Wasser ist eine wertvolle Ressource, die einen sorgfältigen Umgang erfordert. Das kantonale Gesetz über die öffentlichen Sachen legt fest, dass Fliessgewässer, natürliche Seen, Staubecken und Wasserrückhaltebecken öffentliche Gewässer sind. Laut diesem Gesetz ist die Wasserentnahme aus öffentlichen Gewässern bewilligungspflichtig.

Wasserentnahme
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Mitteilung an die Nutzniesser einer Bewilligung zur Wasserentnahme

Dürrezustand – Oberflächengewässer
Verbot der Wasserentnahmen und Aufhebung der Bewilligungen zur Wasserentnahme

Meldung vom Montag, 7. Oktober 2019                

Das Verbot für Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern ist seit dem 9. Juli 2019 in Kraft. Es betrifft sämtliche Oberflächengewässer des Kantons mit Ausnahme der Saane, des Broyekanals, des Grand Canal sowie des Greyerzer-, Schiffenen-, Murten- und Neuenburgersees.

Aufgrund der aktuellen hydrologischen  Bedingungen und der Wettervorhersage, können die Wasserentnahmen aus allen Oberflächengewässern vorübergehend bewilligt werden, ausser für die Bibera welche weiterhin sehr tiefe Abflussmengen aufweisen. Für die interkantonalen Gewässer erfolgt diese Massnahme in Absprache mit den zuständigen Waadtländer und Berner Behörden.

In begründeten Fällen können Ausnahmebewilligungen beim Amt für Umwelt, Sektion Gewässer, unter der Nummer 026 305 37 60 oder per Email unter der Adresse jean-claude.raemy@fr.ch (mit Kopie an alexandre.fahrni@fr.ch) beantragt werden. Die entsprechenden Gesuche müssen alle Angaben enthalten welche im „Merkblatt für Ausnahmebewilligungen“ aufgelistet sind, welches den Nutzniesser einer Bewilligung zugestellt wurde und auf dieser Seite verfügbar ist (siehe unter „Dokument“).

Diese Information ist gültig bis Montag, 14. Oktober 2019 um 16 Uhr und wird dann aktualisiert.

Gesuche um Bewilligung

Das Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer schreibt vor, dass Wasserentnahmen aus Fliessgewässern mit ständiger Wasserführung bewilligungspflichtig sind. Eine solche Bewilligung kann unter der Voraussetzung erteilt werden, dass die Mindestrestwassermenge zu keinem Zeitpunkt unterschritten wird.

Gesuche um Bewilligung von Wasserentnahmen aus öffentlichen Gewässern sind an das Amt für Umwelt, Sektion Gewässer zu richten. Inhaber einer Bewilligung haben eine Nutzungsgebühr zu entrichten, deren Höhe in der Verordnung über die Gebühren und Abgaben für die Benützung der öffentlichen Sachen festgelegt wird.

Das zuständige Amt achtet auf eine ausgewogene und sinnvolle Nutzung der Wasservorkommen. Wasserentnahmen zu Ernährungszwecken haben jederzeit Vorrang vor Wasserentnahmen für sonstige Zwecke. Ferner hat das zuständige Amt auf die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften im Zusammenhang mit Wasserentnahmen zu achten, wie sie im Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer oder im Bundesgesetz über die Fischerei festgeschrieben sind. Während Trockenperioden kann das zuständige Amt die Wasserentnahmebewilligungen vorübergehend aussetzen oder andere dem Gewässerschutz dienende Massnahmen anordnen.

Kontakt

Amt für Umwelt, Sektion Gewässer

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