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Präsidialjahr von Joseph Deiss bei der Generalversammlung der UNO

Joseph Deiss ist Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen


Seit 8 Jahren ist die Schweiz Mitglied der Vereinten Nationen (UNO). Am 14. September 2010 trat der Freiburger Bürger Joseph Deiss sein Amt als 65. Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen an. Er hat die heikle Aufgabe, die Arbeiten des wichtigsten beratenden Organs der UNO zu leiten, so dass die 192 Mitgliedstaaten der Versammlung dieselben Ziele im Sinne der UNO verfolgen.

Joseph Deiss wurde am 11. Juni 2010 von den 192 Mietgliedstaaten gewählt. Seine Amtszeit beträgt ein Jahr.

Freiburger Veranstaltungen


Besuch der Freiburger Delegation in New York

14. September 2010, J. Deiss empfängt die Freiburger Delegation
Agrandir 14. September 2010, J. Deiss empfängt die Freiburger Delegation © Alle Rechte vorbehalten
14. September 2010, J. Deiss empfängt die Freiburger Delegation

Da dies für unseren Kanton ein wichtiges Ereignis darstellt, hat sich eine Freiburger Delegation nach New York, zum Sitz der Vereinten Nationen begeben, um der ersten Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen unter dem Vorsitz von Joseph Deiss beizuwohnen.Der Delegation gehören

  • Grossratspräsidentin Solange Berset
  • Staatsratspräsident Beat Vonlanthen
  • Vizepräsident Erwin Jutzet
  • Staatsrat Georges Godel
  • Vizekanzler Olivier Curty an.

Die UNO in Kürze


Die Vereinten Nationen (UNO) wurden 1945 gegründet und zählen 192 Mitgliedsstaaten, d. h. praktisch alle Staaten auf der Welt. Die UNO ist keine Weltregierung, sondern eine Plattform des Dialogs zwischen den Staaten. Sie verfolgt laut Verfassung folgende Ziele: Friedenserhaltung und Aufrechterhaltung der internationalen Sicherheit durch Förderung der Zusammenarbeit auf den Gebieten des Völkerrechts, der internationalen Sicherheit, der wirtschaftlichen Entwicklung, des sozialen Fortschritts und der Menschenrechte.

Die Charta der Vereinten Nationen ist eine internationale Vereinbarung, die am 24. Oktober 1954 in Kraft getreten ist, sie bildet das Grundgesetz der UNO. In ihr werden die Rechte und Pflichten der Mitgliedstaaten sowie die Organe und Verfahren festgelegt.

Die UNO hat sechs wichtige Organe:

  • Die Generalversammlung, ein multilaterales Diskussionsforum, ist das wichtigste beratende und repräsentative Organ der UNO.
  • Der Sicherheitsrat ist verantwortlich für den Erhalt des Frieden und die internationale Sicherheit.
  • Der Wirtschafts- und Sozialrat koordiniert die Tätigkeiten der UNO und ihrer Organe in den Bereichen Wirtschaft und Soziales.
  • Der Internationale Gerichtshof ist das wichtigste Justizorgan der UNO und regelt juristische Streitigkeiten zwischen den Staaten.
  • Der Treuhandrat wurde 1945 geschaffen, um die Aufsicht über die Territorien, die unter dem Mandat der Vereinten Nationen standen, zu gewährleisten und diese Territorien auf die Autonomie und die Unabhängigkeit vorzubereiten. Sie wurden 1994 unabhängig. Seither tritt der Treuhandrat nur zusammen, wenn die Umstände es erfordern.
  • Das Sekretariat erledigt das Alltagsgeschäft der UNO. Generalsekretär ist Ban Ki-moon.

Besondere Institutionen (UNESCO, IWF usw.), Programme und Fonds (UNICEF, HCR usw.), Forschungs- und Bildungsinstitute, das internationale Strafgericht für Ex-Jugoslawien und dasjenige für Ruanda, verwandte Organisationen (WTO, IAEO usw.) und zahlreiche weitere Organe ergänzen das System der UNO.

Der Hauptsitz der Vereinten Nationen befindet sich in New York. Genf beherbergt den europäischen Sitz. Der Internationale Gerichtshof ist in Den Haag, die UNESCO in Paris, die IAEO in Wien und die ICAO in Montreal.

Die UNO und die Schweiz


Die Schweiz wurde am 10. September 2002 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen als UNO-Mitglied aufgenommen. Dieser Beitritt war die Folge der Annahme der eidgenössischen Volksinitiative «Für einen UNO-Beitritt der Schweiz» durch Volk und Stände am 3. März desselben Jahres.

Seit dem Beitritt hat sich die Schweiz stark für die Ziele eingesetzt, die in der Charta der Vereinten Nationen festgehalten werden und die mit den Zielen der schweizerischen Aussenpolitik deckungsgleich sind. Sie wirkt aktiv an den Arbeiten der UNO und denjenigen zur Reform der UNO mit.

Der Einsatz der Schweiz trug namentlich zur Schaffung des Menschenrechtsrats (2006) und der Schaffung der Stelle eines Ombudsmanns bei, der die Klagen von Privatpersonen entgegennehmen muss, die von den Sanktionen des Sicherheitsrats der UNO im Rahmen der Bekämpfung des Terrorismus betroffen werden (2009).

Schweizer Bürger haben hohe Posten bei den Vereinten Nationen inne: Helen Keller im Menschenrechtsausschuss, Barbara Wilson im Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, Stefan Trechsel im Internationalen Strafgericht für Ex-Jugoslawien usw.

Schweizer Offiziere nehmen als militärische Beobachter (Blaumützen) an friedenserhaltenden Operationen der UNO im Nahen Osten, in der Demokratischen Republik Kongo, in Nepal, in Burundi und im Sudan (Darfur-Region) teil.

Der Bundesrat reicht möglicherweise demnächst die Bewerbung für einen Sitz als nichtständiges Mitglied des Sicherheitsrats ein.

Medienmitteilungen des Staates Freiburg


Herausgegeben von Staatskanzlei des Kantons Freiburg

Letzte Änderung : 09/06/2020