Seit 2012 organisiert der Staat Freiburg zusammen mit zahlreichen Partnerorganisationen und ‑institutionen rund um den Internationalen Tag gegen Rassismus vom 21. März eine Woche gegen Rassismus. Jedes Jahr schafft die Veranstaltung so Räume für Austausch, Dialog und Reflexion, um die Mechanismen von Rassismus zu beleuchten und den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken.
Die Woche gegen Rassismus 2026 trägt den Titel «Rassismus und Körper». Weshalb dieses Thema? Weil Rassismus auf Körper zielt. Sie wurden kategorisiert und hierarchisiert, dann unterdrückt und entmenschlicht. Während Sklaverei und Rassentrennung Vergangenheit sind, wird das kollektive Unterbewusstsein noch immer von althergebrachten Vorstellungen und Überzeugungen beeinflusst. Noch heute sind rassifizierte Personen mit Vorurteilen konfrontiert, die ihren Körper und letztlich ihr gesamtes Wesen stigmatisieren, abwerten und diskriminieren.
Trotz der Entwicklungen in den Bereichen Diversität und Inklusion ist unsere Gesellschaft weiterhin von Normen und verzerrten Wahrnehmungen geprägt, die zu Ungleichheiten führen. Körper, die nicht den dominanten Normvorstellungen entsprechen, sind kaum repräsentiert oder werden gar unsichtbar gemacht. Deshalb stellt sich die Frage, wie in diesem Kontext die Beziehung zum eigenen Körper aufgebaut wird und wie sich dies namentlich auf die körperliche und psychische Gesundheit der Betroffenen auswirkt. Doch der Körper kann auch für Widerstand und Emanzipation einstehen. Angesichts von erlebten Zuschreibungen und Verletzungen, ist er ein Ausdrucks- und Befreiungsmittel.
Um ein offenes, lebendiges und praxisnahes Programm zu entwickeln, verfolgte die IMR einen partizipativen Ansatz. Im Rahmen eines Projektaufrufs konnten rund zwanzig Partner unterstützt werden, darunter Gemeindedienste, Bildungseinrichtungen, die Anlauf- und Beratungsstelle Info-Rassismus Freiburg und verschiedene Vereine. Gemeinsam werden sie in der Woche von 14. bis 21. März 2026 diverse Projekte für verschiedene Zielgruppen anbieten.
Das vollständige Programm der Woche gegen Rassismus 2026 finden Sie weiter unten.