Bodenpolitik
Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Möglichkeiten der Gemeinden, finanzielle Mittel für den Erwerb strategisch wichtiger Grundstücke zu mobilisieren, sehr unterschiedlich sind:
Nur eine Gemeinde gibt an, regelmässig über ausreichende finanzielle Mittel zu verfügen, während 38 Gemeinden nur punktuell oder sehr gezielt darauf zurückgreifen können. Hingegen gehen 33 Gemeinden davon aus, aktuell nicht in der Lage zu sein, die nötigen Mittel bereitzustellen. Schliesslich geben 35 Gemeinden an, dass dies von der Art des Projekts oder des Grundstücks abhängt, und 7 können dazu keine Aussage treffen.
Gemeinden, die je nach Art des Projekts nur über bedingte finanzielle Mittel verfügen
Fähigkeit der Gemeinden, den Erwerb strategisch wichtiger Grundstücke zu finanzieren
Die Auswertung der Antworten nach Gemeindegrösse ergibt deutliche Unterschiede. Bei den kleinen Gemeinden zeigt ein hoher Anteil der Antworten auf, dass die Möglichkeiten sehr eingeschränkt sind: 33,3 % sind der Ansicht, dass dies ihre derzeitigen Möglichkeiten übersteigt, und 33,3 % geben an, dass dies von der Art des Projekts oder des Grundstücks abhängt, gegenüber 24,4 % in mittelgrossen Gemeinden und keinem einzigen Fall in grossen Gemeinden für die erste Kategorie.
Im Gegensatz dazu liegt bei den mittelgrossen und vor allem bei den grossen Gemeinden der Akzent stärker auf gezielter Handlungsfähigkeit: 46,3 % der mittelgrossen Gemeinden und 50 % der grossen Gemeinden geben an, punktuell oder sehr gezielt finanzielle Mittel mobilisieren zu können, gegenüber 24,6 % der kleinen Gemeinden. Von den grossen Gemeinden gibt nur eine an, regelmässig über die finanzielle Kapazität (25 %) zu verfügen, was eine Ausnahme darstellt.
Diese Ergebnisse verdeutlichen eine Situation, in der strategischer Grundstückerwerb nur eingeschränkt oder beding möglich ist, und in der nur wenige Gemeinden dazu regelmässig in der Lage sind.
Fähigkeit der Gemeinden, den Erwerb strategisch wichtiger Grundstücke zu finanzieren, nach Gemeindegrösse
Strategische Herausforderungen zur Sicherung der zukünftigen Entwicklungskapazität
Die Frage der Bodenpolitik erweist sich als zentrales Thema, das über rein territoriale Aspekte hinausgeht. Sie steht in engem Zusammenhang mit der Finanzkraft der Gemeinden, insbesondere über die Mechanismen der Raumplanung und des Nutzungspotenzials der Grundstücke.
In diesem Zusammenhang beruht die zukünftige Entwicklungsfähigkeit auf einem Gleichgewicht zwischen Grundstücksressourcen, finanziellen Mitteln und strategischen Entscheidungen. Die Gemeinden sehen sich daher gezwungen, diese Herausforderungen vorausschauend anzugehen, damit bedarfsgerechte Dienstleistungen für die Bevölkerung langfristig gewährleistet sind.