Wasser ist eine lebenswichtige Ressource – für uns Menschen, aber auch als Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Im Kanton Freiburg versorgen uns zahlreiche Aquifere mit Trinkwasser. Allerdings gibt es auch Konflikte zwischen dem Schutz des Wassers und seiner Nutzung. Die Strategie Nachhaltige Entwicklung ermöglicht es dem Kanton und den Gemeinden, solche Konflikte zu bereinigen und so die Verschmutzung von Trinkwasser zu vermeiden.
Auf dem Gebiet des Kantons Freiburg gibt es ein umfassendes Netz von Wasserläufen und Seen, die durch die Intensivierung der menschlichen Aktivitäten und die Auswirkungen des Klimawandels unter Druck geraten. Stadtentwicklung, Landwirtschaft und Energieerzeugung können das Wasser verschmutzen oder Lebensräume beeinträchtigen.
Im Jahr 2011 wurde das einschlägige Recht revidiert, um ein Gleichgewicht zwischen Schutz und Nutzung herzustellen. In diesem Kontext sind die Gemeinden in hohem Mass gefordert, da sie sich für eine gemeinsame Bewirtschaftung innerhalb der Einzugsgebiete zusammenschliessen müssen. Dies setzt entsprechende Fachkompetenzen voraus. Für die meisten Gemeinden ist es jedoch nicht möglich, dieses selbständig aufzubringen. Dank der Strategie Nachhaltige Entwicklung werden die Gemeinden bei der Einführung einer gesamtheitlichen Gewässerbewirtschaftung unterstützt, indem ihnen Vollzugshilfen für die Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung gestellt werden und die Ausbildung von Fachleuten im Bereich der Wasserwirtschaft gefördert wird.
Seit 2021 werden Nutzungskonflikte zwischen verschiedenen Interessengruppen im Bereich der Wassernutzung methodisch und proaktiv angegangen. Dadurch konnte das Verschmutzungsrisiko in den Grundwasserschutzzonen für die Trinkwasserversorgung deutlich reduziert werden, insbesondere für die Fassungen Les Côtes in Villaz, Le Laret und Les Mettraux in Siviriez sowie Horia in Düdingen.
Weitere Informationen:
Umsetzung 2024 der kantonalen Strategie Nachhaltige Entwicklung
Zwischenbilanz zum Aktionsplan 2021–2026 der Strategie Nachhaltige Entwicklung 2021–2031