Die Ausarbeitung dieser Strategie ist eine Reaktion auf die Entwicklungen im Kanton: Bevölkerungswachstum, Alterung der Bevölkerung, wirtschaftliche und touristische Entwicklung, Zunahme der Freizeitmobilität, aber auch klimatische und ökologische Herausforderungen. Angesichts dieser Herausforderungen zielt die Strategie darauf ab, die Erreichbarkeit des Kantons zu gewährleisten und gleichzeitig effiziente, nachhaltige und an die Bedürfnisse der Bevölkerung angepasste Mobilitätslösungen zu fördern.
Vier Hauptschwerpunkte
Die Strategie stützt sich auf vier Hauptschwerpunkte: eine bessere Koordination von Raumplanung und Mobilität, die Förderung der Verlagerung des Verkehrsaufkommens auf sanfte Mobilität und den öffentlichen Nahverkehr, die Vernetzung der verschiedenen Mobilitätsformen sowie die Eindämmung der Auswirkungen des Verkehrsaufkommens auf die Umwelt, das Territorium und die Lebensqualität.
Sie berücksichtigt zudem die unterschiedlichen Gegebenheiten der verschiedenen Raumtypen im Kanton. In den am dichtesten besiedelten Gebieten besteht das Ziel darin, die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs und der aktiven Mobilität zu stärken. In weniger dicht besiedelten Gebieten legt sie den Schwerpunkt auf eine bessere Komplementarität zwischen den verschiedenen Verkehrsträgern und auf Lösungen, die an die lokalen Gegebenheiten angepasst sind.
Die Strategie dient als Referenzrahmen für die künftige kantonale Mobilitätsplanung. Sie gewährleistet ein kohärentes und koordiniertes Vorgehen zwischen dem Kanton, den Gemeinden, den Regionen und den anderen beteiligten Partnern.
Umsetzung und Monitoring
Die Umsetzung der Strategie erfolgt schrittweise mithilfe sektoraler Planungsinstrumente. Zu den laufenden Arbeiten zählen insbesondere die Überarbeitung des Sachplans für den öffentlichen Strassenverkehr, des kantonalen Velowegenetzes, des Mountainbike-Plans, des Plans für die offiziellen Freizeitrouten sowie des Sachplans für multimodale Verkehrsplattformen. Allfällige Anpassungen des kantonalen Richtplans erfolgen gemäss den dafür vorgesehenen Verfahren. Die Strategie wird zu Beginn jeder Legislaturperiode aktualisiert werden.
Um die Erreichung der Ziele sicherzustellen, wird das Amt für Mobilität (MobA) alle fünf Jahre, zwischen der Mitte und dem Ende der Legislaturperiode, einen Fortschrittsbericht erstellen. Dieser Bericht wird die allgemeine Entwicklung des Mobilitätssystems sowie den Stand der Umsetzung der sektoralen Strategien analysieren.
Nächste Schritte
Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 2. Dezember 2026. Die Gemeinden, Regionen, Verbände sowie die gesamte Bevölkerung sind eingeladen, sich mit dem Entwurf vertraut zu machen und ihre Anmerkungen vor dessen Verabschiedung durch den Staatsrat einzureichen.