Das DOA legte in einem Mehrjahresprogramm seine Umsetzungsarbeiten zum Schulgesetz und dem dazugehörenden Reglement, zu Projekten im Rahmen politischer Aufträge und zur Sicherung der Schul- und Unterrichtsqualität für den Zeitraum 2022‒2026 fest. Dies schliesst die Erarbeitung und Umsetzung von diesbezüglichen Dokumenten, Richtlinien und Handreichungen in zahlreichen Bereichen und deren Umsetzung ein. Diese erfolgt bei Bedarf in Zusammenarbeit mit den anderen Ämtern der BKAD.
Bilanz der Implementierung des LP 21
Die Umsetzung des LP 21 wurde vom DOA evaluiert. Dazu wurden verschiedene Interessengruppen zur Einführung des LP 21 befragt. Es liegen sechs Teilberichte und ein Synthesebericht vor.
Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Evaluation, dass der Umsetzungsprozess erfolgreich war. Mit der Einführung des LP 21 wurde während mehrerer Jahre der Schwerpunkt auf einen kompetenzorientierten Unterricht im Rahmen der Schulentwicklung gelegt. Der Umsetzungsprozess stiess überwiegend auf eine sehr positive Resonanz und hat der Unterrichtsentwicklung in den Schulen der deutschsprachigen Kantonshälfte neuen Schwung verliehen.
Massnahmenplanung
Die Evaluation hat Stärken und vereinzelt Entwicklungsbedarf sichtbar gemacht. Die daraus abgeleiteten Empfehlungen bilden die Grundlage für die Planung von Massnahmen. Die Umsetzung der beschlossenen Massnahmen erfolgt schrittweise ab Schuljahr 2025/26. Es wurden drei Kategorien von Massnahmen definiert:
- Fokusmassnahme: Das «Einholen von Feedback zur Unterrichtsqualität bei Schülerinnen und Schülern» ist die Massnahme, die alle Schulen 1H‒11H in den nächsten Jahren umsetzen. Das systematische Einholen von Rückmeldungen zum eigenen Unterricht ist eine wirksame Grundlage zur Unterrichtsentwicklung.
- Schulspezifische Massnahmen: Die Schulen entscheiden auf Grund der eigenen Ergebnisse, welche Massnahmen sie in den kommenden Jahren im Bereich des guten, kompetenzorientierten Unterrichts umsetzen.
- Übrige Massnahmen: Die Eltern werden ein- bis zweimal jährlich mit dem Schreiben «DOA-ElternNews» (per Klapp) durch die Schuldirektion über zentrale Themen informiert. Für die Lehrpersonen werden bedarfsorientiert Weiterbildungen und unterstützende Materialien angeboten.
Wichtige Ereignisse
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Im Schuljahr 2024/25 haben 49 675 Schülerinnen und Schüler an einer Aktivität dieses Programms «Kultur & Schule» teilgenommen. Die Lehrpersonen konnten aus fast 300 verschiedenen Aktivitäten auf Deutsch, Französisch oder zweisprachig auswählen und dabei von ermässigten oder freien Eintritten profitieren. Die Klassen konnten zudem ohne Mehrkosten mit dem öffentlichen Verkehr zu den gewünschten Veranstaltungsorten oder Kulturstätten fahren.
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Austauschaktivitäten
Sprachaustausche werden während der gesamten obligatorischen Schulzeit gefördert und können verschiedene Formen annehmen. Ein besonderer Schwerpunkt im dritten Zyklus liegt auf einem obligatorischen Austausch in der 10H. Es stehen finanzielle Möglichkeiten und pädagogische Ressourcen zur Verfügung, um diesen Austausch zu fördern und zu erleichtern.
Förderung des Sprachenlernens durch Immersionsunterricht
Förderung des Sprachenlernens: Es wurden Empfehlungen in Form von Hinweisen zur Förderung des Sprachenlernens (Immersionsunterricht) ausgearbeitet. Darin werden die verschiedenen möglichen Formen des Immersionsunterrichts beschrieben und gleichzeitig wird den Schulen gezeigt, wie sie diese umsetzen können. Zur Erinnerung: Bei diesen verschiedenen Unterrichtsformen geht es um Austauschaktivitäten und Immersionsunterricht.
Die Lehrpersonen können Aktivitäten oder Unterrichtssequenzen in der Partnersprache durchführen. Diese Sequenzen dienen für das fachspezifische Lernen unter Verwendung der Partnersprache und sind für die Schülerinnen und Schüler verpflichtend. Wird ein Fach das ganze Jahr über während 20 % bis 50 % der Unterrichtszeit in der Partnersprache unterrichtet, spricht man von zweisprachigem Unterricht oder von einer zweisprachigen Klasse im Sinne von Artikel 26 SchR. Eine zweisprachige Klasse kann sich wie folgt zusammensetzen: aus zweisprachigen Schülerinnen und Schülern, die aus den beiden Sprachgemeinschaften stammen und in einem zweisprachigen Umfeld aufgewachsen sind; aus einsprachigen Schülerinnen und Schülern, die je zur Hälfte aus den beiden Sprachgemeinschaften stammen; aus mehrheitlich oder ausschliesslich einsprachigen Schülerinnen und Schülern. In Zusammenarbeit mit der Stadt Freiburg hat die BKAD zu Beginn des Schuljahres 2021/22 zwei zweisprachige Klassen 1H/2H an der französisch- und deutschsprachigen Primarschule Vignettaz eröffnet. Das Projekt wurde im Schuljahr 2024/25 fortgesetzt. Der Evaluationsbericht für den Zeitraum 2021/23 war positiv. Seit Beginn des Schuljahres 2024/25 werden zwei zweisprachige Klassen 1H‒2H dauerhaft geführt. Das Konzept zur Einführung von zwei zweisprachigen Klassenzügen 3H‒8H ab dem Schuljahr 2026/27 in den deutsch- und französischsprachigen Primarschulen Vignettaz in Freiburg sowie der entsprechende reglementarische Rahmen wurden am 5. Juni 2025 den Bildungsbehörden und der Staatsrätin vorgestellt. Das Konzept baut auf den beiden bestehenden zweisprachigen Klassen 1H/2H auf und sieht eine schrittweise Erweiterung und die Schaffung zweisprachiger Klassen ab der 3H vor, bis schliesslich ein zweisprachiger Klassenzug 1H‒8H gebildet wird, wobei die jeweiligen Gegebenheiten der deutsch- und französischsprachigen Schulen berücksichtigt werden. In den nächsten Monaten wird die genaue Planung der Organisation, die im August 2026 umgesetzt werden soll, erarbeitet. Das Projekt sieht die schrittweise Einführung zweistufiger zweisprachiger Klassen in der deutschsprachigen Sprachabteilung und einem einstufigen zweisprachigen Klassenzug in der französischsprachigen Sprachabteilung vor. Bis der Bildungsgang vollständig eingeführt, wird es im Prinzip sechs Jahre dauern.
Es wurden finanzielle und pädagogische Ressourcen bereitgestellt, um den Immersionsunterricht zu erleichtern und zu fördern. Das Immersionsangebot für Schülerinnen und Schüler der obligatorischen Schule wurde im Schuljahr 2024/25 weitergeführt, auch an den Primarschulen. 12 Orientierungs- und 20 Primarschulen sind daran beteiligt. Die Institutionen für die Ausbildung von Lehrpersonen vermitteln eine Didaktik des Immersionsunterrichts für alle Unterrichtsstufen, und die Pädagogische Hochschule, neu die Lehrerinnen und Lehrerbildung an der Universität Freiburg, bietet eine Weiterbildung im Bereich Immersion für Lehrpersonen beider Sprachregionen an.
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Um die Schullaufbahn besser mit einer sportlichen oder künstlerischen Karriere vereinbaren zu können, werden den Nachwuchstalenten Anpassungen angeboten. Dank dem Förderprogramm Sport-Kunst-Ausbildung (SKA) können Nachwuchstalente im Sport oder in künstlerischen Bereichen von Stundenplan-Anpassungen sowie zusätzlich von besonderen Unterstützungsmassnahmen profitieren. Für das Schuljahr 2025/26 gingen 670 (643) Gesuche ein, davon wurden 537 (555) gutgeheissen: 327 (323) für den Status SKA, 177 (195) als Nachwuchshoffnungen und 33 (37) für ausserkantonale Angebote. Von diesen Gesuchen entfallen 61 (58) auf Künstlerinnen und Künstler in den Bereichen Tanz und Musik, während die restlichen den Bereich Sport betreffen. Dabei stammen 5 (3) Sporttalente aus anderen Kantonen. Auf der Sekundarstufe 1 (OS) erhalten 187 (221) Schülerinnen und Schüler Fördermassnahmen, bei den Mittelschulen sind es 241 (263) und in der Berufsbildung 43 (64) (Stand im Jui 2025).
Die vier Freiburger Kollegien St. Michael, Heilig Kreuz, Gambach, das Kollegium des Südens und die Fachmittelschule Freiburg haben das Label «Swiss Olympic Partner School» der Dachorganisation des Schweizer Sports erhalten. Diese Zertifizierung, die ab dem 1. August 2025 für zwei Jahre gültig ist, stärkt die Position und Attraktivität dieser Schulen für junge Sportlerinnen und Sportler, die Ausbildung und Spitzensport miteinander verbinden möchten. Zudem stellt das Label sicher, dass sportlich begabte Schülerinnen und Schüler das gleiche schulische Niveau wie ihre Klassenkameradinnen und Klassenkameraden erreichen und bei der Wahl ihrer schulischen oder beruflichen Laufbahn keine Einschränkungen in Kauf nehmen müssen.
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Klimawoche
Zum zweiten Mal in Folge nahmen im Mai rund 500 Schulklassen an der kantonalen Klimawoche teil. Über 10 000 Schülerinnen und Schüler haben sich mit dem Thema Klima auseinandergesetzt und dank konkreten Aktionen Wissen erworben und gleichzeitig zu einem ausgewogenen Klima beigetragen. Klassen der Primar- und der Orientierungsschulen haben sich aktiv engagiert.
Im Mittelpunkt dieser Woche standen die Zusammenhänge zwischen Klima und Biodiversität. Der Biber ist zu einer Art Maskottchen geworden, für das ein spezielles Spiel entwickelt wurde, das in vielen Klassen genutzt wird. Im Mai 2026 wird die Klimawoche dank der Unterstützung des kantonalen Klimaplans, der pädagogischen Mitarbeitenden des FOA und des DOA sowie zahlreicher Lehrpersonen und Schuldirektionen erneut organisiert. Die diesjährige Klimawoche wird sich dem Thema «Klima und Konsum» gewidmet sein.
Beispiele für Projekte in Broc und Tafers
Zu Beginn des Schuljahres 2025/26 hat sich die Schule in Broc dem Bildungsprogramm Eco-Schools angeschlossen, das zum Ziel hat, die Schülerinnen und Schüler zu befähigen, sich für eine nachhaltige Welt einzusetzen. Es unterstützt die Umsetzung der Bildung für nachhaltige Entwicklung und stützt sich dabei auf den Westschweizer Lehrplan, wobei es ein unterhaltsames, handlungsorientiertes und sozial verantwortliches Lernen anbietet.
Zunächst wurde eine Arbeitsgruppe aus Lehrpersonen gebildet, um anschliessend mit allen Klassen die sieben Schritte der Eco-Schools (Öko-Schulen) zum gewählten Thema Biodiversität durchzuführen. Die Schülerinnen und Schüler werden die Hauptakteurinnen und Hauptakteure des Programms sein, in dem Themen und Herausforderungen der Nachhaltigkeit anhand konkreter Situationen untersucht werden. Die Schulgemeinschaft wird die Schulgebäude und ihre Umgebung als Orte des Lernens und Experimentierens nutzen. Die Schülerinnen und Schüler werden so lernen, wie sie konkret und auf ihre Weise zu einem nachhaltigeren Alltag beitragen können.
Ein partizipatives mehrjähriges Projekt zugunsten eines attraktiven und vielseitig nutzbaren Pausenareals wurde an der OS Tafers 2025 abgeschlossen. Aspekte wie Anpassung an den Klimawandel, Biodiversität, attraktive Aussenräume zum Leben und Lernen und Bewegungs- und Gesundheitsförderung wurden dabei berücksichtig und umgesetzt.
Das grosse Projekt wurde mit vereinten Kräften geplant, realisiert und finanziert. Zahlreiche Hände und Köpfe von der Schuldirektion, über Gemeindemitarbeitende, Lehrpersonen, Eltern, Lernende, Klimaplan, Fachstelle Gesundheit, Architekturbüros, Landschaftsgärtnerinnen und viele mehr haben zum guten Gelingen eines bereichernden Schulareals an der OS Tafers beigetragen.
Leitfaden für nachhaltige Freiburger Schulen
Im Frühjahr 2025 wurde allen Schuldirektionen des Kantons der Leitfaden «École Fribourgeoise Durable» (Nachhaltige Freiburger Schule) präsentiert, um sie bei ihren Bemühungen zu unterstützen. Der Leitfaden stiess auf breite Zustimmung; bisher wurden keine Verbesserungsvorschläge eingereicht. Diese eher theoretische Broschüre wird derzeit durch eine von der Fachstelle Fritic entwickelte Website ergänzt. Die Konzeption dieser Plattform wird von einer Arbeitsgruppe begleitet, die sich aus Fachleuten für Bildung für nachhaltige Entwicklung des FOA, des DOA, der Universität Freiburg und von Schuldirektionen zusammensetzt. Diese breite Auswahl soll sicherstellen, dass die Website benutzerfreundlich und attraktiv ist. Pilotschulen werden die Tools der Website ab Frühjahr 2026 testen, und ab Sommer 2026 wird die Plattform allen Freiburger Schulen zur Verfügung stehen.
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Dieses Projekt wurde von der Staatsrätin Sylvie Bonvin-Sansonnens initiiert, unter anderem aufgrund ihrer Kontakte zu Elternvereinigungen. Es soll dazu beitragen, die Einstellung junger Menschen nach Abschluss ihrer obligatorischen Schulzeit besser zu verstehen und so die Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung der Schule zu bereichern. Im Herbst 2025 haben französisch- und deutschsprachige Schülerinnen und Schüler der Klassen 11H über ihre Situation als Schülerin oder Schüler nachgedacht, insbesondere im Hinblick auf das vor elf Jahren (2014) verabschiedete Schulgesetz. Gleichzeitig wurden ihnen 11 vertiefende Themen vorgelegt. Höhepunkt dieser Aktivitäten bildete am 23. Januar 2026 ein Debattiertag im Freiburger Rathaus, an dem eine Delegation von Schülerinnen und Schülern aus allen 23 Orientierungsschulen (OS) sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik anwesend waren. Die Schülerinnen und Schüler beteiligten sich an einer Sitzung, die in Form einer Vollversammlung des Grossen Rates organisiert wurde und mit einer Schlussabstimmung endete: So forderten die Teilnehmenden die BKAD auf, die verschiedenen Modelle der Klassenorganisation in der OS zu analysieren und zu bewerten.
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Die im Jahr 2023 durchgeführte Freiburger Erhebung zur Arbeitszeit der Lehrpersonen stiess mit einer Beteiligung von 85 % auf grosses Interesse. Ziel der Umfrage war es, eine Momentaufnahme der aktuellen Situation des Lehrberufs in Bezug auf Arbeitszeiten, Aufgaben und damit verbundener Arbeitsbelastung zu erstellen. Die Ergebnisse sollten als Grundlage für eine allfällige Überarbeitung des Reglements für das Lehrpersonal, das der Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD) untersteht (LPR), dienen.
Die Antworten zeigten, dass die Lehrpersonen im Allgemeinen mit ihrem Beruf sehr zufrieden sind. Dennoch wurden mehrere Aspekte ermittelt, die einer vertieften qualitativen Analyse bedürfen, insbesondere die Arbeitsorganisation der Lehrpersonen in Teilzeitanstellung.
In diesem Zusammenhang sollen Situationen aus dem Schulalltag des Kantons untersucht werden, um das Verständnis zu verbessern und Massnahmen für den Kanton Freiburg abzuleiten. Diese Arbeiten könnten zu Anpassungen des LPR (SGF 415.0.11) und/oder zur Ausarbeitung von Richtlinien, Anweisungen oder empfohlenen Praktiken führen.
Der Ablauf dieser Arbeiten wird von einer Steuerungsgruppe koordiniert, die für die Organisation der Arbeiten in drei Untergruppen zuständig ist. Diese Untergruppen werden aus Lehrpersonen, Vertreterinnen und Vertretern der Gewerkschaften, Schuldirektoren und Vertreterinnen und Vertretern der Bildungsbehörden bestehen und sich mit folgenden Themen befassen:
- Administrativer Aufwand und Auftrag der Lehrpersonen:
- Definition des Begriffs «Administrativer Aufwand» im Pensum der Lehrperson.
- Definition von Vorgaben für die Schuldirektionen unter Berücksichtigung der Teilzeitarbeit.
- Integrative Schule:
- Definition der integrativen Schule im Freiburger Kontext unter Angabe der Grundsätze, Ziele und verfügbaren Massnahmen (Welche Probleme oder Herausforderungen wurden identifiziert? Welche Folgen oder Auswirkungen haben die Definitionen? Welche Lösungsansätze sind denkbar oder bereits umgesetzt (z. B. in anderen Kantonen usw.)? Welche Akteurinnen und Akteure sind von dieser Problematik am unmittelbarsten betroffen? Unter anderem sollten auch die Ergebnisse des Audits zur integrativen Schule und zur Arbeitsbelastung des FOA berücksichtigt werden.
- Festlegung eines allgemeinen Rahmens, der es jeder Schule ermöglicht, die Umsetzung an ihren Kontext anzupassen.
- Organisation der Schule und des Personals:
- Die Auswirkungen der Einführung einer Klassenleitungslektion oder einer Anerkennung dieser Aufgabe analysieren und Modalitäten für deren Umsetzung vorschlagen. Unter anderem auf der Grundlage der Ergebnisse der Ecoplan-Studie, die eine Überlastung der Klassenlehrpersonen aufzeigt.
- Einen gemeinsamen Topf für die Primarschule analysieren und definieren und eine mögliche Umsetzung vorschlagen.
Die Steuerungsgruppe erstellt auf der Grundlage der Vorschläge der Untergruppen und unter Berücksichtigung der Ergebnisse der externen Analyse bis zum Ende des Schuljahres 2025/26 einen Abschlussbericht. In diesem Bericht werden die Ergebnisse der Arbeiten zusammengefasst und Vorschläge unterbreitet, die gegebenenfalls eine Änderung des Reglements über das Lehrpersonal (LPR) erfordern könnten.
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Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft tiefgreifend – und mit ihr die Schulen. Sie beeinflusst, wie wir lernen und lehren, wie wir zusammenarbeiten und kommunizieren, und wie schulische Abläufe organisiert werden. Dieser Wandel eröffnet enorme Chancen, stellt Schulen aber auch vor neue Herausforderungen. Damit Lehrpersonen sowie Schülerinnen und Schüler die nötigen Kompetenzen für die digitale Welt erwerben können, wird auf mehreren Ebenen gezielt angesetzt.
Ein zentraler Baustein ist die Umsetzung des Modullehrplans Medien und Informatik (M&I). Gleichzeitig wird der digitale Wandel als integraler Bestandteil in die Schulentwicklung und die Mehrjahresplanung eingebettet. Dieser Prozess orientiert sich konsequent an der Schulqualität und respektiert die Autonomie jeder Schule.
Das Amt für deutschsprachigen obligatorischen Unterricht (DOA) und das Entwicklungsteam Medien, Informatik, Anwendungen ‒ MIA Di DOA begleiten die Schulen auf diesem Weg. In enger Zusammenarbeit mit der Fachstelle Fritic, den PICTS (pädagogischer ICT-Support) sowie den Schuldirektionen entsteht ein breit abgestütztes Netzwerk für Weiterbildung, Beratung und Austausch.
Mit den vom Team entwickelten Angeboten wie SelFriDE (Standortbestimmung) und DiWa (Weiterentwicklungsplanung) stellt MIA Di DOA praxisnahe Instrumente bereit, die die Schulen im digitalen Wandel konkret unterstützen. Im Laufe des Schuljahres fanden zahlreiche Weiterbildungen, Impulsveranstaltungen und Austauschformate wie die Communities of Practice statt. Diese Aktivitäten stärken das Netzwerk, fördern den kollegialen Austausch und ermöglichen eine gezielte Weiterentwicklung der digitalen Kompetenzen aller Beteiligten.
Durch die kontinuierliche Zusammenarbeit zwischen Schulen, Fachstellen und dem DOA konnte ein vielfältiges und bedarfsgerechtes Angebot geschaffen werden. Es gibt den Schulen wirkungsvolle Werkzeuge an die Hand, um den digitalen Wandel aktiv, reflektiert und zukunftsorientiert zu gestalten.
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Wie es im Schulgesetz vorgesehen ist, haben das DOA, das Schulinspektorat und die Schuldirektionen die gemeinsame Aufgabe, die Qualität der Schule und des Unterrichts in den deutschsprachigen Schulen von der 1H bis 11H zu gewährleisten. Die «Steuergruppe Schulqualitätsentwicklung (SG SQE)», bestehend aus Vertretungen des DOA, der Schuldirektionen, der PH FR, des ZELF der UNI FR sowie je nach Arbeitsschritten aus Lehrpersonen, erarbeitet eine Handreichung zur Umsetzung der Qualitätssicherung mit einem gemeinsam verantworteten Orientierungsrahmen. Dabei steht das Lernen der Schülerinnen und Schüler im Zentrum.
Die Handreichung unterstützt alle Beteiligten bei der Qualitätsarbeit entlang von 6 Schritten. Dabei werden folgende 5 Ebenen beschrieben:
- Persönliche Weiterentwicklung (als Lehrperson, Schuldirektion, päd. Mitarbeitende, Schulinspektor/in, Amtsleitung)
- Individuelle Unterrichtsentwicklung (als Lehrperson)
- Qualitätssicherung und -entwicklung an der Schule (Schuldirektion gemeinsam mit Team)
- Begleitung der Schulen bei der Qualitätssicherung und -entwicklung (Schulinspektor/in)
- Steuerung der Schulqualität innerhalb des DOA (Amtsleitung)
Der Orientierungsrahmen «Gute Schulen Deutschfreiburg 1H‒11H»:
- hebt hervor, was die Qualität einer Schule ausmacht;
- bietet den Schulen, Schuldirektionen und Lehrpersonen Beratung zur Weiterentwicklung des Unterrichts und der Schule an;
- beschreibt Qualitätsmerkmale anhand von Indikatoren;
- enthält einen Leitfaden zur Umsetzung sowie Instrumente, mit denen Schulen und Lehrpersonen eine Standortbestimmung vornehmen und sich weiterentwickeln können.
Der Orientierungsrahmen beschreibt vier Qualitätsbereiche:
- Lernen und Lehren (die Schülerinnen und Schüler stehen im Zentrum der Unterrichtsentwicklung, mit dem Ziel, «fit for life» zu werden)
- die Schulverwaltung
- Schulklima und Schulkultur
- Begleitung und Monitoring der Schule
Es werden regelmässig interne und externe Rückmeldungen (z. B. von Berufsverbänden) eingeholt. Die Umsetzung ist ab dem Schuljahr 2026/27 vorgesehen.
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Als gesetzlicher Bestand gemäss Schulgesetzgebung gilt die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler, die für die Klasseneröffnungen und -schliessungen nach Artikel 44 Abs. 3 und 48 Abs. 5 des SchR berücksichtigt wird.
Deutschfreiburg
HarmoS-Schuljahr 2025/26 Effektiver Bestand
2025/26 Gesetzlicher Bestand
20224/25 Effektiver Bestand
2024/25 Gesetzlicher Bestand
1H 884
914
838
874
2H 848
906
861
911
Total 1H-2H 1 732
1 820
1 699
1 785
3H 834
882
839
871
4H 830
866
828
850
5H 821
843
856
874
6H 848
876
837
867
7H 844
886
788
828
8H 779
821
788
826
Förderklassen -
-
-
-
Total 3H-8H 4 956
5 174
4 936
5 116
9H 764
776
756
766
10H 744
765
820
838
11H 870
886
873
891
Förderklassen 161
161
140
140
Total 9H-11H 2 539
2 588
2 589
2 635
Gesamttotal 9 227
9 582
9 224
9 536
Kennzahlen
Anzahl Schülerinnen und Schüler in den Deutschsprachigen Schulen den Kantons Freiburg, 1H bis 11H, im Schuljahr 2024/25.