Im Jahr 2025 setzte die Freiburger Kantonsverwaltung ihre digitale Transformation, unterstützt durch das Programm ELAN, konsequent fort. Dieses Programm zielt auf die einfachere Modernisierung der behördlichen Dienstleistungen durch die Behebung der Obsoleszenz-Problematik und führt auch ein IT-Lebenszyklusmanagement zur Optimierung der Steuerungsprozesse und zur Vorbereitung auf bevorstehende technische und anwendungsbezogene Überalterung ein. Konkretes Ergebnis dieser Arbeiten war etwa die Inbetriebnahme der neuen Plattform ParlInfo im Juni.
Die Einführung von Cloud-Technologien ist ein wichtiger strategischer Hebel für die Bereitstellung agilerer, entwicklungsfähiger und zugänglicher IT-Leistungen, die den Bedürfnissen der staatlichen Stellen wie auch der Bürgerinnen und Bürger entsprechen.
Parallel zu den ersten Erfolgen von ELAN führten die Erbringung von IT-Leistungen nach HRM2-Bereichen und die Ausrichtung der Governance der Digitalisierung auf dieses Organisationsmodell, die vom Staatsrat validiert und von der Konferenz der Generalsekretärinnen und Generalsekretäre unterstützt wurden, ab Ende 2025 zu einer Reorganisation der Fachkommissionen, die im ersten Quartal 2026 noch weitergehen wird.
Wichtige Ereignisse
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Mit Budgetumverteilungen über das ganze Jahr im Umfang von insgesamt 21,4 Millionen Franken (31 % des Informatikbudgets) konnte gewährleistet werden, dass das IT-Budget optimal genutzt und die Projekte in Übereinstimmung mit der Richtlinie über Budgetumschichtungen und Kreditübertragungen vorangetrieben werden.
Diese Umschichtungen ermöglichten die Finanzierung vorrangiger Projekte, insbesondere in den Bereichen Bildung, E-Government-Schalter (egov.fr.ch) und Kantonspolizei.
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Trotz Budgetanpassungen zeigt sich an den weiterhin hohen Investitionen eine unverminderte Investitionsbereitschaft. Die Strategie des Staatsrats wurde mit 151 Projekten unterstützt – etwas weniger als im Vorjahr –, von denen im Berichtsjahr 45 gestartet und 43 abgeschlossen wurden, was zeigt, dass der Staat erfolgreich Projekte initiiert und auch zum Abschluss bringt. Mehrere Anwendungen wurden erfolgreich modernisiert, darunter FriAdic für die Betreuung von Personen mit Suchterkrankungen, CheckPoint für die elektronische Verarbeitung von Steuermeldungen und CapiPlus für das Grundbuchscanning.
Bei den Supportleistungen war im Vergleich zu 2024 ein leichter Anstieg zu verzeichnen: 23 421 Vorfälle (– 0,4 %), 32 024 Anfragen (+ 6,2 %) und 1104 Änderungen (+ 35,3 %). Die Zunahme bei den Änderungen beruht insbesondere auf der besseren Nachvollziehbarkeit der der Vorgänge rund um die Anwendungen zur Unterstützung der Schulen. 2025 startete das ITA 17 Projekte zur Aufrechterhaltung des Betriebszustands der staatlichen Infrastruktur und schloss ebensoviele ab. 26 laufende Projekte werden 2026 fortgesetzt, einige sogar darüber hinaus.
Kennzahlen
Informatikbudget
| 2024 | 2025 | Evolution | |
|---|---|---|---|
| Budget | 65'000'000 | 69'650'000 | 7,15% |
Einige Zahlen zum Jahr 2022
| Chiffres | |
|---|---|
| Projekte im Berichtsjahr | 151 |
| Missionen zur Aufrechterhaltung der operativen Leistungsfähigkeit | 40 |
| Service Requests | 32'024 |
| Vorfälle | 23'421 |