Wasser spielt eine grundlegende Rolle für das agroökologische Gleichgewicht. In ständiger Wechselwirkung mit den Böden beeinflusst es sowohl das Wachstum der Kulturpflanzen als auch ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber klimatischen Schwankungen. Die Verfügbarkeit von ausreichend Wasser guter Qualität zum richtigen Zeitpunkt ist eine grosse Herausforderung, selbst in einem privilegierten Umfeld wie der Schweiz. Vor diesem Hintergrund ist ein umfassendes Wassermanagement in der Landwirtschaft unerlässlich, um den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen gerecht zu werden.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
+41 26 305 58 00grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch
Die Verfügbarkeit von Wasser sicherstellen und es effizient nutzen
Die Wasserversorgung hängt nicht nur von der Infrastruktur ab. Die Verbesserung der Speicherkapazität der Böden, die Optimierung der Bewässerung, die Anpassung der Anbauverfahren, die Auswahl trockenheitstoleranter Sorten oder auch die Diversifizierung der Produktion sind allesamt Hebel, um die Auswirkungen von Dürren zu begrenzen und die Erträge zu sichern.
Zusammen stärken diese Massnahmen die Widerstandsfähigkeit der Betriebe und gewährleisten gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen.
Forum nachhaltiges Wassermanagement
Das Forum bringt Vertreter der Landwirtschaft und Fachleute aus dem Bereich Wassermanagement zusammen, um Wissen auszutauschen, praktische Lösungen zu entwickeln und die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Klimawandel zu stärken. Es bildet eine nationale Plattform, die sich der nachhaltigen Wasserbewirtschaftung widmet.
Die Plattform „Bewässerungsnetz“
Diese öffentliche Plattform stellt Bodensondendaten, Bewässerungsberichte für die Kantone Freiburg und Waadt sowie eine App zur Berechnung der Wasserbilanz zur Verfügung. Sie bietet Landwirtinnen und Landwirten zuverlässige und aktuelle Informationen, damit sie ihre Entscheidungen zur Bewässerung an den tatsächlichen Bedarf ihrer Kulturen anpassen können.
In ein Bewässerungsprojekt investieren
Es bestehen Fördermöglichkeiten für die Planung oder Modernisierung von Bewässerungs-, Wasserzufuhr-, Entwässerungs- und Wasserversorgungsinfrastrukturen auf Almen.
Sauberes Wasser, trinkbares Wasser
Eine ausreichende Wassermenge ist unerlässlich, aber ebenso wichtig ist es, die Wasserqualität zu gewährleisten. Der Schutz des Trinkwassers ist eine kollektive Verantwortung, bei der die Landwirtschaft eine entscheidende Rolle spielt.
Um jede Trinkwasserentnahmestelle herum werden Wasserschutzgebiete (Zonen S) festgelegt. Für diese gelten spezielle Vorschriften, um die Gefahr einer unmittelbaren Verschmutzung zu verhindern. Darüber hinaus laufen im Kanton mehrere «Nitratprojekte», deren Ziel es ist, die Auswaschung von Nitraten in wichtige Wasserfassungen zu reduzieren und die Sicherheit der Trinkwasserversorgung der Bürger zu verbessern.
Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln unterliegt strengen Vorschriften, und die Landwirte werden regelmässig über Änderungen der Vorschriften informiert, damit sie die sichersten Lösungen anwenden können. Gleichzeitig trägt die Verschärfung der Massnahmen zur Bekämpfung des Oberflächenabflusses dazu bei, den Eintrag von Schadstoffen in die Oberflächengewässer zu begrenzen.
Die Betriebe wenden auch immer präzisere Düngungspraktiken an: Die Zufuhr von mineralischen und organischen Düngemitteln wird an den tatsächlichen Bedarf der Kulturen angepasst, die Düngungsbilanzen werden regelmässig kontrolliert und die Ausbringung erfolgt zu Zeitpunkten, zu denen die Pflanzen die Nährstoffe am besten verwerten können.
Zusammen tragen diese Massnahmen dazu bei, die Qualität des Trinkwassers, einer für alle Menschen lebenswichtigen Ressource, nachhaltig zu erhalten.
Kontrollanforderungen für den Gewässerschutz in der Landwirtschaft
Bei den Kontrollen auf den Betrieben werden dreizehn wesentliche Punkte überprüft, darunter der Zustand der Anlagen und die Lagerung der Produkte sowie der Umgang mit Hofdüngern und Pflanzenschutzmitteln. Die Landwirtinnen und Landwirte müssen diese Anforderungen erfüllen, um Verschmutzungsrisiken zu vermeiden und einen wirksamen Gewässerschutz zu gewährleisten.
Umgang mit Hofdünger
Der richtige Umgang Gülle und Mist trägt zum Schutz der Umwelt, der Gewässer und des Trinkwassers bei. Durch die Einhaltung optimaler Ausbringungsbedingungen lassen sich Nährstoffverluste begrenzen und die Effizienz der Düngung verbessern.
Quellwasser: Eine wertvolle Ressource zum Teilen
Die Quellen beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und liefern Wasser von hoher Qualität. Einfache Massnahmen wie das Aufstellen von Zäunen, die Anpassung der Tränkanlagen oder die Verringerung direkter Auswirkungen ermöglichen den Schutz dieser Lebensräume und gewährleisten gleichzeitig eine nachhaltige Nutzung der Ressource.
Umgang mit Pflanzenschutzmitteln
Die Nutzung und Lagerung von Pflanzenschutzmitteln muss den Grundsätzen der guten landwirtschaftlichen Praxis entsprechen, um die Wasserressourcen nachhaltig zu schützen. Konforme Anlagen und eine angemessene Lagerung verringern das Verschmutzungsrisiko und erfüllen die gesetzlichen Anforderungen.