Wichtigste regionale Ergebnisse
Anhand der Gebäude- und Wohnungsstatistik (GWS) des Bundesamtes für Statistik (BFS) lässt sich der Wohnungsbestand im Kanton Freiburg und in der Schweiz beziffern und analysieren. Diese jährliche Statistik beruht auf dem eidgenössischen Gebäude- und Wohnungsregister (GWR).
Die Strukturerhebung (SE) ist ein Element der Eidgenössischen Volkszählung und ergänzt die Informationen aus den Registern mit zusätzlichen Statistiken zur Bevölkerungsstruktur. Dabei wird ein Teil der Bevölkerung vom Bundesamt für Statistik (BFS) per Online- oder Papierfragebogen befragt. Erste Resultate stehen ein Jahr nach dem Stichtag (31. Dezember) zur Verfügung. Die Strukturerhebung liefert verschiedene Informationen über die Bevölkerung, wie etwa Bewohnertyp der bewohnten Wohnungen.
Netto-Wohnungsproduktion
Die Netto-Wohnungsproduktion im Kanton Freiburg belief sich im Jahr 2025 auf 2113 Einheiten, was einer jährlichen Zunahme von 1,3% entspricht und damit leicht über dem Vorjahreswert von 1,5% liegt.
Die Gesamtzahl der Wohnungen im Kanton Freiburg hat seit 1990 stetig zugenommen und ist von 87'274 auf 170'486 Wohnungen im Jahr 2025 angestiegen. Setzt sich diese Entwicklung fort, dürfte sich der Wohnungsbestand in den kommenden Jahren gegenüber 1990 verdoppeln. Die 3- und 4-Zimmer-Wohnungen nehmen den weitaus grössten Anteil am Wohnungsbestand ein. So wurde im Jahr 2025 insgesamt 44'448 3-Zimmer-Wohnungen und 47'414 4-Zimmer-Wohungen gezählt. Dies entspricht, wie schon im Vorjahr, 26,1% bzw. 27,8% des gesamten Wohnungsbestandes. Im Jahr 2025 übersteigt die Anzahl der netto produzierten Vier-Zimmer-Wohnungen (624) die der Drei-Zimmer-Wohnungen (501) um 123 Einheiten. Der Bestand an Sechs-Zimmer-Wohnungen bleibt stabil mit 15'973 Einheiten. Sie machen im Jahr 2025 9,4% des Bestands aus.
Im Jahr 2025 ist nur die Netto-Wohnungsproduktion von 2-Zimmer-Wohnungen mit 429 neuen Einheiten gegenüber 402 im Jahr 2024 gestiegen. Nach einem deutlichen Höhepunkt zwischen 2018 und 2020, gefolgt von einem Rückgang ab 2021, nimmt die Netto-Wohnungsproduktion von Drei-Zimmer-Wohnungen weiterhin stetig ab.
Netto-Wohnungsproduktion im Kanton Freiburg 2025
Wohnungen im Kanton Freiburg nach Anzahl Zimmer von 1990 bis 2025
Bewohnte Wohnungen nach Bewohnertyp
Der Anteil an Eigentümerwohnungen betrug 2024 im Kanton Freiburg 42,3 Prozent, während es landesweit 35,7 Prozent waren. Seit Beginn der Datenreihe (1970) liegt der Mieteranteil im Kanton Freiburg über 50% und ist im Vergleich zu 2023 um 1,0 Prozentpunkte gesunken (52,8% im Jahr 2023 gegenüber 51,8% im Jahr 2024). Auf der Seite der Eigentümer bleibt der Anteil der Hauseigentümer stabil, während der Anteil der Stockwerkeigentümer stetig zunimmt und im Jahr 202411,5% erreicht (gegenüber 11,2% im Jahr 2024). Im Saanebezirk und insbesondere in der Agglomeration Freiburg ist der Eigentümeranteil mit 27,5% für den Zeitraum 2022–2024 am tiefsten.
Eigentümerwohnungen im Kanton Freiburg 2024
Bewohnte Wohnungen nach Bewohnertyp im Kanton Freiburg von 1970 bis 2024
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Open Government Data (OGD)
Metadaten
Die Netto-Wohnungsproduktion ist die Differenz zwischen der Zunahme aus Neu- und Umbauten einerseits sowie der Abnahme aus bewilligungspflichtigen Abbrüchen andererseits.
Die Wohnungsproduktion in neu erstellten Gebäuden ist die Zunahme ausschliesslich aus bewilligungspflichtigen Neubauten.
Der Bewohnertyp beschreibt, ob ein Privathaushalt in einer Wohnung als Mieter, Eigentümer (Hauseigentümer, Stockwerkeigentümer) oder z.B. als Pächter oder Nutzniesser lebt.
In der Leerwohnungszählung (anders als bei der Gebäude- und Wohnungszählung) gelten nur diejenigen Wohnungen als Leerwohnungen, die auf dem Markt zur Dauermiete bzw. zum Kauf angeboten werden. Es werden alle bewohnbaren Wohnungen berücksichtigt, unabhängig davon, ob sie möbliert oder nicht möbliert sind; mitgerechnet werden auch leer stehende Ferien- oder Zweitwohnungen, sofern sie das ganze Jahr bewohnbar und zur Dauermiete (mindestens 3 Monate) oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.
Wie hat sich die Wohnungsdichte seit 2000 entwickelt?
Die Gebiete mit hoher Wohnungsdichte haben sich zwischen 2000 und 2024 verdoppelt.