COVID-19: Breites und repetitives Testen ergänzt die kantonale Teststrategie

14. April 2021 -11h41

Der Kanton Freiburg ergänzt seine Teststrategie und bietet Unternehmen und Einrichtungen die Möglichkeit, asymptomatische Personen breit und wiederholt zu testen. Unternehmen und andere Organisationen können sich ab dem 19. April 2021 für das breite Testen anmelden.

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Der Staat intensiviert seinen Kampf gegen die COVID-19-Pandemie. Nach Auswertung der Pilotphasen des breiten Testens im März in Unternehmen, Pflegeheimen und Ausbildungsstätten wird das kantonale Dispositiv durch die Einführung von breitem und repetitivem Testen verstärkt, wie in der Strategie des Bundes vorgesehen.

Das im Kanton Freiburg umgesetzte Dispositiv (Testen, Tracken, Isolieren) zielt auf die Unterbrechung der Übertragungsketten und die Isolation und Quarantäne von betroffenen Personen ab. Bereits seit mehreren Monaten wird insbesondere in den Bereichen Ausbildung und Risikoinstitutionen breit getestet, wenn Ausbrüche drohen oder festgestellt werden, gemäss dem bewährten Grundsatz TESTING FOR ACTION. Im Schulbereich wurden in den letzten Monaten 35 Klassen und 3 Schulen getestet.

Pilotversuche ermöglichen eine Verfeinerung der Teststrategie

Die Pilotphase des breiten Testens fand im März statt. 3057 Personen wurden aufgefordert, sich zu testen, 1408 Personen haben sich effektiv testen lassen. Ziel dieser Pilotphase war die Verfeinerung der kantonalen Teststrategie dank Erfahrungen und Erkenntnissen. Zwei Freiburger Unternehmen, die Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF) und Micarna, haben an der Pilotphase teilgenommen, genauso wie Schulen, ausserschulische Betreuungseinrichtungen und Pflegeheime. Dabei wurden keine Kinder, Studierende und Pflegeheimbewohnende getestet. Die verschiedenen Testmethoden sowie die entsprechenden logistischen Aspekte wurden evaluiert.

Die Pilotphase führte zur Schlussfolgerung, dass eine Testkadenz von mehr als einem Monat wünschenswert ist. Die Partizipationsrate schwankt stark je nach Art des Tests, Anmeldemethode und epidemiologischer Lage der Schule oder des Pflegeheims. Es ist nicht erstaunlich, dass sich einige Testmethoden aus logistischer Sicht als zu schwerfällig und zu zeitaufwändig entpuppten.

Breites Testen: wann und wo?

Breites und repetitives Testen kann in verschiedenen Bereichen und Einrichtungen (Bildung, Wirtschaft, Kultur, Sport, Risikoinstitutionen), bei bestimmten Ereignissen oder in bestimmten geografischen Gebieten durchgeführt werden, je nach epidemiologischer Lage.

Das breite, repetitive Testen macht überall dort Sinn, wo ein hohes Mobilitätsverhalten und zahlreiche Kontakte im Alltag nicht verhindert werden können, wenn das Schutzkonzept nur bedingt eingehalten werden kann oder aufgrund des Freizeitverhaltens viele soziale Interaktionen stattfinden. Das breite und wiederholte Testen setzt die Schutzkonzepte nicht ausser Kraft, sondern ergänzt sie.

Unternehmen und andere Organisationen (z. B. Pflegeheime), welche breit angelegt testen wollen, können sich ab dem 19. April 2021 auf der Website www.fr.ch anmelden. Eine Validierung der GSD ist zwingend, damit der Bund die Testkosten übernehmen kann. Die Schulen sind keine erstrangigen Übertragungsorte und das umgesetzte Tracing bei Verdacht auf einen Ausbruch hat sich bewährt. Überlegungen für den Schul- und Hochschulbereich sind im Gange, insbesondere für die Abschlussklassen, die sich auf die Prüfungen vorbereiten.

Organisation des breiten Testens im Sensebezirk

Unter der Schirmherrschaft des Oberamts des Sensebezirks ist das breite, repetitive Testen im Sensebezirk angelaufen. Folgende Organisationen machen mit:

  • 15 Gemeinden, sprich 300 Personen
  • Oberamt und Region Sense, sprich 15 Personen
  • Spitex Sensebezirk, sprich 180 Personen
  • Unternehmen die Mobiliar, sprich 28 Personen

 

Erklärungen zu gepoolten Speicheltests

Pooling ist die Verwendung eines einzigen diagnostischen Tests zur Analyse einer Mischung von Proben verschiedener Personen. Ist einer der Pools positiv, enthält mindestens eine der Proben den infektiösen Erreger. Die Proben von Personen aus dieser Gruppe werden dann einzeln getestet, um die infizierte Person zu isolieren. Durch das Pooling können breite Tests beschleunigt und die Testkapazitäten im Labor optimiert werden.

Die Schnelltests, die von der Apotheke abgegeben werden, gehören nicht zu den bis anhin verwendeten Methoden.

 

Das Vorgehen, die Unterlagen und die Formulare werden am 19. April 2021 auf dieser Seite bereitgestellt: www.fr.ch/breites-testen.