In Deutschland wurde das Virus der aviären Influenza (Vogelgrippe) des Subtyps H5N8 in zahlreichen Geflügelhaltungen nachgewiesen. Das freiburgische Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) bietet auch Wachsamkeit für die freiburgische Bevölkerung. Das Virus ist nach heutigem Kenntnisstand für den Menschen ungefährlich.

Detaillierte Hinweise

Mehr Informationen zum Schutz des Hausgeflügels in der Schweiz sind auf der Webseite des BLV zu finden.

Huhn © Alle Rechte vorbehalten - Pixabay

In Deutschland wurde am 22. März 2021 das aviäre Influenzavirus H5N8 in einem Geflügelbetrieb mit Aufzucht von Junghennen nachgewiesen. Viele bereits infizierte Junghennen wurden über mobile Geflügelhändler verkauft. So hatte sich die Krankheit über mehrere Bundesländer verbreitet. Insbesondere betroffen war Baden-Württemberg. Nach heutigen Kenntnissen wurden keine infizierten Tiere legal in die Schweiz verkauft.

In Deutschland wurden zur Bekämpfung der Vogelgrippe rund um die Seuchenbetriebe Schutz- und Überwachungszonen verhängt. Im süddeutschen Raum reichten diese auf Schweizer Boden. Das BLV hatte für bestimmte Gebiete vorbeugende Massnahmen erlassen. Eine Einschleppung des Virus in die Schweiz konnte verhindert werden. Deshalb wurden die Massnahmen am 1. Mai 2021 aufgehoben.

Das Virus ist nach heutigem Kenntnisstand für den Menschen ungefährlich.

Aufmerksamkeit ist wichtig

Für die freiburgische Bevölkerung ist trotzdem noch Wachsamkeit geboten. Die Biosicherheitsmassnahmen die nach den aufgetretenen Fällen von Vogelgrippe bei Wildvögeln in der Bodenseeregion bleiben nach wie vor aktuell. Jedes Auffinden von drei oder mehr toten Wildvögeln an einem Ort innerhalb von 24 Stunden muss umgehend dem Wildhüter oder dem LSVW gemeldet werden, das die nötigen Untersuchungen anordnet. Die Kadaver sollen nicht angefasst werden, können aber zum Beispiel mit einer kleinen Fahne oder Signalbändern markiert werden. Die Kontaktangaben der Wildhüter des Kantons Freiburg sind online abrufbar auf der Webseite des Staats Freiburg.

Auch Hausgeflügelhaltern wird empfohlen, vorsorgliche Biosicherheitsmassnahmen zu ergreifen, das heisst strenge Hygienevorschriften einzuhalten und Stiefel, Kleidung und Händen zu desinfizieren. Diese Vorgaben gelten auch für externe Besucher.

Die Geflügelzüchter werden gebeten, den Gesundheitszustand ihres Geflügels aktiv zu überwachen und alle Tiere mit verdächtigen Symptomen dem Kantontierarzt zu melden.

Seit dem 1. Januar 2010 ist die Registrierung von Geflügelhaltungen obligatorisch. Dies gilt auch für Hobbyhaltungen. Professionelle oder Hobby-Geflügelhalter müssen ihren Bestand beim Amt für Landwirtschaft (LwA) anmelden. Sollten Sie Ihren Geflügelbestand noch nicht angemeldet haben, so bitten wir Sie, sich so bald als möglich mit dem LwA in Verbindung zu setzen (E-Mail: sagri@fr.ch / T: 026.305.23.00).

Die Gemeinden befinden sich Schaffausen, Basel-Land und Aargau
Agrandir Die Gemeinden befinden sich Schaffausen, Basel-Land und Aargau © Etat de Fribourg - Staat Freiburg - OSAV
Die Gemeinden befinden sich Schaffausen, Basel-Land und Aargau
Infografik Vogelgrippe
Agrandir Infografik Vogelgrippe © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
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