler Baumarten.
Partizipation und bürgerschaftliches Engagement
- Kantonale Tage der nachhaltigen Entwicklung: Hunderte von Teilnehmenden.
- Aufrufe für nachhaltige Projekte: 6 lokale Initiativen wurden unterstützt und von den Medien aufgegriffen.
- Online-Tools: Der Kompass 21 zur Bewertung der Nachhaltigkeit von Projekten, aktualisiert und für alle verfügbar.
- Gemeinden und Vereine: Gründung und Unterstützung des Vereins Antenne Nachhaltige Quartiere für inklusive und ressourcenschonende Quartiere, Portfolio mit 80 Nachhaltigkeitsmassnahmen für Gemeinden (Online-Plattform)
Bildung und Ausbildung
- Nachhaltige Schulen: Die Zahl der Schulen im Netzwerk «Ecoles 21» wächst fünfmal schneller als zuvor; 600 Schülerinnen und Schüler konnten ihre «nachhaltige Stadt» der Zukunft entwickeln.
- Neuer Weiterbildungskurs zum Thema Gleichstellung in Unternehmen an der Hochschule für Wirtschaft, mit einer Teilnehmerzahl, die sich jedes Jahr verdoppelt.
Wirtschaft
- 530 Unternehmen wurden dank der Zusammenarbeit zwischen dem Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann und für Familienfragen (GFB) und den Wirtschaftsverbänden für die Gleichstellung am Arbeitsplatz sensibilisiert.
- Nachhaltiges öffentliches Beschaffungswesen: Sozial- und ökologische Kriterien wurden in den Bereichen Bauwesen, Gastronomie, Textilien und Fahrzeuge integriert; 40 Mitarbeitende des Kantons werden im Rahmen einer speziell entwickelten, zweimal jährlich angebotenen Weiterbildung geschult.
Diese Ergebnisse, die durch das Engagement aller Direktionen des Staates erzielt wurden, sind Teil des Aktionsplans für nachhaltige Entwicklung 2021–2026. Nun gilt es, die erzielten Fortschritte zu festigen und ihre positiven Auswirkungen langfristig zu verankern. Dies ist das Ziel des zweiten Aktionsplans 2027–2031 zur Umsetzung der Strategie, der derzeit erarbeitet wird.
Links
Medienmitteilung : Kantonale Strategie für nachhaltige Entwicklung: Bilanz des Aktionsplans 2021–2026 »
Zwischenbilanz zum Aktionsplan 2021-2026 der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2021–2031