Das kantonale Rahmenkonzept für die Qualitätssicherung und -entwicklung auf der Sekundarstufe 2 dient der Orientierung und dem gemeinsamen Verständnis. Es baut auf bestehenden Qualitätsinstrumenten auf, ergänzt und systematisiert diese, indem es die drei Ebenen Unterricht, Schule und Bildungssystem unterscheidet.
Die Nutzung digitaler Technologien in den Schulen soll Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern in einer digitalen Welt unterstützen. Die Förderung der Weiterbildung des Lehrpersonals hat bei den Schuldirektionen nach wie vor Priorität, damit die digitalen Unterrichtsformen ihr volles Potenzial entfalten können. In der Weiterbildung liegt der Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz.
Das neue Maturitätsanerkennungsreglement wurde am 22. Juni 2023 verabschiedet und der neue Rahmenlehrplan für die Gymnasien im Juni 2024. Die Umsetzung erfolgt im Kanton Freiburg im Rahmen des Projekts Matu2027.
Der Fachmittelschulausweis Gesundheit/Naturwissenschaften wurde mit dem Schuljahr 2025/26 eingeführt, der Fachmaturitätsausweis mit dem Schuljahr 2026/27.
Mit Beginn des Schuljahres 2023/24 sind die neue Bundesverordnung und der neue Bildungsplan für die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ in Kraft getreten. Berufskenntnisse werden nun in Handlungskompetenzen unterrichtet.
Wichtige Ereignisse
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Das kantonale Rahmenkonzept für die Qualitätssicherung und -entwicklung auf der Sekundarstufe 2 dient der Orientierung und dem gemeinsamen Verständnis. Es baut auf bestehenden Qualitätsinstrumenten auf, ergänzt und systematisiert diese, indem es die drei Ebenen Unterricht, Schule und Bildungssystem unterscheidet. Für jede Ebene werden jeweils Ziele, Indikatoren und Instrumente definiert. Ein wichtiges Instrument der Personalbegleitung wird auch mit dem kantonalen Projekt ZEB (Führung mit Zielvereinbarung, Entwicklung und Personalbeurteilung) eingeführt. Das Rahmenkonzept wird in Form von schulischen Qualitätskonzepten umgesetzt, die das Profil und die Besonderheiten der einzelnen Schulen zeigen. Die Qualitätskonzepte werden seit dem Schuljahr 2023/24 umgesetzt. Die Qualitätsberichte der einzelnen Schulen werden jährlich mit dem S2 besprochen. Das Kollegium Gambach hat als zweite Schule der Sekundarstufe 2 ein Peer-Review mit einem Gymnasium aus dem Kanton Waadt durchgeführt.
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Die Nutzung digitaler Technologien in den Schulen soll Schülerinnen und Schüler in ihrer Entwicklung zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Bürgerinnen und Bürgern in einer digitalen Welt unterstützen. Die Förderung der Weiterbildung des Lehrpersonals hat bei den Schuldirektionen nach wie vor Priorität, damit die digitalen Unterrichtsformen ihr volles Potenzial entfalten können. In der Weiterbildung liegt der Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz. Diese hat insbesondere in Form von generativen «Chatbots» und Übersetzungsprogrammen Einzug in den Schulalltag gehalten. Um die Integration von KI in den Freiburger Mittelschulen zu unterstützen, hat das S2 Richtlinien herausgegeben. Eine ethische, sichere und effektive Nutzung dieser Technologien muss gewährleistet sein.
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Gymnasiale Maturität
Die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) und der Bundesrat haben mit dem Projekt «Weiterentwicklung der gymnasialen Maturität» (WEGM) die Umsetzung notwendiger Neuerungen in der gymnasialen Ausbildung eingeleitet. Das neue Maturitätsanerkennungsreglement wurde am 22. Juni 2023 verabschiedet und der neue Rahmenlehrplan für die Gymnasien im Juni 2024. Die Umsetzung erfolgt im Kanton Freiburg im Rahmen des Projekts Matu2027. Folgende Entwicklungsziele werden hervorgehoben: Beibehaltung und Stärkung der qualitativ hochwertigen fachlichen Bildung, Stärkung der transversalen Kompetenzen und Themen sowie Stärkung der Zweisprachigkeit. Der im Schuljahr 2024/25 eingeführte breit angelegte partizipative Prozess wurde weitergeführt, um im Hinblick auf die Einführung der Neuerungen für das Schuljahr 2027/28 die Grundlagen für eine neue Stundentafel, neue kantonale Lehrpläne und ein revidiertes Reglement über die Gymnasialausbildung zu erarbeiten.
Fachmittelschule
Im Kanton Freiburg werden heute Fachmaturitäten in den drei Berufsfeldern Gesundheit, Soziale Arbeit und Pädagogik angeboten. Das Reglement der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren (EDK) über die Anerkennung der Abschlüsse von Fachmittelschulen erlaubt eine Ausweitung des Berufsfelds Gesundheit zu Gesundheit/Naturwissenschaften. Der Kanton Freiburg hat mit der Überarbeitung des Reglements für die Fachmittelschule die Chance zur Ausweitung des Berufsfelds genutzt. Der Fachmittelschulausweis Gesundheit/Naturwissenschaften wurde mit dem Schuljahr 2025/26 eingeführt, der Fachmaturitätsausweis mit dem Schuljahr 2026/27. Diese Neuerung eröffnet den Zugang zu Studien an Fachhochschulen in den Bereichen Chemie und Life Sciences und damit auch an die Hochschule für Technik und Architektur Freiburg (HTA-FR). Diese Fachmaturität richtet sich an Schülerinnen und Schüler mit Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und am Umgang mit technischen Geräten. Sie wird nach dem dreijährigen Fachmaturitätsausweis im Berufsfeld Gesundheit/Naturwissenschaften, einem Einführungsmodul an der HTA-FR, einem Berufspraktikum und einer Berufsmaturitätsarbeit ausgestellt. Dieses Angebot richtet sich insbesondere an junge Menschen, die im Gesundheitsbereich tätig sein möchten, ohne sich für die klinische Pflege zu interessieren.
Vollzeitliche Handelsmittelschule
Mit Beginn des Schuljahres 2023/24 sind die neue Bundesverordnung und der neue Bildungsplan für die berufliche Grundbildung Kauffrau/Kaufmann EFZ in Kraft getreten. Berufskenntnisse werden nun in Handlungskompetenzen unterrichtet. Ziel ist es, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, alltägliche Situationen im Berufsleben zu bewältigen.
Die neue Bundesverordnung über die eidgenössische Berufsmaturität wurde am 13. Juni 2025 verabschiedet. Sie ist auf Schuljahresbeginn 2025/26 in Kraft getreten. Die damit verbundenen Änderungen sind jedoch geringer als beim Teil EFZ der Ausbildung: Die interdisziplinäre Projektarbeit wird ein Jahr früher (im 3. statt im 4. Jahr) durchgeführt, und die Abschlussprüfungen für die Berufsmaturität sind dieselben wie für die duale Ausbildung in einem Unternehmen. Notenrundungen und die Bedingungen für die Wiederholung werden ebenfalls leicht angepasst.
Die allgemeine Struktur der Ausbildung an einer Vollzeit-Handelsmittelschule bleibt unverändert. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren eine dreijährige Ausbildung an der Schule und machen anschliessend ein einjähriges Praktikum in einem Unternehmen. Dieser Bildungsgang ermöglicht es ihnen, ein EFZ und eine Berufsmaturität zu erwerben.
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Insgesamt nutzen 1001 Schülerinnen und Schüler (einschliesslich der Freiburger Schülerinnen und Schüler des GYB) ein zweisprachiges Immersionsangebot. Im Jahr 2025 wurden 201 gymnasiale Maturitätsausweise (darunter 76 mit dem Vermerk zweisprachig «plus»), 6 Fachmittelschulausweise und 11 Fachmaturitätsausweise mit dem Vermerk «zweisprachig» ausgestellt.
Im Schuljahr 2025/26 haben am Gymnasium 27,15% der Schülerinnen und Schüler der ersten Klassen einen zweisprachigen Bildungsweg gewählt. Insgesamt besuchen im laufenden Schuljahr 24,89% der Gymnasiastinnen und Gymnasiasten eine zweisprachige Ausbildung.
Ausserdem besuchen 34 Schülerinnen und Schüler eine zweisprachige Ausbildung an der FMSF und 2 an der Handelsmittelschule des Kollegiums Gambach.
Die zweisprachige gymnasiale Maturität mit Italienisch wurde im Schuljahr 2023/24 an den Freiburger Mittelschulen eingeführt. Im Schuljahr 2025/26 absolvieren drei Freiburger Schülerinnen oder Schüler ihr drittes Jahr an einem Tessiner Gymnasium. Gleichzeitig besucht ein Schüler aus dem Kanton Tessin eine Freiburger Mittelschule.
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Derzeit laufen Studien für den Bau einer zweiten Mittelschule in Bulle. Geprüft werden zwei Alternativen: den Erwerb eines Grundstücks in der Stadt Bulle oder die Verdichtung auf dem heutigen Gelände des Kollegiums des Südens.
Das Projekt zur Sanierung des Kollegiums St. Michael wird fortgesetzt. Im Jahr 2025 wurde eine Machbarkeitsstudie durchgeführt. Am 10. Oktober 2025 bewilligte der Grosse Rat zudem einen Studienkredit für die Restaurierung der Kirche dieses Kollegiums.
Kennzahlen
Die Schülerbestände an den kantonalen Schulen der Sekundarstufe 2 (Mittelschulen) präsentierten sich zu Beginn des Schuljahres 2022/23 wie folgt:
Anzahl Schülerinnen und Schüler
| Schüler | Schülerinnen | Total | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024/25 | 2025/26 | 2024/25 | 2025/26 | 2024/25 | 2025/26 | |
| FR | 2116 | 2148 | 3164 | 3280 | 5280 | 5428 |
| DE | 418 | 437 | 695 | 675 | 1113 | 1112 |
| Total | 2534 (39,6 %) | 2585 (39,5 %) |
3859 (60,4 %) |
3955 (60,5 %) |
6393 (100 %) |
6540 (100 %) |