Milchviehhaltung
Seit 2003 gilt der Bio‑Schulbauernhof als Referenz im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft. Er ist nach Bio Suisse (Knospe) zertifiziert und erfüllt die Anforderungen des Labels QM‑Schweizer Fleisch. Die Milchproduktion basiert auf Vollweidehaltung, die typisch für die Landwirtschaft im Süden des Kantons Freiburg ist. Die Herde von 85 Swiss Fleckvieh‑Kühen produziert jährlich rund 500’000 kg silofreie Milch, die zur Verarbeitung bestimmt ist. Die Leistungen erreichen 6’400 kg Milch pro Kuh, mit einem Gehalt von 4,0 % Fett und 3,2 % Eiweiss.
Jedes Jahr vermarktet der Bio‑Schulbauernhof rund 25 Rinder im Direktverkauf und garantiert damit lokales, rückverfolgbares und hochwertiges Fleisch. Zudem werden etwa zwanzig Tiere an Privatpersonen zur Aufzucht abgegeben, wodurch die Nachhaltigkeit der regionalen landwirtschaftlichen Strukturen unterstützt wird. Darüber hinaus verbringen rund vierzig Rinder jeden Sommer die Alpweidezeit auf den Alpen des Petit‑Mont und tragen so zur Pflege der Kulturlandschaft sowie zur Weiterführung einer wichtigen Tradition bei.
Der Bio‑Schulbauernhof arbeitet eng mit Agroscope Posieux im Rahmen angewandter Forschungsprojekte in der Tierproduktion zusammen. Die Betreuung der Milchviehherde erfolgt in Partnerschaft mit der Vetsuisse‑Fakultät der Universität Bern und bietet ein praxisnahes und qualitativ hochwertiges Lernumfeld für die Ausbildung zukünftiger Tierärzte und Tierärztinnen.
Schweinehaltung
Die Schweinehaltung des Bio‑Schulbauernhofs ist vollständig in ein Konzept einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Produktion eingebettet. Der Betrieb nimmt aktiv am SuisSano‑Programm teil, das auf eine Reduktion des Antibiotikaeinsatzes abzielt, sowie am Schweinegesundheitsdienst (SGD), der tiergerechte Haltungsbedingungen und die Produktion von Lebensmitteln von hoher Qualität gewährleistet.
Die Schweinehaltung verfügt über 320 Plätze und ermöglicht eine jährliche Produktion von rund 1’000 Schweinen. Die Tiere werden nach nachhaltigen Fütterungsprinzipien und unter strenger gesundheitlicher Betreuung gehalten, im Einklang mit den anspruchsvollsten Standards der Schweizer Schweinebranche.
Die Bio‑Schulbauernhof arbeitet eng mit Agroscope Posieux im Rahmen angewandter Forschungsprojekte in der Tierproduktion zusammen.
Pflanzenproduktion
Die Pflanzenproduktion des Bio‑Schulbauernhofs von Sorens basiert hauptsächlich auf natürlichen Wiesen und wird durch verschiedene biologische Kulturen ergänzt. Dieses Zusammenspiel fördert eine ausgewogene Bodenbewirtschaftung, den Erhalt der Biodiversität und eine nachhaltige Fruchtfolge der Weiden. Die Hauptkulturen, die sich auf rund 10 Hektaren verteilen, umfassen Mais, Weizen, Dinkel sowie eine Mischkultur aus Erbsen und Leindotter.
Zu den umgesetzten innovativen Ansätzen gehören Futterhecken, die in Zusammenarbeit mit Agroscope Posieux angepflanzt und betreut werden. Der Bio‑Schulbauernhof stellt zudem seine Parzellen für die Entwicklung und Erprobung eines Prototyps zur Bekämpfung von Ampfer (Blacken) mit einer elektrischen Gabel zur Verfügung, ein Projekt, das von Fribourg Agri\&Food unterstützt wird.
Das gesamte Tätigkeitsfeld widerspiegelt den Willen des Schulbauernhofs von Sorens, Ausbildung, Innovation und Nachhaltigkeit eng miteinander zu verknüpfen und gleichzeitig die Verbindung zwischen angewandter Forschung und landwirtschaftlicher Praxis im Dienste der Landwirtschaft von morgen zu stärken.
landwirtschaftlicher Nutzfläche
von Wiesen
von Ackerland