Wichtigste regionale Ergebnisse
Die Strukturerhebung (SE) ist ein Element der Eidgenössischen Volkszählung und ergänzt die Informationen aus den Registern mit zusätzlichen Statistiken zur Bevölkerungsstruktur. Dabei wird ein Teil der Bevölkerung vom Bundesamt für Statistik (BFS) per Online- oder Papierfragebogen befragt. Erste Resultate stehen ein Jahr nach dem Stichtag (31. Dezember) zur Verfügung. Die Strukturerhebung liefert verschiedene Informationen über die Bevölkerung einschliesslich der Wohnverhältnisse und Mietpreise.
Im Jahr 2018 wurde im Kanton Freiburg ein Wohnungs- und Immobilienmonitor als öffentlich-private Partnerschaft lanciert, mit dem Ziel, eine feinere, gezieltere und entwicklungsfähige Beleuchtung des städtischen Freiburger Mietwohnungsmarktes zu gewähren. Zahlreiche Immobilienverwaltungen wirken an dieser von der Hochschule für Wirtschaft Freiburg (HSW-FR) durchgeführten Erhebung mit, indem sie vierteljährlich anonymisierte Auszüge ihres Mietbestands übermitteln. Auf dieser Basis veröffentlicht die HSW-FR Dashboards mit gezielten Indikatoren (inklusive Mieten), die derzeit die Gemeinden Freiburg, Bulle und Estavayer abdecken (siehe Link weiter unten).
Durchschnittsmiete pro Wohnung
Gemäss Daten aus der Strukturhebung belief sich die monatliche Durchschnittsmiete pro Wohnung (ohne Heiz- und Nebenkosten) im Jahr 2024 im Kanton Freiburg auf 1328 Franken, was den Kanton in der unteren Hälfte der Kantone positioniert (16. Platz in absteigender Reihenfolge). Unter den Westschweizer Kantonen befand sich Freiburg an dritter Stelle hinter den Kantonen Genf und Waadt, während die Kantone Wallis, Neuenburg und Jura tiefere Durchschnittsmieten aufwiesen.
Im Landesdurchschnitt lag der Mietpreis 2024 bei 1485 Franken und damit 11,8% über jenem des Kantons Freiburg. Die Durchschnittsmieten im Kanton Freiburg waren für alle Wohnungsgrössen tiefer als jene der Gesamtschweiz. Innerhalb von sechs Jahren hat die Durchschnittsmiete pro Wohnung im Kanton Freiburg um 8,8% zugenommen (2018: 1221 Franken).
Monatliche Durchschnittsmiete im Kanton Freiburg 2024
Durchschnittlicher Mietpreis nach Anzahl Zimmer 2024
Durchschnittsmiete pro m²
Wenn man die Wohnfläche berücksichtigt, lag Freiburg im Jahr 2024 mit einer monatlichen Durchschnittsmiete von 15,8 Franken pro m² auf dem 14. Platz im Kantonsranking, das von Zug (21,5 Franken), Zürich (21,3 Franken) und Genf (21,1 Franken) angeführt wird. Der Schweizer Durchschnitt lag bei 17,8 Franken pro m².
Im Jahr 2024 lagen die durchschnittlichen Mieten im Kanton Freiburg bei 17,5 Franken pro m² für Wohnungen, die zwischen 2011 und 2020 gebaut wurden, und bei 18,8 Franken pro m² für Wohnungen, die seit 2021 gebaut wurden. Diese Beträge sind deutlich höher als diejenigen für ältere Gebäude.
Durchschnittlicher Mietpreis pro m² nach Bauperiode 2024
Metadaten
Seit 2010 stammen die Informationen über die Wohnverhältnisse und Mietpreise in der Schweiz aus der Strukturerhebung (SE). Bis 2003 wurden diese Informationen über die Mietpreisstrukturerhebung (MSE) gesammelt.
Die Strukturerhebung (SE) wird seit 2010 realisiert und bietet Schätzungen aufgrund einer Stichprobe. Jährlich wird im Kanton Freiburg eine Stichprobe von rund 8000 Personen befragt. Diese Zahlen beruhen auf der ständigen Wohnbevölkerung. Nur Personen ab 15 Jahren der ständigen Wohnbevölkerung in Privathaushalten werden befragt (ohne Diplomaten, internationale Funktionäre und deren Familienangehörige). Stichtag ist der 31. Dezember.
Die Strukturerhebung stellt Ergebnisse auf folgenden geografischen Ebenen bereit: Schweiz, Grossregionen, Kantone und Gemeinden ab 15'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Die Ergebnisse können über 3 und 5 Jahre kumuliert werden. Dies ermöglicht geografisch kleinräumigere oder thematisch detailliertere Auswertungen.