Einführung der COVID-19-Impfung für Grossunternehmen

25. Mai 2021 -13h54

Zur Beschleunigung des Impfrhythmus und nach der Ausweitung der COVID-19-Impfung auf alle Personen ab 16 Jahren führt der Kanton Freiburg seit Montag ein Pilotprojekt für das breite Impfen in Unternehmen durch. Unter anderem werden die Migros Industrie mit Micarna und Elsa-Mifroma sowie die TPF an diesem Projekt teilnehmen. Des Weiteren wird seit Montag in den Apotheken geimpft.

Baustein im Impfgefüge

Die Impfung ist ein Pfeiler bei der Bekämpfung der SARS-CoV-2-Pandemie und soll zu einer Herdenimmunität führen. Auch die Unternehmen können zur Beschleunigung der Immunisierung beitragen, und der Kanton will ihnen dies ermöglichen. Die Unternehmen haben auf Makro- wie Mikroebene ein Interesse daran, dass möglichst viele ihrer Mitarbeitenden geimpft werden. Die Impfung senkt das Risiko für wiederholte Quarantäne oder Isolation, erlaubt gewisse Geschäftsreisen und fördert insgesamt die Rückkehr zu einer normal funktionierenden Wirtschaft in allen Sektoren. Und: Jede geimpfte Person schützt sich selbst und andere.

Spezielle Impfzeitfenster

Das Pilotprojekt wird von Montag, 24. Mai bis Freitag, 28. Mai 2021 durchgeführt; in dieser Woche erhalten die impfwilligen Mitarbeitenden der zuvor genannten Unternehmen ihre erste Impfdosis. Die Gabe der zweiten Dosis ist gewährleistet. Für das Pilotprojekt sind im kantonalen Impfzentrum Forum Freiburg spezielle Impfzeitfenster von 18.15 bis 22 Uhr vorgesehen, so dass die seit Dezember 2020 laufende Impfkampagne für die Freiburger Bevölkerung nicht beeinträchtigt wird. Es werden maximal acht Impflinien geöffnet, womit pro Abend rund 400 Personen geimpft werden können. Die übrig gebliebenen Impfzeitfenster wurden den Studierenden der HfG-FR zugewiesen. Es wurde entschieden, diesen Studierenden Priorität einzuräumen, da sie in den Pandemiewellen wichtige Unterstützung geleistet haben und ihre Praktika in den Risikoinstitutionen absolvieren.

Ausweitung auf weitere Unternehmen als 2. Schritt

Basierend auf den Ergebnissen der Pilotphase wird die GSD die Möglichkeit für Impfzeitfenster für weitere Unternehmen des Kantons oder grosse Institutionen wie die Universität prüfen. Wichtigstes Teilnahmekriterium ist eine Mindestanzahl Mitarbeitende bzw. Studierende. Nach der Pilotphase und im Falle einer definitiven Ausweitung der Impfung auf die Unternehmen werden die notwendigen Anpassungen vorgenommen, damit diejenigen, die dies wünschen, bestmöglichen Zugang zur Impfung erhalten. Die Freiburgische Industrie-, Dienstleistungs- und Handelskammer (CFCIS) wurde bereits kontaktiert. Zudem wird die GSD prüfen, ob andere Funktionsprozesse untersucht werden müssen. Auch soll bei einer allfälligen grossflächigeren Umsetzung das Impfzentrum Espace Gruyère in Bulle geöffnet werden.

Impfung optional und freiwillig

Die teilnehmenden Unternehmen garantieren die Freiwilligkeit und die Anonymität der Impfung.

Abstimmung auf die globale Impfstrategie

Nach heutigem Stand warten noch über 31 000 Personen auf einen Impftermin, und täglich melden sich neue Personen für die Impfung an. Dank der Impflinien, die ausserhalb der normalen Impfzeiten eigens für die Unternehmen geöffnet werden, steht das Impfen in den Unternehmen – wenn es nach dem Pilotprojekt umgesetzt wird – im Einklang mit dem aktuellen Impf-Rhythmus.

Apotheken ins Impfdispositiv eingebunden

Gesamthaft haben sich 29 Apotheken angemeldet, davon fangen die meisten ab 31. Mai an. Die Gruppe BENU beginnt diese Woche mit einem Impfzentrum in Cormanon (Einschreibung auf www.fr.ch/de/impfung-covid). Wenn sich alle interessierten Apotheken an der Impfung beteiligen, werden auf diesem Weg rund 2000 Dosen verimpft. Derzeit gibt es 21 impfende Arztpraxen, die pro Woche durchschnittlich 1820 Dosen verabreichen. 30 % (gut 87 % der über 75-Jährigen) der Freiburger Bevölkerung ist mit mindestens einer Impfdosis geimpft.

Breites Testen: 10 testwillige Unternehmen

Seit Einführung des breiten Testens wird in 10 Unternehmen flächendeckend getestet. Im Bildungsbereich wurden 2866 Personen getestet. Bei einer Teilnahmequote von 42 % konnten im Rahmen des breiten Testens insgesamt zwei positive Fälle nachgewiesen werden.

Zahlen am 25. Mai 2021

Mehr als 106 200 Anmeldungen in den Impfzentren seit Beginn.

Beinahe 150 000 verabreichte Dosen (Zentren, Ärzteschaft, Pflegeeinrichtungen, mobile Teams).