Als tierische Nebenprodukte gelten Tierkörper (oder Teile davon) sowie nicht zur Verwendung als Lebensmittel bestimmte Erzeugnisse, tierischen Ursprungs, einschliesslich Eizellen, Embryonen und Sperma.

Das photo zeigt Leckerlis für Hunde
Tierische Nebenprodukte © Alle Rechte vorbehalten - Pixabay/CCO

Die Lebensmittelkrisen der 90er Jahre haben die Rolle der nicht zum menschlichen Verzehr bestimmten tierischen Nebenprodukte bei der Verbreitung gewisser übertragbaren Krankheiten hervorgehoben. Seither, dank einer strikten Gesetzgebung, gelangen diese nicht mehr in die Lebensmittelkette und deren Entsorgung oder Verwertung ist klar geregelt und der Bewilligungspflicht unterworfen.

Tierische Nebenprodukte sind in drei Risikokategorien eingeteilt. Ihre Entsorgung oder Verwertung ist folglich risikobasiert und muss spezifischen Parametern gehorchen:

  • Material der Kategorie 1 sind Produkte in der höchsten Risikokategorie für die öffentliche Gesundheit (TSE-Risiko, spezifisches Risikomaterial, Risiko von verbotenen Substanzen …). Dieses Material muss gesammelt, unverzüglich identifiziert und transportiert, um schlussendlich verbrannt zu werden.
  • Material der Kategorie 2 beinhaltet hauptsächlich tierische Nebenprodukte, die für die öffentliche Gesundheit weniger gefährlich sind (z.B. Produkte mit Hemmstoffrückständen). Dieses Material wird entweder verbrannt oder nach Verarbeitung verscharrt oder technischen Zwecken (organisches Dünger, Biogas…) zugeführt, darf jedoch nicht als Heimtierfutter verwendet werden.
  • Material der Kategorie 3 weist kein besonderes, sanitäres Risiko auf und enthält vor allem Schlachtabfälle, die aus kommerziellen Gründen nicht als Lebensmittel geeignet sind. Die Verwertungsmöglichkeiten sind im Bereich Heimtierfutter, sowie in der Nutzung zu technischen Zwecken.

Die Verarbeitung von Küchen- und Speiseabfällen, sowie von Fischresten ist ebenfalls in der Verordnung über die Entsorgung von tierischen Nebenprodukten (VTNP) und den verschiedenen Merkblättern des Bundesamtes für Veterinärwesen geregelt. Das Download-Dokument ist eine Zusammenfassung der wichtigsten zu respektierenden Punkte.

Neues Angebot für den Transport von Tierkörpern

Tierhalter, die ihre Tiere (Rinder, Schafe, Ziegen, Schweine, Zuchtwild, Pferde, Geflügel) bei der SANIMA versichert haben und den jährlichen Beitrag bezahlen, bringen ihre verendeten Tiere selbst zu einer der acht Sammelstellen. Die Tierkörper werden während den Öffnungszeiten entgegengenommen und die Entsorgung ist kostenlos.

Für den Transport der Tierkörper sind zwar die Tierhalter zuständig, falls sie dazu aber nicht in der Lage sind oder den Transport delegieren möchten, können sie sich nun an einen neuen Dienstleister wenden: Corbitransport. Das Unternehmen bietet eine kostenpflichtige Transportlösung für Kadaver von Nutztieren im Kanton Freiburg an. Es übernimmt auch den Transport von Pferden, anderen Equiden und Haustieren vom Wohnort zu den Sammelstellen.

Mit der Dienstleistung von Corbitransport wird das Tierseuchengesetz eingehalten. Der Tierkörper wird in einem geeigneten und gesetzeskonformen Fahrzeug transportiert, wodurch eine Übertragung von Krankheiten verhindert werden kann.

Corbitransport holt den Tierkörper noch am Tag, an dem das Unternehmen kontaktiert wurde, ab und bringt ihn zu einer Sammelstelle der Nutztierversicherungsanstalt Sanima. Die Besitzer der Tiere müssen sich somit nicht mehr um die Öffnungszeiten der Sammelstellen kümmern.

Corbitransport verfügt auch über eine Bewilligung, die Tötung von Vieh oder Equiden auf dem Betrieb vorzunehmen, damit der Tierkörper anschliessend zu einer Sammelstelle gebracht und verbrannt werden kann. Dies bietet den Tierhaltern die Möglichkeit, die Vorschriften der Tierschutzverordnung über die Anforderungen an Personen, die Tiere schlachten oder töten, zu befolgen.

Angaben zum Unternehmen:

www.animal-corbitransport.ch – 079/604 50 47 – premy1@bluewin.ch

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