Der Schulobstgarten von Grangeneuve in Posieux erstreckt sich über eine Fläche von 38 Aren und wurde 1993 angelegt. Er beherbergt eine grosse Vielfalt an Früchten: Äpfel, Birnen – darunter Poires à Botzi AOP (Büschelibirnen) –, Kirschen, Zwetschgen sowie Beeren. Dieser Bereich vereint Produktion, Experimentiermöglichkeiten und Ausbildung und macht den Obstgarten zu einem bevorzugten Ort für Beobachtung, Lernen und Weiterbildung.
Als echtes Freiluftlabor ermöglicht er das Testen neuer Sorten, die Bewertung ihrer Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und klimatischen Bedingungen sowie die Weiterentwicklung der Anbau-, Schnitt- und Pflanztechniken.
Der Schulobstgarten dient zudem als praktisches Übungsfeld für Unterricht und Weiterbildung. Die Lernenden entdecken dort die Welt des Obstbaus und entwickeln Kompetenzen, die direkt in die Praxis übertragen werden können, wodurch die Verbreitung nachhaltiger und innovativer Praktiken gefördert wird.
Durch seine pädagogische und experimentelle Ausrichtung trägt der Schulobstgarten von Grangeneuve aktiv zur Erhaltung der Obstvielfalt und zum Wissenstransfer im Dienste des Freiburger und Westschweizer Obstbaus bei.
Strategien zum Schutz vor Krankheiten und Schädlingen im Obstbau
Der Pflanzenschutz im Schulobstgarten basiert auf den Grundsätzen des integrierten Pflanzenschutzes (IP). Seit 2015 wird die Methode zur Stimulierung der natürlichen Abwehrkräfte der Pflanzen angewendet, um rückstandsfreie Früchte mit ausgezeichneter Handels- und Geschmacksqualität zu gewährleisten.