Bund und Kanton haben Regeln und Best Practices erlassen, um landwirtschaftliche Produktion und Gewässerschutz in Einklang zu bringen. Mit diesen Vorgaben soll verhindert werden, dass Stoffe wie Nitrat, Phosphor und Pflanzenschutzmittel durch Abschwemmung oder Auswaschung in Grundwasser, Seen und Flüsse gelangen.

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Hofdünger

Hofdünger
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Hofdünger

Zur Einhaltung der Umweltschutzvorschriften muss die Lagerung von Gülle, Mist und Silofutter sowie deren Verwendung optimal gehandhabt werden.

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Hofdünger - Vorschriften im Bereich des Gewässerschutzes

Pflanzenschutzmittel

Um den Umweltanforderungen zu genügen, müssen die Verwendung und Lagerung von Pflanzenschutzmitteln im Einklang mit der guten landwirtschaftlichen Praxis erfolgen.

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Pflanzenschutzmittel – Vorschriften im Bereich des Gewässerschutzes

Pflanzenschutzmittel
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Pflanzenschutzmittel

Abwasserbeseitigung

Entwässerung für Landwirtschaftsbetriebe
Agrandir Entwässerung für Landwirtschaftsbetriebe © 2011 - Amt für Umwelt - Staat Freiburg
Entwässerung für Landwirtschaftsbetriebe

Für Landwirtschaftsbetriebe gelten grundsätzlich dieselben Vorschriften für die Ableitung des Abwassers und Regenwassers wie für andere Liegenschaften.

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Gewässerraum

Das Amt für Umwelt ist derzeit dabei, für das gesamte Kantonsgebiet die Abgrenzung der Gewässerräume und die Festlegung der Baugrenzen abzuschliessen. Der genaue Verlauf dieser an Seen und Wasserläufen angrenzenden Korridore wird bald für den gesamten Kanton zur Verfügung stehen und schrittweise in die Ortspläne integriert werden. Die Gewässerräume unterliegen Einschränkungen bezüglich Bauten. Ausserdem ist in diesen lediglich eine extensive Bewirtschaftung zulässig. Die Einschränkungen bezüglich Bauten gibt es seit fast 20 Jahren, während die Einschränkungen bezüglich Bewirtschaftung in Absprache mit dem Amt für Landwirtschaft und Grangeneuve schrittweise eingeführt werden.

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Espace réservé, protection des eaux et biodiversité
Agrandir Espace réservé, protection des eaux et biodiversité © Alle Rechte vorbehalten
Espace réservé, protection des eaux et biodiversité

Laufhöfe und Weiden

Laufhöfe und Weiden
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Laufhöfe und Weiden

Ein regelmässiger Auslauf ist essenziell für das Wohlbefinden der Tiere. Um das Risiko von Nährstoffeinträgen in das Wasser zu begrenzen, müssen die folgenden Vorgaben eingehalten werden.

  • Weiden

    • Grosse, morastige oder vegetationsfreie Flächen werden vermieden.
    • Die Flächen sind ausgezäunt, neu angesät bzw. die Weideflächen werden regelmässig verlegt.
    • Den Durchgangsorten und den stationären Fress-/Tränkebereichen wird eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

    Permanent zugängliche Laufhöfe

    • Der Belag ist wasserdicht und hat keine sichtbaren Mängel.
    • Das Abwasser wird in die Güllegrube abgeleitet; kein Ablauf nach aussen.
    • Die für Pferde, Schafe, Ziegen und Geflügel permanent zugänglichen Laufhöfe sind befestigt. Eine Entwässerung durch Flächenversickerung oder breitflächig im angrenzenden Wiesland ist jedoch möglich.

    Übrige Laufhöfe

    • Kein Morast.
    • Kein direkter Abfluss in Grund- oder Oberflächengewässer (auf nahe gelegene Einlaufschächte, Grundwasserschutzzonen usw. achten).

    Tränken von Vieh in Fliessgewässern

    Generell ist das Tränken von Haustieren in Fliessgewässern verboten. Ausnahmen können gemacht werden, wenn eine technische Lösung mit vernünftigem Aufwand nicht realisierbar ist. Dafür muss beim Amt für Umwelt, Sektion Gewässer, ein Bewilligungsgesuch eingereicht werden; das Amt hört darauf die zuständigen staatlichen Dienststellen an. Die Bewilligung kann nur in Sömmerungsgebieten und nur unter bestimmten Bedingungen erteilt werden.

Andere Bauwerke im Zusammenhang mit Gewässern

Entwässerungsschächte, Einlaufschächte und Kontrollschächte zu eingedolten Gewässern auf der Landwirtschaftsfläche sind direkte Zugänge zu Gewässern.

 

Alle Zugänge zu Gewässern auf der Landwirtschaftsfläche sind so angeordnet oder geschützt, dass keine Nährstoffe oder Pflanzenschutzmittel (z. B. durch Abschwemmung) in die Gewässer gelangen können.

Andere Bauwerke im Zusammenhang mit Gewässern
Agrandir Andere Bauwerke im Zusammenhang mit Gewässern © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Andere Bauwerke im Zusammenhang mit Gewässern

Wasserentnahmen

Wasserentnahmen können kleinen und mittelgrossen Fliessgewässern schweren Schaden zufügen, insbesondere in Trockenperioden, wenn die vom Gewässer geführte Wassermenge gering und der Wasserbedarf für die Bewässerung der Kulturen hoch ist. Der Staat fördert und subventioniert den Bau von Bewässerungssystemen, die von Seen oder grossen Fliessgewässern gespeist werden, wo die Ressource auch bei trockenem Wetter ausreicht. Darüber hinaus ermutigt der Staat die Landwirtinnen und Landwirte, Bewässerungstechniken einzusetzen, die Abschwemmung und Auswaschung verhindern, wie etwa die Tröpfchenbewässerung.

Um die Ressource langfristig zu erhalten, ist die Wasserentnahme aus öffentlichen Gewässern genehmigungspflichtig.

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Wasserentnahme
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Wasserentnahme

Kontrollen für den Gewässerschutz

Kontrollen für den Gewässerschutz
Agrandir Kontrollen für den Gewässerschutz © Etat de Fribourg - Staat Freiburg
Kontrollen für den Gewässerschutz

Um die wichtigsten Risiken der Wasserverschmutzung zu begrenzen, werden in den landwirtschaftlichen Betrieben periodische Kontrollen durchgeführt. Pflanzenschutzmittel, Diesel, Hofdünger usw. dürfen nicht ins Grundwasser, in die Oberflächengewässer oder in die öffentliche Kanalisation gelangen; denn bereits geringste Mengen können gravierende Gewässerverschmutzungen verursachen.

Gewässermonitoring

Die Qualität der Freiburger Fliessgewässer und Seen wird regelmässig vom Amt für Umwelt untersucht. Während sich die Situation seit den 1980er-Jahren aus biologischer und morphologischer Sicht verbessert hat, gibt das Vorhandensein bestimmter Nährstoffe (insbesondere Phosphor) und von Pestiziden in bestimmten Wasserläufen und Seen weiterhin Anlass zur Sorge.

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Gewässermonitoring
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Gewässermonitoring

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