Erfahren Sie hier mehr über die wichtigen Ereignisse des Jahres 2025.
Zur Förderung kultureller Aktivitäten hat das Amt für Kultur im Jahr 2025 Subventionen in Höhe von insgesamt 4 495 693 Franken gewährt.
Die wichtigsten Zahlen zu den Subventionen, die gemäss dem Gesetz über die kulturellen Angelegenheiten (KAG) gewährt werden, finden Sie im Dokument.
Die Revision des Gesetzes über kulturelle Angelegenheiten (KAG) und die Revision des Gesetzes über die kulturellen Institutionen des Staates (KISG) wurden 2025 fortgesetzt. Nach Abschluss der Vernehmlassung hat der Staatsrat die beiden Gesetzesvorlagen und die dazugehörigen Botschaften fertiggestellt und im Mai an den Grossen Rat überwiesen. Eine Ad-hoc-Kommission hat die Projekte in neun Sitzungen diskutiert. Die Vorlagen werden im ersten Quartal 2026 dem Plenum vorgelegt. Im Falle einer Annahme ist eine Inkraftsetzung im Sommer/Herbst 2026 vorgesehen. Die partizipative Vorgehensweise bei der Erarbeitung der Gesetzesvorlagen wird bei der Erarbeitung der Ausführungsbestimmungen fortgesetzt, insbesondere mit den Kulturbeauftragten und den kulturellen Dachverbänden.
Zwei Studien zum Freiburger Kultursystem wurden durchgeführt und veröffentlicht: Die erste befasste sich mit dem kulturellen Angebot und die zweite mit den kulturellen Praktiken der Freiburgerinnen und Freiburger.
Im Mai 2025 wurde ein gemeinsame Anlaufstelle für die Einreichung von Unterstützungsgesuchen für kulturelle Aktivitäten eingerichtet. Die sechs wichtigsten Unterstützungsorgane des Kantons (der Staat Freiburg, die Stadt Freiburg, die Agglomeration Freiburg, die Stadt Bulle, Option Gruyère und die kantonale Kommission der Loterie Romande) haben sich zusammengeschlossen, um die Verfahren für die Kulturschaffenden zu vereinfachen. Über diese Anlaufstelle kann ein einziges Dossier bei einer oder mehreren Förderstellen eingereicht werden. Obwohl ein einziges Dossier für alle Partner eingereicht wird, behandelt jede beteiligte Förderstelle die Gesuche unabhängig von den anderen und entscheidet aufgrund ihrer jeweiligen Modalitäten und Rahmenbedingungen darüber. Diese neue digitale Plattform ist eine Schweizer Premiere.
Die BKAD hat die Anpassung mehrerer Förderungsinstrumente weitergeführt, um den Kultursektor bei der Bewältigung struktureller Schwächen zu unterstützen.
Im Rahmen der Impulsmassnahmen wurden elf Projekte zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Amateurschaffenden ausgezeichnet. Ausgewählt wurden diese im Anschluss an eine gemeinsam mit der Loterie Romande durchgeführte Ausschreibung, die auf grosse Resonanz gestossen war.
Das Amt für Kultur hat die Partner der aktuellen Musikszene zusammengebracht, um im Januar 2026 gemeinsam mit dem Verein C / Association K das erste Treffen zur aktuellen Musik zu organisieren.
Die kantonale Kommission für immaterielles Kulturerbe hat Überlegungen zu den Bedürfnissen und Formen der Unterstützung angestellt, die sie im Hinblick auf das künftige Ausführungsreglement zum KAFG entwickeln möchte. Das Jodeln wurde am 11. Dezember 2025 in die UNESCO-Liste aufgenommen. Das interkantonale Projekt «Plateforme des patois romands» (Plattform für Westschweizer Dialekte), das von der Fachkonferenz KBK initiiert und vom BAK mitfinanziert wurde, steht dank der aktiven Beteiligung der Freiburger Patois-Sprechenden kurz vor dem Abschluss. Für 2026 sind eine Publikation und eine Vernissage geplant.
Am 9. Februar 2025 hat die Freiburger Bevölkerung mit 53,43 % Ja-Stimmen einen Verpflichtungskredit von 56 Millionen Franken für den Bau eines kantonalen, interinstitutionellen Lagerzentrums (SIC) in Givisiez angenommen. Der Bau begann im September mit den Aushubarbeiten. Der Umzug der Sammlungen ist für das Jahr 2028 geplant.
Das Programm Kultur & Schule verzeichnete im Schuljahr 2024/25 49 000 teilnehmende Schülerinnen und Schüler. Dies zeigt, dass dieses Programm einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Zugangs junger Menschen zur Kultur leistet. In Zusammenarbeit mit zwei Theatern, einer Schule und einer Theatergruppe wurde ein Pilotprojekt in Form eines immersiven Theaterworkshop entwickelt, damit die Schülerinnen und Schüler der Orientierungsschulen sich besser mit Kulturbesuchen vertraut machen können.
Die Kantons- und Universitätsbibliothek Freiburg (KUB) hat die Aufgabe, Dokumentationsmaterialien aller Art zu sammeln und der Bevölkerung des Kantons sowie der Universitätsgemeinschaft zur Verfügung zu stellen. Weit über ihre dokumentarische Funktion hinaus ist sie ein Ort der Begegnung und der kulturellen Animation im Herzen der Stadt und des Kantons.
Das Bauprojekt steht kurz vor dem Abschluss
Im Jahr 2025 sind die Renovierung und Erweiterung der KUB in ihre letzte Phase getreten. Die Arbeiten umfassten insbesondere den Innenausbau, den Aufbau des Informatik-Netzwerks der Universität, die Erneuerung des Glasdachs über dem historischen Grossen Lesesaal, die Restaurierung der Fassaden aus dem Jahr 1910 sowie die Einrichtung von rund 900 Arbeitsplätzen für verschiedene Zielgruppen.
Parallel dazu arbeiteten die Teams der KUB intensiv an den Vorbereitungen für den Umzug in die neuen Räumlichkeiten. Der neue Bereich «Universitätsbestände» widmete sich insbesondere der Organisation des freien Zugangs für die Bereiche Sprachen, Literatur und Musikwissenschaft, der 60 000 Werke umfassen wird.
Ein sorgfältig bewahrtes Kulturerbe
Die erste Phase der Arbeiten an den Kulturgütern wurde Ende 2025 abgeschlossen. In drei Jahren wurde im Rahmen dieser gewaltigen Aufgabe der Umzug der wichtigsten Medien in die neuen Lagerräume der KUB vorbereitet. Die Teams haben dabei folgende Medien überprüft, dokumentiert, gereinigt und neu verpackt:
- 9432 alte und wertvolle Bücher;
- 1593 Manuskripte und Inkunabeln;
- 936 Landkarten und gerollte Pläne;
- 35 122 Originalfotografien;
- 419 Filmrollen (fast 42,5 km Film);
- 2233 Plakate;
- 438 Fotoalben;
- etwa 700 Kartons oder Kisten mit Papierarchiven.
Darüber hinaus kann das Inventar der Musiksammlung der Musikwissenschaftlichen Abteilung der Universität Freiburg nun online eingesehen werden. Dieses entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen der KUB und dem RISM Digital Center in Bern.
Schaffung des Bereichs Vermittlung und Kommunikation
Im Jahr 2025 wurde bei der KUB der neue Bereich Vermittlung und Kommunikation ins Leben gerufen. Mit 2,7 Vollzeitstellen ausgestattet, leitete er insbesondere die Einführung der neuen visuellen Identität, arbeitete an der Neugestaltung der Website, entwickelte das Kulturprogramm und erarbeitete die Ausstellung, die am 1. September, dem Tag der Eröffnung der Bibliothek für die Öffentlichkeit, beginnen wird.
Neue Kollegen an der Universität
Seit dem 18. August 2025 gehören die Deutschsprachige Mediathek für Didaktik und Pädagogik (DMDP) und die Médiathèque francophone de didactique et pédagogie (MFDP) der ehemaligen Pädagogischen Hochschule Freiburg, die sich der Universität angeschlossen hat, offiziell zum institutionellen Bereich Alma (IZ) der KUB Freiburg. Die sechzehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Mediatheken auf dem Campus RMO (Murtengasse) haben sich in den letzten Monaten schrittweise in ihre neue Arbeitsumgebung integriert.
Die KUB in Zahlen
Zwei Daten veranschaulichen das Umfangreiche Angebot der KUB:
· 25’618 neue Bücher, DVDs, CDs… Die Dokumente, die die KUB der Bevölkerung kostenlos zur Verfügung stellt, sind sehr vielfältig. Jeder kann täglich davon profitieren.
· 83’450 physische Dokumente, die im Laufe des Jahres von den Nutzerinnen und Nutzern der KUB ausgeliehen wurden.
Das Konservatorium Freiburg (KF) nimmt eine Aufgabe im öffentlichen Interesse wahr und stellt den Unterricht in vokaler und instrumentaler Musik, Tanz sowie Schauspiel sicher. Das Ausbildungsangebot richtet sich an alle Leistungsstufen, von Anfängerinnen und Anfängern bis hin zu fortgeschrittenen Lernenden, darunter auch Schülerinnen und Schüler in vorberuflichen Ausbildungsgängen.
Wichtige Ereignisse
- Fortführung der territorialen Reorganisation des Musikunterrichts in den Bezirken mit dem Ziel, regionale Zentren in Estavayer, Murten, Châtel-St-Denis und Tafers zu schaffen.
- Stärkung der Förderlinie Junge Talente Musik; Abschluss einer mehrjährigen Leistungsvereinbarung 2025–2028 mit dem Bundesamt für Kultur zur Anerkennung des kantonalen Programms.
- Begleitung von Lernenden in zertifizierenden Ausbildungswegen auf Amateur- und vorberuflicher Stufe; Verleihung von 39 Zertifikaten (30 Amateurzertifikate und 9 vorberufliche Zertifikate).
- Laufende Anpassung des Ausbildungsangebots, insbesondere durch den Ausbau der kollektiven Arbeit in Ensembles sowie interdisziplinären Projekten.
- Regelmässiger Beitrag zur kantonalen Kulturvermittlung durch die Organisation von Konzerten, Aufführungen, Vorspielen und kulturellen Vermittlungsangeboten.
- Ausbau von Sensibilisierungs- und Bildungsaktivitäten für die Öffentlichkeit und das schulische Umfeld, namentlich durch Projekte ausserhalb des Unterrichtsbetriebs wie COFEC (in Zusammenarbeit mit der Freiburger Schule) und Magic Pass Choral (in Zusammenarbeit mit der Freiburger Chorvereinigung).
Kennzahlen
- 4200 Lernende, davon:
- Musik: 4100
- Tanz: 80
- Schauspiel: 60
- 300 öffentliche Veranstaltungen (Konzerte, Aufführungen, Vorspiele und pädagogische Aktivitäten) im Jahresverlauf
- 200 Lehrpersonen tätig an 40 Unterrichtsstandorten in den 7 Bezirken
Museum für Kunst und Geschichte
Mit der Ausstellung «In the Light» von Chiharu Shiota, die in der Grossen Halle gezeigt wurde, sowie 3 Werken im Dialog in der Sammlung (Ratzehof) war 2025 für das MAHF eine sehr erfolgreiches Jahr. Ein weiteres Highlight des Jahres 2025 bildete die Ausstellung «Die Maschinenbande», die vom Kollektiv des Magnifique Théâtre kreiert und von zahlreichen Klassen aus dem Kanton besucht wurde.
Schliesslich bot das Tinguely-Jahr das ganze Jahr über eine Vielzahl von Veranstaltungen. Das grossartigste Ereignis war der Umzug am 15. Juni, eine aussergewöhnliche Parade durch die Strassen von Freiburg. Daran teil nahmen unter anderem Jean Tinguelys rollende Fahrskulptur «Safari de la Mort Moscovite» (eine prestigeträchtige Leihgabe des Museum Tinguely in Basel an das MAHF), das Riesenbaby des Magnifique Théâtre, der Zirkus Toamême, die Guggenmusik Les 3 Canards und die Compagnie Flamant Noir. Das MAHF und der Espace haben während des Tinguely-Jahres mit zahlreichen Partnern aus Freiburg, der Schweiz und dem Ausland zusammengearbeitet und so zum Bekanntheitsgrad beider Institutionen beigetragen.
Liste der Ausstellungen:
- Corpus IV: Der hybride Körper (28.11.2024 bis 23.02.2025)
- Inventaire sentimental: Die Kleider von Paola, Stella und Adèle ‒ Fotografien von Primula Bosshard (13.12.2024 bis 16.02.2025)
- Die Maschinenbande (04.04. bis 07.09.2025)
- Chiharu Shiota: In the Light (15.05 bis 21.09.2025)
- Jean Tinguely - Emetteur poétique (21.11.2025 bis 22.02.2026)
Statistik:
Im Jahr 2025 zählte das MAHF 32 273 (13 045 im Jahr 2024) Besucherinnen und Besucher, davon 4613 (1818) Schülerinnen und Schüler.
Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle
Der Espace Jean Tinguely – Niki de Saint Phalle (JTNSP) ist ein magischer Ort, der sich als Hommage an die Kreativität eines legendären Künstlerpaars des 20. Jahrhunderts versteht.
Neben den ständig gezeigten Werken präsentiert der Espace regelmässig auch Sonderausstellungen. Zu entdecken gibt es Künstlerinnen und Künstler aus der Schweiz und anderswo, deren Werke von einem fruchtbaren Dialog mit dem Werk von Jean Tinguely oder Niki de Saint Phalle zeugen.
Liste der Ausstellungen:
- Etienne Francey: Das Vibrieren der Tage (20.09.2024 bis 22.06.2025)
- Jean Tinguely - Emetteur poétique (21.11.2025 bis 22.02.2026)
Statistik:
Im Jahr 2025 wurde der Espace von 25 479 (2024: 18 558) Personen besucht, darunter 2414 (1627) Schülerinnen und Schülern.
Kulturvermittlung:
Das Angebot der Kunstvermittlung wird vom MAHF für beide Museen (MAHF und Espace) bereitgestellt. Im Jahr 2025 wurden an den beiden Museumsstandorten MAHF + Espace 93 Workshops für 1854 Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeboten. Von diesen Workshops wurden 84 im Rahmen des Programms «Kultur & Schule» für 1720 Schülerinnen und Schüler des Kantons durchgeführt.
Darüber hinaus bot die Kunstvermittlung Workshops und Animationen für alle Altersgruppen an, so während der Museumsnacht und am Jean-Tinguely-Festtag. Schliesslich fanden 21 Führungen für Schulklassen und 46 für die breite Öffentlichkeit statt.
Das MAHF organisierte 5 «Afterworks» und 8 «Entdeckungen am Dienstag». Der Espace war Schauplatz von 13 (7 im Jahr 2024) privaten Veranstaltungen und es fanden 62 (34) Führungen statt.
Schenkungen und Ankäufe: Die vollständige Liste für das Jahr 2025 findet sich auf: Schenkungen und Ankäufe 2025 | Staat Freiburg
Das Naturhistorische Museum Freiburg ist mehr als nur ein Gebäude mit Ausstellungsobjekten: Hier wird laufend inventarisiert, konserviert und recherchiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereiten Ausstellungen vor, vermitteln Wissen, bieten Unterhaltung und beantworten als Expertinnen und Experten Fragen zu Flora und Fauna.
Im Jahr 2025 hat das Naturhistorische Museum die Strategie für naturhistorische Sammlungen in der Schweiz, die 37 Museen und andere Institutionen vereint, mitentwickelt. Teil davon ist die im November aufgeschaltete Online-Plattform swissnatcoll.ch, die naturwissenschaftliche Sammlungsdaten für Publikum und Wissenschaft zugänglich macht.
Im Laufe des Jahres hat das Museum auch drei Sonderausstellungen eröffnet: «Küken» (29.03.–04.05.2025, «Herbargeschichten – #7 Biodiversität Freiburg» (14.06.2025–22.02.2026) und «Spuren – Fährten, Frass und Federn» (15.11.2025–22.02.2026). Das Kulturvermittlungsteam hat zahlreiche Aktivitäten organisiert, an denen fast 9900 Personen teilnahmen. Dazu gehörten auch Angebote ausserhalb des Museums, zum Beispiel in der Hütte der Fledermaus im Moncorwald in Villars-sur-Glâne oder im Kino Korso in Freiburg. Solche Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern tragen dazu bei, die Reduktion des Angebots im aktuellen Museum zu kompensieren. Diese hängt damit zusammen, dass die Säle der Dauerausstellung nach und nach geschlossen werden, um die ausgestellten Objekte auf den Umzug ins neue Museum vorzubereiten.
Neben seinen gewohnten Aktivitäten ist das Museumsteam intensiv mit dem Projekt des neuen Museums beschäftigt. Im Rahmen des Umbaus des alten Zeughauses wurden 2025 wichtige Betonarbeiten beendet und die Aufstockung in Angriff genommen. Die Entwicklung der vier Säle der künftigen Dauerausstellung in Zusammenarbeit mit drei Szenografieteams ging ebenfalls voran. Die Projekte wurden konkretisiert, sowohl in Bezug auf Inhalt und Gestaltung, als auch betreffend Einrichtung und Mobiliar sowie Präsentation der Objekte.
Im Jahr 2025 zählte das Museum 57 285 (2024: 60 026) Besucherinnen und Besucher, davon 6997 (7874) Schülerinnen und Schüler.
Das Vitrocentre Romont ist eine nationale Forschungsinfrastruktur, die 1988 gegründet wurde und in Form einer privatrechtlichen Stiftung konstituiert ist. Es widmet sich ganz der Glaskunst, mit dem Ziel, diese identitätsstiftende Kunstgattung zu dokumentieren, zu erforschen und aufzuwerten. Seit 2018 bildet das Vitrocentre Romont zusammen mit dem Vitromusée Romont ein Kompetenzzentrum für Glaskunst von nationaler und internationaler Bedeutung.
2025 lancierte das Vitrocentre Romont zwei Inventarisierungsprojekte unter der Ägide des Corpus Vitrearum Schweiz: das digitale Open Access-Inventar der Glasmalereien des Kantons Aargau und ein in enger Zusammenarbeit mit dem Britischen Corpus Vitrearum durchgeführtes Forschungsprojekt zu den Schweizer Wappenscheiben in der Kirche St. Michael and Our Lady in Wragby (GB). Zwei neue Projekte befassen sich zudem mit den Glasmalereien der Ateliers von Kirsch & Fleckner und Michel Eltschinger und beleuchten einen wesentlichen Teil des Freiburger Glaserbes. Das bedeutende Projekt zur Produktion der Verrerie artistique von Saint-Prex fand mit der Veröffentlichung des digitalen Inventars auf Vitrosearch, einer grossen Ausstellung im Vitromusée Romont sowie einem reich bebilderten Katalog seinen erfolgreichen Abschluss. Die Forschungsergebnisse des Vitrocentre Romont konnten somit Fachleuten wie auch einem breiteren Publikum zugänglich und die Glaskunst in der Schweiz weithin sichtbar gemacht machen.
Kennzahlen: Im Jahr 2025 wurden auf der Open Access-Plattform Vitrosearch 1070 Werk-, 70 Gebäude-, 85 Personen- und 40 Organisationseinträge sowie 1350 Bilder veröffentlicht, siehe https://vitrosearch.ch/de.
Weitere Informationen (Link: https://vitrocentre.ch/de/vitrocentre-deutsch/)
Bildnachweis: © Foto: Oliver Oettli
Als Kulturstätte von nationaler Bedeutung und Museum für Kunst und Geschichte präsentiert das Schloss Greyerz seine achthundertjährige Geschichte mit einer reichen Sammlung von Werken und Objekten. Als ehemalige Künstlerkolonie bietet es das ganze Jahr über ein reichhaltiges Programm an Kunstausstellungen und kulturellen Veranstaltungen an.
Im Jahr 2025 zeigte das Schloss vier Ausstellungen (drei zur zeitgenössischen Kunst und eine zu einem historischen Thema) und organisierte sieben kulturelle Veranstaltungen, darunter eine Zusammenarbeit mit Foto-Freiburg (Photo Fribourg) und dem Freiburger Tourismusverband. Gleichzeitig wurden die Studien und Restaurierungsarbeiten in den Räumen des Schlosses und an der spätmittelalterlichen Stadtmauer fortgesetzt, deren umfangreiche Sanierung im Herbst begonnen hatte.
Das Jahr 2025 stand ganz im Zeichen des 175. Jahrestags der Gründung der ersten Künstlerkolonie der Schweiz durch die Familie Bovy im Schloss und zeichnet sich durch aussergewöhnlich hohe Besucherzahlen aus. Nicht weniger als 188 639 Besucher aus aller Welt strömten durch die Tore der alten mittelalterlichen Festung und stellten damit einen neuen Besucherrekord auf. Als zweitmeistbesuchtes Schloss des Landes bestätigt es die anhaltende Beliebtheit sowohl beim nationalen (41,3 %) als auch beim internationalen (58,7 %) Publikum.
Das Römische Museum Vallon ist ein archäologisches Museum, das über einer Fundstelle in der Freiburger Broye erbaut wurde. Es wurde an der Stelle eines grossen Landsitzes aus der Römerzeit errichtet, um zwei römische Mosaike zur Geltung zu bringen und zu präsentieren. Das grösste, das fast 100 m2 misst und Jagdspiele in einem Amphitheater nachbildet, schmückte den Boden eines Bankettsaals. Das kleinste, etwa 30 m2 grosse Mosaik ist als «Bacchus und Ariadne»-Mosaik bekannt, nach den beiden Personen, die auf dem zentralen Medaillon abgebildet sind. Es schmückte einen Arbeitsraum (Büro).
Das Projekt zur Integration des Römischen Museums von Vallon in das Museum für Kunst und Geschichte Freiburg wurde wie geplant weitergeführt; eine Reihe von Vorbereitungsarbeiten konnte durchgeführt werden.
Aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten, mit denen das Museum in der Broye konfrontiert ist, konnte für 2025 keine neue Sonderausstellung angeboten werden.
Das Museum feierte dennoch sein 25-jähriges Bestehen mit einer Feier unter dem Motto «Fussball in Toga» am 29. Juni in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Vallon und ihren lokalen Vereinen sowie dem Amt für Archäologie des Staates Freiburg. An diesem festlichen, unterhaltsamen und kulturellen Tag versammelten sich unter strahlendem Sonnenschein fast 400 Menschen, darunter etwa 70 Fussballerinnen und Fußballer, Kinder und Erwachsene, die tapfer in Kostümen am Turnier teilnahmen. Verschiedene Stände mit Kunsthandwerk aus der Region und Führungen durch das Museum und die Ausstellung durch Fachleute trugen um Gelingen des Festes bei.
Dank der grosszügigen Unterstützung des Vereins der Freunde des Römermuseums Vallon konnten das ganze Jahr über verschiedene feierliche Momente mit Les Mythiques geboten werden, drei Geschichtenerzählerinnen, die Jung und Alt mit Geschichten aus homerischen Gedichten und der griechisch-römischen Mythologie verzauberten.
Die Anzahl der Besucherinnen und Besucher der beiden kantonalen Museen (MAHF und MHNF) im Jahr 2025
Subventionen, die gemäss dem Gesetz über die kulturellen Angelegenheiten (KAG) gewährt werden
Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die im 2024/25 vom Programm Kultur & Schule profitiert haben