Eine Tierseuche ist eine Krankheit, die plötzlich eine grosse Anzahl von Tieren in einer bestimmten Region befällt. Für Tiere entspricht es dem, was eine Epidemie für den Menschen ist. Zoonosen sind Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen übertragen werden können.

Das Photo zeigt Hühner in einem Hühnerstall
Bekämpfung Tierseuchen © Alle Rechte vorbehalten - Pixabay/CCO

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Tierseuchen

Eine Tierseuche ist eine Krankheit, welche meist plötzlich eine grössere Gruppe von Tieren in einer gegebenen Region befällt. Es handelt sich hierbei in der Regel um Krankheiten, welche vom einzelnen Tierbesitzer nicht verhindert werden können. Tierseuchen können, im Zusammenhang mit dem Tod von Tieren, erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen, aber auch infolge von Verlusten in der tierischen Produktion (z.B. Rückgang der Milchproduktion, der Eierproduktion, usw.). Sie können Ursache von strengen Einschränkungen im Verkehr mit Tieren oder Tierprodukten sein, wenn das Aufkommen einer Tierseuche in einem Land die Schliessung der Grenzen erfordert. Aus diesem Grund sind viele Tierseuchen Gegenstand von Bekämpfungs- oder Vorsorgemassnahmen, welche auf internationaler Ebene beschlossen wurden.
Quelle : Terminologie der Homepage des BLV

Die Bekämpfung von Tierseuchen stützt sich prinzipiell auf zwei Säulen: die Sanierung eines Krankheitsherdes durch verschiedene Massnahmen und die Prävention anhand von Kampagnen und Stichprobenprogrammen, deren Ziel ist zu beweisen, dass die Herden frei von den überwachten Krankheiten sind.

In der Schweiz sind Tierseuchen in vier Kategorien eingeteilt:

  • Hochansteckende Tierseuchen: Sie sind wegen Ihrer überaus raschen Ausbreitung besonders gefährlich. Sie haben umfangreiche sozio-ökonomische und gesundheitliche Konsequenzen. Die Bekämpfungsmassnahmen werden durch das Bundesamt für Veterinärwesen koordiniert und die Verluste werden bis zu 90% des Einschätzungswertes entschädigt.
  • Auszurottende Tierseuchen: Dies sind Krankheiten, die mit Hilfe von aufwändigen Programmen auf nationaler Ebene bekämpft werden, um diese völlig vom Landesgebiet auszumerzen. Auch Krankheiten, die nie in unsern Nutztierpopulationen aufgetreten sind, zählen zu dieser Gruppe.
  • Zu bekämpfende Tierseuchen: Das Ziel ist hier, diese Krankheiten unter Kontrolle zu halten und die befallenen Einzeltiere zu eliminieren. Die zuständigen Behörden können Impfungen oder vorsorgende Massnahmen anordnen. Die Bekämpfung zielt auf eine Schadensbegrenzung ab.
  • Zu überwachende Tierseuchen: Diese Tierseuchen sind der Meldepflicht unterworfen. Gezielte Bekämpfungsmassnahmen sind keine vorgesehen. Die Informationen über das Auftreten dieser Krankheiten sind Entscheidungshilfen für eine mögliche spätere Bekämpfung.

 

Zoonosen

Zoonosen sind Krankheiten, die vom Tier auf den Menschen, oder umgekehrt, übertragen werden können. Die Menschen infizieren sich mit Krankheitserregern durch den direkten Kontakt mit verseuchten Tieren oder durch den Genuss von verseuchten Lebensmitteln tierischer Herkunft.
 

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