In den Jahren 2021, 2023 und 2024 wurden auf dem Lehrbauernhof Grangeneuve Weideversuche mit Milchkühen durchgeführt.
Vergleich der Weidefutter: traditionelles Gras vs. Sorghum für Milchkühe
Die Herde wurde in zwei Gruppen von Kühen mit vergleichbarem Laktationsstadium aufgeteilt, wobei die Milchleistung zwischen den beiden Gruppen unterschiedlich sein konnte: Die eine Gruppe wurde mit dem üblichen Weidegras gefüttert, die andere mit Sudangras, bekannt unter dem Namen SORGHUM (Sorghum bicolor sudanense, var. Piper). Ziel war es, ab Anfang Juli über Sorghum zu verfügen. Während der Versuchsphase weideten die Tiere nachts und erhielten tagsüber Trockenfutter am Futtertrog. Insgesamt produziert die Herde etwa 9'000 kg Milch pro Kuh, bei einem Kraftfutterverbrauch von etwa 1'000 kg.
Die Ergebnisse
- Ertrag / Wachstumsgeschwindigkeit / Flächenbedarf
- Nährwerte / Dhurrin und Blausäure
- Verhalten der Tiere
- Futteraufnahme
- Milchleistung / Milchwerte
- Wirtschaftliche Aspekte
Vorteile und Grenzen von Sorghum im Intensivweidebetrieb
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Sorghum ein ertragreiches Ergänzungsfuttermittel ist, dessen Nährwerte jedoch eher bescheiden sind. Die Milchleistung blieb stabil. Während die Fresslust im ersten Wachstumszyklus gut war, ließ sie im zweiten und dritten Zyklus nach: Letztendlich war die Aufnahme von Grünfutter, Gras oder Sorghum, bei beiden Gruppen gleich, während die SORGUM-Gruppe mehr Heu und etwas weniger Kraftfutter zu sich nahm. Blausäure stellte kein Problem dar. Im Sommer dauerte der Nachwachsen des Sorghums etwa drei Wochen, was eine intensive Nutzung bei steigenden Temperaturen ermöglichte. Dadurch war der Flächenbedarf für die SORGHO-Gruppe geringer, und darin liegt der Hauptvorteil.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
T +41 26 305 58 00grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch
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