Der Vorfall ereignete sich Ende September 2025 auf der Autobahn A12 zwischen Châtel-St-Denis und Vaulruz. Die rechte Fahrspur war aufgrund von Unterhaltsarbeiten für den Verkehr gesperrt. Der Automobilist beachtete die Signalisation nicht und überfuhr die Leitkegel, um auf der gesperrten Fahrspur zu fahren. Ein Strassenwärter, der dort mit der Reinigung der Fahrbahn beschäftigt war, musste sich schnell zur Seite begeben, um nicht vom Fahrzeug erfasst zu werden.
Der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Freiburg von Anfang Dezember ist inzwischen rechtskräftig, weil der fehlbare Automobilist auf einen Weiterzug verzichtete.
Zunehmende Problematik
Dieser Fall unterstreicht die zunehmende Problematik der Ungebührlichkeiten gegenüber StrassenwärterInnen. Das Tiefbauamt des Kantons Freiburg (TBA) verzeichnet häufig Vorfälle von Beleidigungen, groben Gesten, Drohungen und Gefährdungen während der Ausübung von Strassenunterhaltsarbeiten. Solche Handlungen sind inakzeptabel und bedrohen die Sicherheit der Mitarbeitenden, die mit grosser Sorgfalt für die Sicherheit unserer Strassen sorgen.
Das TBA fördert deshalb das konsequente Melden strafbarer Handlungen durch seine Mitarbeitenden. Dies ist entscheidend, um das Recht der Strassenarbeiter auf Respekt und Wertschätzung zu betonen und die Schutz- und Präventionsmassnahmen zu verstärken. Die Mitarbeitenden erhalten dabei umfassende Unterstützung durch ihren Arbeitgeber, einschliesslich rechtlicher Beratung und Begleitung bei Anhörungen.
Eindringlicher Appell an die Verkehrsteilnehmenden
Der Kanton Freiburg bekräftigt damit seine Nulltoleranzpolitik gegenüber Ungebührlichkeiten im Strassenverkehr. Alle Verkehrsteilnehmenden werden eindringlich gebeten, Vorsicht und Respekt gegenüber dem Strassenunterhaltspersonal und dessen Arbeit walten zu lassen. Rücksichtsloses und aggressives Verhalten wird nicht toleriert und mit der vollen Härte des Gesetzes verfolgt. Das vorliegende Urteil dient als Beleg dafür, dass die Sicherheit und Würde der StrassenwärterInnen oberste Priorität haben.