Die Nationale Drehscheibe Ammoniak verbindet Beratung und Forschung, um Bau- oder Umbaumassnahmen in Ställen zu begleiten.
Ammoniak kurz erklärt
Ammoniak entsteht, wenn Urin mit Kot in Kontakt kommt. Kot enthält Bakterien, die das Enzym Urease produzieren – welches Harnstoff in Ammoniak umwandelt.
Was ist die Nationale Ammoniak-Plattform?
Die Plattform entstand aus einem Projekt zur Reduktion von Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft. Sie vernetzt Praxis, Vollzug, Forschung und Beratung.
Zu den Partnern zählen unter anderem Agroscope, BLW, BAFU und HAFL.
Die Empfehlungen der Plattform sind wissenschaftlich fundiert und wurden von allen Beteiligten abgestimmt.
Massnahmen zur Reduktion von Ammoniak
Der Fokus der Massnahmen liegt vor allem auf der Gestaltung der Haltungssysteme. Diese reduzieren nicht nur die Emissionen, sondern verbessern auch die Tiergesundheit.
- Integrierte Auslaufflächen: verringern verschmutzte Flächen, die Baufläche und die Kosten.
- Erhöhte Fressplätze: reduzieren verschmutzte Flächen und verhindern, dass Kühe beim Fressen durch die Mistentsorgung gestört werden.
- Optimierung der Stickstoffration: Eine bessere Stickstoffnutzung im Futter senkt den Harnstoffgehalt im Urin und damit die Emissionen.
Alle Massnahmen für Rinder, Schweine und Geflügel finden Sie auf der Homepage der Drehscheibe.
Finanzielle Unterstützung
Einige Massnahmen werden vom Bund und den Kantonen finanziell gefördert.Die entsprechenden Beiträge sind in der Verordnung über Strukturverbesserungen (Art. 3) aufgeführt.
Baucoaches der Nationalen Drehscheibe
In der ganzen Schweiz stehen sechs Baucoaches zur Verfügung, die bei der Planung von Projekten mit Ammoniak-reduzierenden Massnahmen unterstützen. Die ersten drei Beratungsstunden sind kostenfrei. Kontaktieren Sie die Coaches am besten gleich zu Beginn Ihrer Bau- oder Umbauplanung.
Kontakt
GrangeneuveSektion LandwirtschaftRoute de Grangeneuve 311725 Posieux
+41 26 305 58 00 grangeneuve-landwirtschaft@fr.ch