Im Jahr 2025 war das Amt stark mit Tierseuchen beschäftigt, die die Schweiz bedrohten, insbesondere mit dem ansteckenden Lumpy Skin Disease (LSD), das Ende Juni in Frankreich auftrat. Eine Verordnung des BLV ermöglichte den Zugang zu 320 000 Impfdosen, um die Schweizer Rinder zu schützen und den Gesundheitsschutz im Südwesten des Landes zu verstärken, obwohl es in der Schweiz keine Ausbrüche gab. Diese Krisen hatten jedoch erhebliche wirtschaftliche Folgen. Parallel dazu setzte das LSVW die Bekämpfung anderer Bedrohungen (Blauzungenkrankheit, BVD, Moderhinke, Afrikanische Schweinepest) fort und befasste sich mit den ersten Fällen von Vogelgrippe, die im November in der Schweiz festgestellt wurden, darunter ein Fall im Kanton Freiburg im Dezember. Die nationalen Programme wurden fortgesetzt, insbesondere der Übergang zur Ausrottung der BVD und der Sanierungsplan für Moderhinke bei Schafen. Das Jahr war auch geprägt von einem Rückgang der Exportzertifikate um 29 %, technischen Entwicklungen im Chemielabor, der Integration der Anwendung DG Aqua, Schwierigkeiten bei der Einführung von SAP S/4HANA und einem Beitrag zur neuen kantonalen Gesetzgebung über Tabakprodukte.
Wichtige Ereignisse
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Auf administrativer Ebene erwies sich die Implementation des neuen Finanzinstruments SAP S/4HANA als komplex und verursachte aufgrund teilweise noch ungelöster technischer Schwierigkeiten einen erheblichen Mehraufwand. Schliesslich hat das LSVW an der Ausarbeitung des Entwurfs für ein kantonales Gesetz über Tabakprodukte, E-Zigaretten und ähnliche Produkte, in Übereinstimmung mit den einschlägigen Bundesvorschriften, mitgewirkt.
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Das Chemielabor hat mit der Inbetriebnahme von zwei neuen Maschinen und der Übertragung bestehender Analysemethoden einen wichtigen Meilenstein erreicht.
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Die Schulung zur Anwendung der Software DG Aqua wurde abgeschlossen, sodass diese nun vollständig bei den Trinkwasserversorgern integriert werden kann.
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Im Jahr 2025 wurden Freiburger Waren in rund fünfzig Drittländer auf allen Kontinenten exportiert. Bei jedem Export dieser Waren wird eine Ausfuhrbescheinigung ausgestellt und vom LSVW unterzeichnet.
Im Laufe des Jahres ging die Zahl der Ausfuhrbescheinigungen für Freiburger Waren im Vergleich zum Vorjahr um 29 % zurück, was wahrscheinlich auf die ungünstige geopolitische Lage zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurde im Rahmen eines BLK-Audits die Überwachung der Massnahmen zum Schutz der Tiere bei der Schlachtung überprüft.
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Das Jahr 2025 war geprägt von einer starken Mobilisierung des Amtes angesichts der hoch ansteckenden Tierseuchen, die in Europa in unmittelbarer Nähe der Schweizer Grenzen grassieren. Das Auftreten und die Ausbreitung des Lumpy Skin Disease (LSD), einer hochansteckenden Tierseuche, stellten eine grosse sanitäre Herausforderung dar. Die Krankheit breitete sich von Sardinien über Italien aus und erreichte am 29. Juni 2025 Frankreich, was zur raschen Aktivierung von Präventionsmassnahmen auf nationaler Ebene führte. Eine am 17. Juli 2025 erlassene Verordnung des BLV ermöglichte den Zugang zu 320'000 Impfdosen aus der europäischen Notfallimpfstoffbank, um die auf französischen Weiden befindlichen Schweizer Rinder zu schützen und einen soliden Gesundheitsschutz im Südwesten des Landes (Kantone GE, VD und VS) zu bilden. Trotz des Fehlens von Infektionsherden in der Schweiz sind die wirtschaftlichen und kommerziellen Folgen aufgrund der aktuellen internationalen Beschränkungen erheblich. Vor diesem Hintergrund hat das LSVW in enger Zusammenarbeit mit Sanima täglich erhebliche Ressourcen für die Bekämpfung und Prävention aufgewendet und gleichzeitig andere Bedrohungen wie Blauzungenkrankheit, BVD, Moderhinke oder Afrikanische Schweinepest vor den Toren der Schweiz bekämpft.
Parallel dazu wurden Anfang November in den Kantonen Bern und Zürich die ersten Fälle von Vogelgrippe in der Schweiz festgestellt, gefolgt von einem ersten bestätigten Fall im Kanton Freiburg, in Greng, am Ufer des Murtensees, Anfang Dezember.
Die nationalen Programme zur Bekämpfung von Tierseuchen wurden fortgesetzt. Die zweite Phase der Übergangszeit für die Ausrottung der BVD begann am 1. November 2025 mit dem Kriterium der Überwachung des Tierverkehrs, welches ab dem 1. November 2026 eine Voraussetzung für die Zuerkennung des Status «seuchenfrei» ist. Die Umsetzung des nationalen Sanierungsplans zur Bekämpfung der Moderhinke wurde fortgesetzt, was eine obligatorische jährliche Untersuchung der Betriebe beinhaltet.
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Die Abteilung Tierschutz hat die Umsetzung der im Gesetz über die Hundehaltung (HHG) vorgesehenen Führbarkeitsbeurteilung fortgesetzt, die 2024 in Kraft getreten sind.
Kennzahlen
Insgesamt haben die Labors des LSVW über 32'000 Proben analysiert. Wie in den vergangenen Jahren war diese Arbeit nur dank des Einsatzes und der innovativen Haltung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, den weiteren Massnahmen zur Automatisierung bestimmter Etappen und der Vereinfachung gewisser Verfahren möglich.
Das LSVW erliess 5001 verwaltungsrechtliche Verfügungen, davon 7 Tierhalteverbote. Schliesslich beantwortete das Amt 39 Einsprachen/Beschwerden, gab 19 Stellungnahmen im Rahmen von Beschwerdeverfahren ab und überwies 263 Dossiers zur Einreichung einer Strafanzeige an die Staatsanwaltschaft.
Das LSVW führte im Jahr 2025 3313 Inspektionen und Kontrollen durch, darunter 1694 Inspektionen in den Lebensmittelbetrieben des Kantons, 50 im Bereich Wasser, 149 im Bereich Imkerei, 723 im Bereich Milchinspektorat und Primärproduktion, 14 in Schlachthöfen, 33 auf dem Chemikalienmarkt und 650 im Bereich Tierschutz.
Das Inspektorat für Milch und Primärproduktion führte 544 angekündigte amtliche Kontrollen im Flachland, 58 Grundkontrollen der Alpen und 121 unangekündigte amtliche Kontrollen durch, insgesamt also 723 Kontrollen.
650 Kontrollen wurden im Jahr 2025 (614 im Jahr 2024) von der Sektion Tierschutz durchgeführt. Im Rahmen dieser Kontrollen wurden 136 Hunde vom LSVW (gegenüber 143 im Jahr 2024) einer Führbarkeitbeurteilung unterzogen.
Weitere Informationen
- Amt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (LSVW) | Staat Freiburg
- Der vollständige Tätigkeitsbericht 2025 des LSVW wird Ende März 2026 verfügbar sein.