Ausgangslage klären
Am Anfang steht nicht dir Art der Zusammenarbeit, sondern die gemeinsame Motivation und die gemeinsamen Ziele. Dabei ist es wichtig, dass die Erwartungen an die Zusammenarbeit ähnlich sind und Risiken ausgelotet werden.
Wichtig ist auch die Wahl des Partners: Es muss sowohl fachlich als auch menschlich passen.
Wenn möglich, sollten auch die Partner und Partnerinnen der Betriebsleitenden in die Diskussionen miteinbezogen werden.
Die Beratung begleitet Sie durch diesen Prozess und unterstützt Sie dabei, die richtige Zusammenarbeitsform zu finden, die für Sie und Ihre Ziele passt.
Möchten Sie sich darüber informieren, welchen Einfluss eine bestimmt Zusammenarbeitsform auf Ihre Eigenständigkeit hat, wie einfach sie sich umsetzen lässt, ob eine schrittweise Erprobung möglich ist und welchen Nutzen sie bietet? Agripedia gibt Ihnen Auskunft darüber, wie sich eine Zusammenarbeit auf verschiedene Schlüsselfaktoren auswirkt: Die wichtigsten Schlüsselfaktoren für Zusammenarbeitsformen – Überbetriebliche Zusammenarbeit
Konkretisierung der Zusammenarbeit
- Im zweiten Schritt wird die Zusammenarbeit konkretisiert:
- Termine: Start der Zusammenarbeit, Vertragsdauer, Kündigungsfrist
- Was wird in die Gemeinschaft eingebracht und Schätzungen der in die Gemeinschaft einzubringenden Güter (Maschinen, Vieh, Vorräte)
- Organisation der Arbeit, Verantwortlichkeiten
- Ferien, Krankheit, Stellvertretung
- Entscheidungsbefugnisse
- Budget
- Höhe der Entschädigungen für Land und Gebäude
- Investitionen und Abschreibungen
- Umgang mit dem Eigenkapital
- Verteilschlüssel des Gewinns
- Veränderung der Gemeinschaft, Auflösung
- Umgang mit Konflikten
Lassen Sie sich von einer Beratungsperson durch diesen Prozess begleiten und einen auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Vertragsentwurf ausarbeiten.
Vertragsabschluss
Anschliessend werden die diskutieren Punkte in einen Vertrag gegossen, der unterschrieben wird.
Betriebsgemeinschaften und Betriebszweiggemeinschaften müssen anschliessend in Grangeneuve vom Sektor Direktzahlungen anerkannt werden. Der Stichtag dazu ist der 1. Mai.
Start der Zusammenarbeit
Zum Beginn der Zusammenarbeit wird das Inventar für die Eröffnungsbilanz festgestellt und die Zusammenarbeit startet.
Wichtig ist es, sich in der Startphase regelmässig auszutauschen, um eine gute Zusammenarbeit zu entwickeln. Hilfreich ist in dieser Zeit auch die Einplanung von Meilensteinsitzungen nach einigen Monaten, um die Arbeitsweise, Organisation und Kommunikation gezielt weiterzuentwickeln.
Das Beratungsteam von Grangeneuve moderiert diese Sitzungen auf Wunsch gerne für Sie.
Während der Zusammenarbeit
Eine Zusammenarbeit ist kein statisches Konstrukt. Daher lohnt es sich, sie regelmässig zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.
- Stimmen Aufwand und Ertrag noch?
- Passt die Aufgabenverteilung?
- Wie zufrieden sind die Beteiligten?
- Müssen Verträge angepasst werden?
Ziehen Sie hier bei Bedarf wieder eine Beratungsperson bei.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
T +41 26 305 58 00grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch