5. März 2021 -10h48

Das Amt für Wald und Natur (WNA) möchte ab 2021, zusammen mit der Bevölkerung, die Bestandsentwicklung des Grasfroschs im Freiburger Mittelland verfolgen.

Ponte de grenouilles rousses © Etat de Fribourg - Staat Freiburg

Der Grasfrosch (Rana temporaria) gehört zu unseren häufigsten und am weitesten verbreiteten Amphibienarten. Seine Bestände sind derzeit nicht bedroht, doch gibt es Anzeichen dafür, dass im Mittelland die Anzahl an grossen Populationen abgenommen hat. Falls wirklich ein Rückgang stattfindet, könnte sich dies auch auf andere Arten auswirken. Die Bestandserhebung erfolgt zusammen mit interessierten Naturfreunden. Die Idee ist, an mehreren Dutzend Laichgewässsern im Freiburger Mittelland, die Fortpflanzung des Grasfroschs Jahr für Jahr zu dokumentieren. Am Projekt können alle Leute teilnehmen, die sich für die Natur interessieren und Grundkenntnisse über die einheimischen Amphibien mitbringen.

Die Teilnehmer können selber ein (oder auch mehrere) Gewässer auswählen, an dem sie dann die Gelege der Grasfrösche zählen. Im März, nach der Ablage der Eier, werden die Laichballen gezählt. Oftmals sind 2-3 Besuche nötig, um den richtigen Zeitpunkt zu erwischen. Daher ist es von Vorteil, wenn die Teilnehmer ein Gewässer in der Nähe ihres Wohnorts wählen. Die Zählungen sind dann alljährlich geplant. Im Laufe der Jahre werden die Ergebnisse immer aussagekräftiger. Das WNA erhofft sich dadurch auch verbesserte Kenntnisse zur Verbreitung der Grasfrösche im Kanton und möchte mit dem Projekt breite Bevölkerungskreise für den Amphibienschutz sensibilisieren.

Das Projekt ist nur dank der Mithilfe vieler Freiwilliger möglich. Interessierte Personen, die jeweils im März die Laichballen an einem Gewässer zählen möchten, können sich melden bei WNA.