Ein Beispiel für die Umsetzung in der Praxis
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Seit 2021 haben im Kanton Freiburg fast 1400 Schülerinnen und Schüler der 5H–8H am Projekt «Unsere ideale Stadt» teilgenommen. Jedes Schuljahr setzen sie sich dabei mit Fragen zur gebauten Umwelt, zur Mobilität und zu verschiedenen Lebensformen auseinander. Anschliessend entwerfen sie Modelle, mit denen sie zeigen, wie aus ihrer Sicht ein ideales – und selbstverständlich nachhaltiges – Quartier aussehen sollte. Im Jahr 2024 wurden ihre Arbeiten sogar an der Nacht der Museen präsentiert. Das Projekt ist vollständig in den Lehrplan der obligatorischen Schule integriert.
Das Projekt ist aus einer Zusammenarbeit zwischen der Direktion für Bildung und kulturelle Angelegenheiten (BKAD), der Direktion für Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität und Umwelt (RIMU) und der Direktion für Gesundheit und Soziales (GSD) entstanden.
Dauerhafte Verankerung der Massnahmen
- Das Freiburger Schulnetz21 unterstützt die Mitgliedsschulen bei der Umsetzung von Gesundheitsförderung und Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne der Agenda 2030. Es bietet Beratung, Ressourcen, Austauschmöglichkeiten und Begegnungstage an. Geleitet und koordiniert wird das Netzwerk durch die BKAD und GSD, die eng mit der Fachstelle für Gesundheit in der Schule und dem Verein REPER zusammenarbeiten. Zwischen 2021 und 2025 sind 20 neue Schulen beigetreten,was auf eine deutliche Beschleunigung des Beitrittsrhythmus hinweist.
- Dank der Strategie Nachhaltige Entwicklung konnte ein Netzwerk von Lehrpersonen für die Aus- und Weiterbildung im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung aufgebaut werden. Damit soll im gesamten Freiburger Schulsystem ein gemeinsames Verständnis von Nachhaltigkeit gefördert werden. Das Netzwerk umfasst rund 70 Personen, darunter Lehrerinnen und Lehrer, aber auch zahlreiche andere Akteure und Akteurinnen des Freiburger Bildungssystems, beispielsweise Schulleitungen, Schulinspektorinnen und ‑inspektoren, pädagogische Fachkräfte usw.
Indem der Kanton die Bildung für nachhaltige Entwicklung auf allen Schulstufen und bei allen Beteiligten stärkt, trägt er zur Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft bei.
In der kantonalen Strategie verankert
Die Strategie Nachhaltige Entwicklung des Staats Freiburg möchte junge Menschen darin unterstützen, die Welt kritisch und ganzheitlich zu verstehen, Verantwortung zu übernehmen und jene Fähigkeiten zu entwickeln, die sie brauchen, um sich ganz konkret den Herausforderungen von morgen stellen zu können.