Der Staatsrat unterstützt den generellen Vorschlag für Lockerungen seitens des Bundes in Teilen, fordert aber schnellere und nachhaltigere Entlastungen

21. Februar 2021 -13h14

Der Staatsrat ist heute Morgen zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammengetreten und analysierte die Vernehmlassung der Kantone zu den Lockerungsschritten durch den Bund. Er begrüsst zwar den Willen, die Covid-19-Massnahmen kontrolliert zu lockern, doch bittet die Regierung von Freiburg darum, dass eine gewisse Lockerung, wo immer möglich, schneller und nachhaltiger erfolgt.

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«Ja zur kontrollierten Lockerung der Covid-19-Massnahmen, aber mit etwas schnelleren und nachhaltigeren Entlastungen». Dies ist im Wesentlichen die Antwort des Staatsrats des Kantons Freiburg, der heute Morgen zu einer ausserordentlichen Sitzung zusammengetreten ist, auf die Vernehmlassung des Bundes zu den Lockerungsschritten.

Die Regierung ist zwar davon überzeugt, dass Vorsicht geboten ist, um Jo-Jo-Effekte zu vermeiden, aber sie stellt sich ausgehend von der gesundheitlichen Lage im Besonderen Fragen zur Kadenz künftiger Lockerungsschritte. Sie schlägt, da wo dies möglich ist, dreiwöchige Etappen und möglichst vollständige statt partieller Öffnungen vor, so dass die Restaurants bis zum 22. März vollständig öffnen können, mit Tischen für vier Personen, strengen Hygienemassnahmen und begrenzten Öffnungszeiten am Abend, die vom Bundesrat je nach gesundheitlicher Lage festgelegt werden.

In diesem Sinne fordert der Freiburger Staatsrat eine weitergehende Öffnung für die Jugendlichen, namentlich mit einer Harmonisierung der Grenzwerte auf 15 Personen im Freien sowohl für sportliche Aktivitäten als auch für private Veranstaltungen sowie, bereits jetzt, eine Erhöhung der Personenzahl für private Versammlungen in geschlossenen Räumen, sofern die epidemiologische Entwicklung dies zulässt. Er begrüsst und unterstützt die Wiedereröffnung von sportlichen und kulturellen Aktivitäten für Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren, fordert aber die Ausweitung auf das Alter von 25 Jahren.

Schliesslich ist die Exekutive der Ansicht, dass die Auswirkungen der Impfkampagne auf die am stärksten gefährdeten Personengruppen besser in die Strategie integriert werden sollten und dass eine ausreichende Flexibilität gewährleistet sein muss, um die Intensität der Massnahmen an die epidemiologische Lage anzupassen.

Im Übrigen finden Sie die Details der Position des Freiburger Staatsrats im Anhang.