Fahrplanentwurf 2022: Das Angebot im öffentlichen Verkehr wächst weiter

18 Mai 2021 - 15H25

Der Fahrplan 2022 bringt dem Kanton Freiburg zahlreiche Neuerungen, mit denen das Angebot im öffentlichen Verkehr weiter verbessert wird. Neue Verbindungen gibt es im Bahn- wie im Busverkehr. Der Nachtzuschlag für Busse entfällt. Jean-François Steiert, Staatsratspräsident und Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektor, hat die wichtigsten Punkte des Fahrplanentwurfs 2022 am Mittwoch vor den Medien vorgestellt. Vom 26. Mai bis zum 13. Juni wird dazu wie üblich eine öffentliche Vernehmlassung durchgeführt.

Am meisten wird der Norden des Kantons mit dem Knotenpunkt Düdingen vom neuen Fahrplan haben. In Düdingen, das seit 2018 vom RegioExpress (RE) Bulle–Bern bedient wird, halten künftig auch die RE-Züge Bulle–Fribourg/Freiburg, die damit bis in den Sensebezirk verlängert werden. Das bedeutet, dass die Gemeinde viermal pro Stunde mit Freiburg und zweimal mit dem Greyerzbezirk verbunden sein wird.

Neben der Verlängerung der RE Bulle–Freiburg/Freiburg nach Düdingen wird mit dem Fahrplan 2022 die Kapazität der S30 Freiburg/Freiburg–Yverdon-les-Bains erhöht und auf der S4 Romont–Lausanne werden zusätzliche Morgen- und Abendverbindungen angeboten. Alle Züge zwischen Bulle und Palézieux werden ab dem 26. Juni 2022 wieder in La Verrerie halten; auch die Durchfahrt durch den Bahnhof Bulle, die seit 2019 wegen der Bauarbeiten unterbrochen ist, wird wieder möglich sein.

Im Bereich des öffentlichen Strassenverkehrs sind zahlreiche punktuelle Verbesserungen des Angebots geplant, die dem ganzen Kanton zugutekommen werden. Der Zuschlag von 5 Franken für Nachtbusse wird nicht mehr verlangt. Im Weiteren ist eine neue Linie von Düdingen nach Schwarzsee geplant.

Weitere Entwicklung in den kommenden Jahren

Das öffentliche Verkehrsangebot wird auch in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. Mit dem Fahrplan 2023 kann der RE Fribourg/Freiburg–Bulle dank der Umspurung des Abschnitts Bulle–Broc-Fabrique auf Normalspur bis Broc-Fabrique verlängert werden, und zwischen Bulle und Gruyères wird der Halbstundentakt eingeführt. Gleichzeitig wird die Erschliessung des Greyerzbezirks durch die Regionalbusse optimiert und erweitert. Es werden zwei neue Bahnhöfe gebaut, einer in Avry–Matran (Fahrplan 2024, vorbehaltlich rechtlicher Verfahren) und der andere in Agy, am Eingang zu Freiburg (bis 2026–30). Auch die etappenweise Einführung des Viertelstundentakts im Bahnperimeter der Agglomeration Freiburg wird fortgesetzt: Nach Givisiez (Fahrplan 2020) und Düdingen (Fahrplan 2022) werden Avry-Matran und Villars-sur-Glâne im Normalfall im Fahrplan 2026 von dieser Kadenz profitieren.

Die Freiburger Bevölkerung kann den Fahrplanentwurf 2022 von Mittwoch, 26. Mai, bis Sonntag, 13. Juni 2021, auf www.fahrplanentwurf.ch einsehen sowie Anregungen und Kommentare abgeben.

 

 

Kontakt

Jean-François Steiert, Staatsrat, Raumplanungs-, Umwelt- und Baudirektor, T +41 26 305 36 04, von 14:00 bis 14:30 Uhr

Grégoire Cantin, Vorsteher des Amts für Mobilität, T +41 26 304 14 20

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