Tagung für aktuelle Musik im Kanton Freiburg
Am 10. Januar fand die Tagung für aktuelle Musik im Kanton Freiburg statt, die vom Amt für Kultur des Kantons Freiburg und dem Verein C / Association K in Zusammenarbeit mit der Konferenz der Kulturbeauftragten der Gemeinden des Kantons organisiert wurde. Lesen Sie die Zusammenfassung dieses Treffens.
Am Samstag, 10. Januar 2026, brachte das Amt für Kultur des Kantons Freiburg (KA) in Zusammenarbeit mit Association K / Verein C rund 80 Vertreterinnen und Vertreter der aktuellen Musikszene (Clubs, Festivals, Künstlerinnen und Künstler, Institutionen) sowie der öffentlichen Hand (politische Entscheidungsträgerinnen und -träger sowie Kulturbeauftragte) zur ersten Tagung für aktuelle Musik im Kanton Freiburg zusammen. Unter dem Motto «Aktuelle Musik: Eine Aufgabe von öffentlichem Interesse?» sollte dieses Treffen gemeinsame Überlegungen über die Rolle, die Leistungen, die Bedürfnisse und die gemeinsamen Verantwortlichkeiten des Sektors anstossen.
Im Vorfeld der Veranstaltung wurden Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Berufsbranchen und kantonaler Dachverbände sowie öffentlicher Körperschaften in die Ausarbeitung des Programms einbezogen. Aus einer Vielzahl von Themen, die in einer vorbereitenden Umfrage identifiziert worden waren, bestimmte die Arbeitsgruppe die Schwerpunktthemen für das Treffen, und zwar die Veranstaltungsorte, ihre Aufgaben im öffentlichen Interesse und ihre Beziehungen zu den lokalen Künstlerinnen und Künstlern, insbesondere die Rolle, die sie in den verschiedenen Phasen von deren künstlerischem Werdegang spielen.
Der Kanton Freiburg verfügt über ein reiches und dynamisches Ökosystem im Bereich der aktuellen Musik, das aus Konzertlokalen, Festivals, Schulen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Begleitstrukturen besteht. Dieser Sektor spielt eine wichtige kulturelle, soziale und wirtschaftliche Rolle. Derzeit befindet er sich jedoch in einer schwierigen Phase, die durch bedrohte Wirtschaftsmodelle, steigende administrative Anforderungen, prekäre Arbeitsplätze und veränderte Gewohnheiten des Publikums, insbesondere der jungen Menschen, gekennzeichnet ist. Der Diskussionsnachmittag ermöglichte es, die vom Sektor erbrachten Leistungen von öffentlichem Interesse und die vorrangigen Bedürfnisse zu seiner Stärkung klar zu benennen.
Die Akteurinnen und Akteure der aktuellen Musikszene erbringen eine Reihe von Leistungen von öffentlichem Interesse, die über die Durchführung von Konzerten hinausgehen. Auf der kulturellen Ebene unterstützen sie das musikalische Schaffen, begleiten die Künstlerinnen und Künstler und sorgen für ein vielfältiges kulturelles Angebot, das offen ist für Entdeckungen und lokale Newcomer. Zudem entwickeln und teilen sie ihr Fachwissen über die Kunstszene und strukturieren das Ökosystem. Auf der sozialen Ebene schaffen sie Begegnungsräume, fördern die Teilhabe junger Menschen, mobilisieren Publikum und Freiwillige, stärken den sozialen Zusammenhalt und tragen zur Gesundheit und zum Wohlbefinden bei, indem sie sichere und barrierefreie Rahmenbedingungen bieten. Auf wirtschaftlicher Ebene schliesslich steigern sie die Attraktivität der Region, generieren lokale wirtschaftliche Vorteile, schaffen Arbeitsplätze und ermöglichen erste Berufserfahrungen. Gesamthaft tragen alle diese Aufgaben zur kulturellen, sozialen und wirtschaftlichen Vitalität des Kantons bei.
Dieser Sektor erfüllt somit ganz klar Aufgaben von öffentlichem Interesse, die der Markt allein nicht finanzieren kann. Die öffentlichen Körperschaften sind sich dieser Bedürfnisse und Herausforderungen bewusst und bekunden ihren gemeinsamen Willen, die Situation zu verbessern, indem sie gemeinsam an einer Optimierung der Fördermodelle, einer besseren Koordinierung und einer Klärung der bereits übernommenen Aufgaben arbeiten. Die Umsetzung dieser Entwicklungen muss im Kontext der schwierigen öffentlichen Finanzlage erfolgen, um eine nachhaltige Unterstützung des Ökosystems zu gewährleisten.
Das KA hat die verschiedenen Beiträge und Diskussionen in diesem Bericht zusammengefasst. Das KA bedankt sich herzlich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie bei allen Personen, die zur Vorbereitung und Organisation dieser Tagung beigetragen haben.
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Herausgegeben von Amt für Kultur
Letzte Änderung: 17.02.2026 - 17h01