19. Dezember 2019 -17h04

Die Kontrolleure der freiburgischen Vereinigung der umwelt- und tiergerecht produzierenden Landwirte haben sich kürzlich weitergebildet. Dieses jährliche Treffen, an dem das Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen beteiligt war, trägt insbesondere dazu bei, ein gemeinsames Verständnis der gesetzlichen Anforderungen an den Tierschutz zu erreichen.

Raum wo die Ausbildung der FIPO stattgefunden hat
Raum wo die Ausbildung der FIPO stattgefunden hat © Alle Rechte vorbehalten - Angélique Rime

Die Fragen lassen nicht lange auf sich warten. Frau Dr. Jeannette Muntwyler, Leiterin der Sektion Tierschutz beim Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW), hat ihre Erläuterungen zu den neuen Vorschriften, die ab 1. Januar 2020 die Schaf- und Ziegenhalter betreffen, noch nicht beendet, werden bereits in der Versammlung der rund dreissig Kontrolleuren der freiburgischen Vereinigung der umwelt- und tiergerecht produzierenden Landwirte (FIPO) die ersten Hände aufgestreckt. Die jährliche Weiterbildung fand am Donnerstag, 19. Dezember 2019 auf Französisch und am Montag, 16. Dezember 2019 auf Deutsch, in der Aula des Mésanges, im landwirtschaftlichen Institut Grangeneuve, statt.

Seit 2012 müssen die Kontrolleure der FIPO eine vom Bund geforderte und durch Prüfungen abgeschlossene Qualifikationsausbildung für amtliche Fachassistenten absolvieren; das LSVW und die FIPO bürgen für die Qualität und Professionalität der ausgebildeten Kontrolleure. Daher ist das Hauptziel dieses Treffens die Schulung und der Austausch für ein gemeinsames Verständnis der aktuellen Gesetzgebung im Bereich des Tierschutzes. Das LSVW beauftragt die FIPO mit der Durchführung von Kontrollen im Zusammenhang mit dem Tierschutz im Kanton Freiburg. Im Jahr 2019 wurden im Auftrag des Amtes 702 Inspektionen von FIPO-Kontrolleuren durchgeführt. "Ihre Arbeit ist wichtig für uns", bedankte sich Jeannette Muntwyler.

Wissen auffrischen und Klarstellungen sind willkommen

Der Vormittag wird mit einer vom LSVW konzipierten praktischen Übung fortgesetzt. Die Teilnehmer werden gebeten, die Sauberkeit einer Reihe von Tieren zu beurteilen, deren Bilder auf eine große Leinwand projiziert werden. Sie haben sieben Sekunden Zeit, um das Bild zu studieren und eine Wertung zwischen 1 und 9 zu setzen, die für sie den Sauberkeitszustand des Tieres darstellt. "Diese Art von Übung ist eine gute Möglichkeit um festzustellen, wie die Kontrolleure bestimmte Fälle beurteilen. So können sie die Professionalität ihres Vorgehens verfeinern", erklärt Luc Jallon, Sektorchef des Haltung-Tierschutzes beim LSVW.

Was die Teilnehmer anbelangt, so schätzen sie den Raum für den Austausch zwischen den Kontrolleuren, der durch diese Weiterbildung geboten wird, die Vertiefung bestimmter Themen sowie das Auffrischen des Wissens und die Klarstellungen, die laut einem der Teilnehmer "immer willkommen" sind.