Der Wasserhaushalt in der Schweiz verändert sich somit grundlegend. Während die jährlichen Abflussmengen aus den Bergen stabil bleiben, nehmen die saisonalen Schwankungen zu.
Der Klimawandel hat bereits erhebliche Auswirkungen auf die Abflussmengen und die Wasserressourcen in der Schweiz.
Der Wasserhaushalt in der Schweiz verändert sich infolge des Klimawandels grundlegend. Dieser wirkt sich in zweierlei Hinsicht auf den Wasserhaushalt aus: Einerseits verändert er die saisonale Verteilung, andererseits lässt er die Lufttemperatur ansteigen. Für die Zukunft wird ein Rückgang der Niederschläge im Sommer und ein Anstieg im Winter prognostiziert. Zudem führt der Temperaturanstieg zu einer erhöhten Wasserverdunstung. Folglich steigt der Bewässerungsbedarf, insbesondere in Zeiten, in denen der natürliche Wasserabfluss am geringsten ist. Das Wasser muss daher gespeichert werden, damit es zum richtigen Zeitpunkt verfügbar ist; dies kann in grossen natürlichen Gewässern, Staudämmen oder lokalen künstlichen Reservoirs geschehen. Die Landwirtschaft ist auf eine zuverlässige Wasserversorgung angewiesen, um weiterhin nachhaltig produzieren zu können.
Bewässerung und die dazugehörigen Instrumente für Management und Entscheidungsfindung
Wir unterstützen Landwirte mit Beratung und finanziellen Hilfen für Bewässerungsprojekte im Rahmen von Strukturverbesserungen. So können sie eine effiziente Bewässerung planen und umsetzen, um die Herausforderungen des Klimawandels erfolgreich zu meistern. Im Rahmen des Klimaplans können Betriebe bis Ende 2026 weiterhin finanzielle Unterstützung für das GPS-gestützte Bewässerungsmanagementsystem «Raindancer» erhalten, und verschiedene Management- und Entscheidungshilfen werden von Grangeneuve in Zusammenarbeit mit der HAFL Zollikofen bereitgestellt.Unsere Aktivitäten im Bereich der Bewässerung sind in der folgenden Tabelle dargestellt.
Ein Sonden-Netzwerk zur Überwachung des Bodenwasserhaushalts
Im Rahmen des Nationalen Bewässerungsnetzes, installieren wir kapazitive Sonden auf rund 50 Parzellen mit Kartoffel- und Gemüseanbau im Kanton Freiburg. Diese messen kontinuierlich den Wasserhaushalt des Bodens, seine Temperatur sowie die Wasserzufuhr (Niederschläge und Bewässerung). So ermöglichen sie eine gezielte und effiziente Bewässerung.
Ein Bewässerungsbericht auf der Grundlage wöchentlicher Feldbeobachtungen
Im Rahmen eines vom BLW mitfinanzierten und von der HAFL geleiteten Beratungsprojekts (2024–2026) haben wir in Zusammenarbeit mit dem Kanton Waadt zur Entwicklung und regelmässigen Veröffentlichung von Bewässerungsberichten für drei verschiedene Regionen beigetragen. Ziel dieser Berichte ist es, den Landwirten zu helfen, ihre Bewässerungsentscheidungen auf der Grundlage präziser und praxisrelevanter Informationen zu treffen. Diese stammen von Referenzparzellen, auf denen wöchentlich Beobachtungen durchgeführt werden, ergänzend zu den automatischen Messungen der Sonden; dabei werden insbesondere der Zustand der Kulturen und die Wurzeltiefe erfasst.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
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