Im Kanton Freiburg fliessen die Oberflächengewässer über rund 3700 km, verteilt auf zwei Haupteinzugsgebiete, die in die Rhône bzw. in den Rhein münden und 13 verschiedene Seen durchfliessen. Darunter sind vier Seen von grösserer Bedeutung: der Murtensee, der Neuenburgersee, der Greyerzersee und der Schiffenensee. Die Oberflächengewässer und deren Uferbereiche gehören zu den öffentlichen Gewässern des Kantons. Wasserbaumassnehmen und der Unterhalt der Gewässer fallen in die Zuständigkeit der Gemeinden, doch auch der Staat Freiburg trägt dazu bei, dass alle von den Vorzügen des Wassers profitieren können. Ziel einer ausgewogenen und nachhaltigen Gewässerbewirtschaftung muss es sein, die Ressource zu erhalten, ihre Nutzung zu fördern und den Schutz vor Naturgefahren zu gewährleisten. Gleichzeitig gilt es, sich dabei an den Klimawandel anzupassen.
Qualität der Fliessgewässer und Seen
Fliessgewässer und Seen gelten als schützenswerte Lebensräume, die nicht nur aus dem Wasser selbst bestehen, sondern auch aus dem Flussbett bzw. dem Seegrund, den Uferbereichen, sowie der Fauna und Flora. Das Amt für Umwelt überwacht die Qualität der Fliessgewässer und Seen, um einen nachhaltigen Schutz dieser Ressource zu gewährleisten.
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Renaturierung der Gewässer
Renaturierung bedeutet, Gewässer und ihre Ökosysteme, die durch menschliche Eingriffe beeinträchtigt wurden, wiederherzustellen. Das Ziel ist es, die natürliche Dynamik der Gewässer zurückzubringen, die Wasserqualität, die Biodiversität und den Hochwasserschutz zu verbessern.
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Wasserstände, Temperaturen und Abflüsse der Fliessgewässer und Seen
Die Erfassung und Verarbeitung hydrometrischer Daten ist eine wesentliche Aufgabe bei der Gewässerbewirtschaftung im Allgemeinen und insbesondere beim Management der Niedrigwassermengen und beim Hochwasserschutz. Anhand der Beobachtungsreihen lässt sich die Entwicklung der Abflussmengen und deren Veränderungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel, verfolgen.
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Nutzung der öffentlichen Gewässer
Gemäss dem Gesetz über die öffentlichen Sachen stellt der Kanton Bewilligungen und Konzessionen für die Nutzung der öffentlichen Gewässer aus. Dabei achtet er auf eine den Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechende Wassernutzung und sorgt gleichzeitig für den Erhalt oder die Wiederherstellung des natürlichen Zustands der Gewässer.
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Hochwasserschutz
Hochwasser von Fliessgewässern können eine Bedrohung für Menschen oder Güter darstellen. Die Politik des Kantons zielt darauf ab, die potenziellen Schäden auf ein akzeptables Niveau zu senken. Auf dem Kartenportal verfügbare Karten zeigen, welche Gebiete potenziell von einer Naturgefahr betroffen sind.
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Aufgaben des Amtes für Umwelt, Sektion Gewässer
- Untersuchung der Gewässerdynamik und -morphologie
- Messung, Berechnung und Prognose der Abflussmengen
- Erstellung und Aktualisierung von Gefahrenkarten im Zusammenhang mit den Gewässern
- Festlegung und Überwachung der rechtlichen Regelung und Umsetzung des Gewässerraums
- Ausarbeitung der Planung der Revitalisierung von Fliessgewässern und Seen
- Überwachung und Subventionierung des Wasserbaus und des Gewässerunterhalts (Hochwasserschutz und Revitalisierung der Gewässer)
- Überwachung der Sanierung der Wasserentnahmen im Hinblick auf die Wasserkraftnutzung (Restwassermengen, Geschiebehaushalt, Schwall-Sunk-Betrieb, Koordination mit der Fischwanderung)
- Bewirtschaftung der öffentlichen Gewässer und Gewässerpolizei
- Überwachung der Signalisation der Schifffahrtswege
- Bewilligung von Wasserentnahmen aus Oberflächengewässern
- Bewilligung von Anlegeplätzen auf den Gewässern
- Integration der Gewässerbewirtschaftung in die Raumplanungsinstrumente
Aufgaben des Amtes für Umwelt, Sektion Gewässerschutz
- Aufsicht und Kontrolle der Qualität der Oberflächengewässer (Hydrobiologie, Chemie)
- Ermittlung der Ursachen direkter und diffuser Verschmutzungen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden
- Bewertung der Auswirkungen von Einleitungen in die Gewässer
- Erarbeitung der regionalen Massnahmenpläne
- Bewilligung von Einleitungen in die Gewässer
- Überwachung der Massnahmen zur Beseitigung direkter und diffuser Verschmutzungen
- Unterstützung der Einsatzkräfte bei Gewässerverschmutzungen.