Verschiebung der Eröffnung des deutschsprachigen Stationären Behandlungszentrums in Villars-sur-Glâne

14. April 2020 -08h44

Wegen der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie hat der Verwaltungsrat des FNPG nach Diskussion mit der Generaldirektion beschlossen, die Eröffnung des deutschsprachigen Stationären Behandlungszentrums des FNPG Freiburg, die am kommenden 27. April in Villars-sur-Glâne geplant war, zu verschieben. Darüber hinaus sind die ambulanten, tagesklinischen und stationären Dienste des FNPG und die Notfallpsychiatrie aktuell weiter in Betrieb und die liaisonpsychiatrischen Interventionen in den Pflegeheimen wurden intensiviert, um die Hospitalisierung älterer Menschen möglichst zu vermeiden.

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Im aktuellen Kontext und angesichts der gesundheitlichen Massnahmen, die in unserem Netzwerk getroffen wurden, ist es nicht möglich, die stationären Patienten des FNPG Marsens in aller Sicherheit ins neue Zentrum zu verlegen. Das FNPG muss gegenwärtig abwarten, dass sich die Lage verbessert und dass die gesundheitlichen Einschränkungen aufgehoben werden, um den stationären Teil des FNPG Freiburg in Betrieb nehmen zu können.

Die Betreuung der deutschsprachigen Patienten im Netzwerk für psychische Gesundheit erfolgt somit bis auf Weiteres weiterhin mit dem aktuellen Dispositiv, das insbesondere aus dem Stationären Behandlungszentrum des FNPG Marsens, der deutschsprachigen Tagesklinik und dem deutschsprachigen Ambulatorium des FNPG Freiburg besteht. Das Datum der Eröffnung des deutschsprachigen Zentrums wird von der Entwicklung der Lage abhängen.

Das FNPG passt seine Leistungen an

Das FNPG hat seine Leistungen der aktuellen Lage angepasst. Im Stationären Behandlungszentrum Marsens wurden Massnahmen zur Gewährleistung der gesundheitlichen Sicherheit und des Social Distancings für die Patienten und die Teams eingerichtet. Um die Ausbreitung der Pandemie im FNPG zu verhindern, wurden zudem u. a. folgende Massnahmen getroffen: Covid-19-Patienten werden isoliert, neue stationäre Patienten werden präventiv alleine im Zimmer untergebracht und tragen fünf Tage lang die Schutzmaske, im Pflegeheim Les Camélias werden strikte Absonderungsmassnahmen angewendet und es gilt weiterhin ein allgemeines Besuchsverbot.

Neue stationäre Aufnahmen sind gegenwärtig auf psychiatrische Notfälle und fürsorgerische Unterbringungen beschränkt. Freiwillige, nicht dringende stationäre Aufenthalte werden in Absprache mit dem Patienten auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Diese Beschlüsse und der damit verbundene Rückgang der stationären Aufenthalte haben eine Abnahme des Belegungsgrades des Stationären Behandlungszentrums zur Folge.

Die ambulanten und tagesklinischen Dienste sind im übrigen Kanton weiterhin in Betrieb, insbesondere für Patienten, die in Anwesenheit betreut werden müssen. Nicht dringende Konsultationen werden auf einen späteren Zeitpunkt angesetzt oder mit dem Arzt oder Therapeuten telefonisch oder per Videokonferenz durchgeführt. Die Liaisonpsychiatrie in den Pflegeheimen wurde intensiviert, um die Hospitalisierung älterer Menschen möglichst zu vermeiden.

Die Notfallpsychiatrie ist sieben Tage die Woche rund um die Uhr unter der Nummer 026 305 77 77 erreichbar. Die Fachpersonen des FNPG sind ausserdem in den verschiedenen Unterstützungsangeboten für die Bevölkerung, in den Führungsorganen und in den Hotlines für psychologische Unterstützung aktiv engagiert.

Bislang sind im FNPG drei Patienten und zwölf Mitglieder des Personals positiv auf Covid-19 getestet worden. Sieben dieser Personen sind heute geheilt.