8. April 2020 -09h07

In den vergangenen vier Wochen hat das Amt für Wald und Natur mehrere Diebstähle von Fotofallen festgestellt. Diese bedeuten nicht nur zusätzliche Kosten für den Staat, sondern schaffen auch erhebliche Informationslücken in Bezug auf die wildlebende Fauna.

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Für die Erhaltung und ein bedarfsgerechtes Management unserer Wildtierbestände ist es entscheidend, über ein Maximum an diesbezüglichen Informationen zu verfügen. Zur Erfüllung dieses Auftrags bedient sich das Amt für Wald und Natur (WNA) verschiedener wissenschaftlicher Methoden. Eine davon ist der Einsatz von Fotofallen, um beispielsweise Aufschluss über das Verhalten und die Verbreitung von Wildtierarten im Kanton Freiburg zu erhalten. Diese in allen Schweizer Kantonen angewandte Methode hat mehrere Vorteile: Einerseits müssen keine Tiere eingefangen werden (nicht-invasive Methode) und andererseits erfordert sie nur eine punktuelle Präsenz im Feld.

Leider wurden in den letzten Wochen im Intyamon mehrere Fotofallen entwendet, obwohl neben jeder ein Informationsblatt über deren Sinn und Zweck aufgehängt war. Diese Diebstähle haben nicht nur unnötige Kosten für den Staat zur Folge (Materialkosten), sondern führen auch zu einem Mangel an wichtigen wissenschaftlichen Daten über die Tierwelt. Das WNA bittet darum, diese Apparate nicht zu berühren, und es betont gleichzeitig, dass alle Fotos möglicher Passanten systematisch und rasch gelöscht werden (Ziel ist die Überwachung der Wildtiere).

Das WNA hat bei der Staatsanwaltschaft eine Klage gegen Unbekannt eingereicht, und es werden zusätzliche Kontrollen durchgeführt, um die Zahl der Diebstähle zu begrenzen und den oder die Schuldigen zu finden.