Wenngleich bestimmte Gleichstellungswerte statistisch nur schwer erfassbar sind, bieten die vom SDA bereitgestellten Daten wertvolle Einblicke in die Kluft zwischen Frauen und Männern in der Berufswelt im Kanton Freiburg. Das GFB fasst die Herausforderungen hinter den Statistiken nach jedem Thema (nachfolgend aufgeführt) zusammen.
Ausbildung und Berufswahl
- Schüler/innen sowie Studierende nach Bildungsgang
- Lernende in der beruflichen Grundbildung nach Ausbildungsbereich
- Verteilung von erwerbstätigen Frauen und Männern nach Wirtschaftszweig
Erwerbsmodell und Beschäftigungsgrad
- Erwerbstätige nach Beschäftigungsgrad
- Erwerbsmodelle in Paarhaushalten mit Kindern unter 25 Jahren
- Erwerbsmodelle in Paarhaushalten
Lohn und beruflicher Status
- Bruttomonatslohn im Privatsektor
- Verteilung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Privatsektor nach Lohnklassen
- Erwerbstätige nach Erwerbsstatus
Schon gewusst?
Laut der Weltgesundheitsorganisation bezeichnet der Begriff «Gender» die sozial festgelegten Rollen, Verhaltensweisen, Aktivitäten und Eigenschaften, welche die Gesellschaft Frauen und Männern zuschreibt.
Geschlechterstereotypen sind vorgefasste Meinungen, die Frauen und Männern willkürlich bestimmte, durch ihr Geschlecht begrenzte Rollen zuweisen. Diese Stereotypen können zu Diskriminierungen im beruflichen Umfeld führen. Hier sind zwei Beispiele:
| \ | Stereotyp | Vorurteil | Diskriminierung |
|---|---|---|---|
| Mädchen | «Mädchen sind ruhig und zurückhaltend.» | «Weil Mädchen ruhig und zurückhaltend sind, können sie keine guten Chefinnen sein.» | «Ich werde keine Frau als Chefin einstellen, da sie zu ruhig und zu zurückhaltend ist.» |
| Jungen | «Jungen sind unabhängig und nicht sehr emotional.» | «Weil Jungen unabhängig und nicht sehr emotional sind, können sie keine guten Kleinkindererzieher sein.» | «Ich werde keinen Mann als Kleinkindererzieher einstellen, da er zu unabhängig und zu wenig emotional ist.» |
Derzeit sind in der Schweiz nur zwei Geschlechter offiziell anerkannt: Frau und Mann. Es gibt keine Anerkennung eines dritten Geschlechts wie in einigen anderen Ländern. Konkret bedeutet dies, dass in offiziellen Dokumenten und bei offiziellen Institutionen, beispielsweise dem Zivilstandsamt, nur zwei Kästchen zum Ankreuzen angeboten werden: Frau und Mann. Offizielle Statistiken beziehen sich deshalb nur auf Frauen und Männer.