Wichtigste regionale Ergebnisse
Die Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) ist eine jährlich vom Bundesamt für Statistik (BFS) durchgeführte Vollerhebung, die sich im Wesentlichen auf Registerdaten stützt. Sie liefert Informationen zur Struktur der Wirtschaft (Anzahl Unternehmen, Anzahl Arbeitsstätten, Anzahl Beschäftigte insgesamt und in Vollzeitäquivalenten) auf Landes-, Kantons-, Bezirks- und Gemeindeebene.
Arbeitsstätten im Kanton Freiburg 2024
Unternehmens- und Beschäftigungsstruktur
Im Jahr 2024 gab es im Kanton Freiburg 167’232 Beschäftigte bei 126’641 Vollzeitäquivalenten (VZÄ) und 24’434 Arbeitsstätten. Das sind 557 Beschäftigte mehr (+0,3%), aber 328 Vollzeitäquivalente weniger (-0,3%) als im Jahr 2023. Der Kanton Freiburg zeigte sich somit im Jahr 2024 bei der Beschäftigungsentwicklung weniger dynamisch als der Schweizer Durchschnitt (+36'151 Beschäftigte und +25'350 VZÄ, was in beiden Fällen einem Anstieg von 0,6% entspricht). Bei den Arbeitsstätten entwickelte sich die Lage im Kanton Freiburg hingegen günstiger als im Landesdurchschnitt. Der Kanton zählte 313 Einheiten mehr, was einer Zunahme um 1,3% entspricht, während landesweit eine Zunahme um 6653 Einheiten bzw. 0,9% verzeichnet wurde.
Das Gesundheits- und Sozialwesen war diejenige Branche, in der 2024 im Kanton Freiburg am meisten Arbeitsplätze geschaffen wurden, mit einem Zuwachs von 610 Beschäftigten (+2,4%) und 439 VZÄ (+2,6%).
Beschäftigte im Kanton Freiburg 2024
Vollzeitäquivalente (VZÄ) im Kanton Freiburg 2024
Jährliche Veränderung der Beschäftigten und der Vollzeitäquivalente (VZÄ), von 2012 bis 2024
Im Jahr 2024 waren über 4 von 10 VZÄ (43,6%), das sind insgesamt 55’275 VZÄ, im Saanebezirk angesiedelt. An zweiter Stelle steht der Greyerzbezirk mit 18,5% bzw. 23’491 VZÄ.
Der Saanebezirk zeichnet sich durch einen besonders starken Tertiärsektor aus: Er konzentriert 53,5% aller Vollzeitäquivalente dieses Sektors im Kanton auf sich. Die Sektoren sind anteilsmässig wie folgt in den verschiedenen Bezirken vertreten: 82,0% der VZÄ im Saanebezirk befinden sich im Tertiärsektor, während nur 16,4% der VZÄ auf den Sekundärsektor entfallen. Der Anteil des Tertiärsektors ist somit deutlich höher als in den anderen Bezirken, wo er 49,9% (Glanebezirk) bis 57,7% (Vivisbachbezirk) ausmacht. In den anderen Bezirken ist dafür der Sekundärsektor stärker vertreten und zwar von 35,2% (Sensebezirk) bis 39,3% (Greyerzbezirk) der VZÄ. Der Primärsektor bleibt in mehreren Bezirken ebenfalls bedeutend, so etwa im Glanebezirk (11,1% der VZÄ), im Seebezirk (10,8%) und im Sensebezirk (8,9%).
Beschäftigte in Vollzeitäquivalenten (VZÄ) nach Sektor und Bezirk 2024
Beschäftigungsdichte
Setzt man die Anzahl Beschäftigte in Verhältnis zur Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter, zählte der Kanton Freiburg im Jahr 2024 54,8 VZÄ pro 100 Einwohner im Alter von 15 bis 64 Jahren. Damit liegt die Beschäftigungsdichte deutlich unter dem Schweizer Durchschnitt (74,2). Die regionalen Unterschiede sind jedoch erheblich. Im Jahr 2024 wies der Saanebezirk mit 72,4 VZÄ pro 100 Einwohner im erwerbsfähigen Alter die höchste Beschäftigungsdichte auf, während die Broye- und Vivisbachbezirke die tiefsten Werte verzeichneten (38,1 bzw. 37,3). Allgemeiner betrachtet ist die Beschäftigungsdichte in den Bezirkshauptorten und deren unmittelbarem Umland höher als in weiter ausserhalb gelegenen Gemeinden.
Beschäftigte (VZÄ) pro 100 Einwohner im erwerbsfähigen Alter im Kanton Freiburg 2024
Beschäftigungsdichte (in VZÄ) nach Gemeinde und Jahr von 2011 bis 2024
Karte: SDA, Opendata Fribourg - Quelle: Bundesamt für Statistik - Statistik der Unternehmensstruktur (STATENT) und Statistik der Bevölkerung und der Haushalte (STATPOP)
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Standardkarten
Open Government Data (OGD)
Metadaten
In der STATENT wird eine Einheit erfasst, sobald sie für sich selber oder für ihre Beschäftigten AHV-Pflichtbeiträge bezahlt. Folglich gelten gemäss STATENT alle wirtschaftlichen Akteure (natürliche oder juristische Personen) als produktive Einheiten («Unternehmen»), die über der AHV-pflichtigen Einkommensschwelle von jährlich Fr. 2300.– liegen.
Eine Arbeitsstätte entspricht einem Unternehmen oder einem Teil eines Unternehmens (Werkstatt, Fabrik usw.), das sich an einem bestimmten Ort befindet. Dieser Ort ist topografisch bestimmbar. Dort führen eine oder mehrere Personen Tätigkeiten für dasselbe Unternehmen (mit einer oder mehreren Arbeitsstätten) aus.
Die Berechnung der Vollzeitäquivalente erfolgt auf Grundlage eines Schätzmodells, das im Wesentlichen auf Lohnangaben der AHV nach Branchen und Geschlecht basiert und mit Informationen aus Erhebungen, unter anderem der Beschäftigungsstatistik (BESTA), ergänzt wird.
Für die STATENT werden sämtliche in den AHV-Registern geführten und folglich AHV-pflichtigen Unternehmen und Personen berücksichtigt. Als Untergrenze für die Erfassung in der Statistik wurde ein Jahreseinkommen von 2300 Franken festgelegt; dies entspricht dem Jahreseinkommen, ab dem eine Beitragspflicht besteht.
Die durch die STATENT ausgewiesenen Ergebnisse beziehen sich auf den Stand der Register im Dezember des jeweiligen Jahres. Diese Informationen wurden wo nötig anhand verschiedener Teilerhebungen ergänzt.
Von 1905 bis 2008 wurden in unregelmässigen Abständen Betriebszählungen per Fragebogen bei den Unternehmungen des zweiten und dritten Wirtschaftssektors und im Bereich der Landwirtschaft der Schweiz durchgeführt.
In der Betriebszählung 2008 (BZ2008) wurden die Geodaten der drei Wirtschaftssektoren erstmals in gemeinsamen Dateien vertrieben.
Die Geodaten aus den Eidgenössischen Betriebszählungen von 1995/1996, 1998, 2000/2001 und 2005 liegen nach der NOGA 2002 harmonisiert vor. Damit die Geodaten der BZ2008 auch mit jenen aus den früheren Betriebszählungen verglichen werden können, wurde eine zusätzliche Auswertung der BZ2008 mit den Merkmalskombinationen der harmonisierten Geodaten nach der NOGA 2002 bereitgestellt. Diese Daten können beim Bundesamt für Statistik (BFS) angefordert werden.
Weitere Informationen zu den älteren Betriebszählungen sind auf der Seite Eidgenössische Betriebszählung 1995-2008 (BFS) zu finden.
Wie hat sich die Beschäftigung in den verschiedenen Wirtschaftszweigen des Kantons Freiburg im Jahr 2024 entwickelt?
Die stärksten Rückgänge wurden im Handel, in der Industrie sowie im Gastgewerbe verzeichnet, während das Gesundheits- und Sozialwesen diejenige Branche ist, in der im Kanton am meisten Arbeitsplätze im Jahr 2024 geschaffen wurden.