La Pila: Ergebnisse der neusten Fischanalysen und Stand der Arbeiten

05 November 2014 - 11H00

Die 40 analysierten Fische, die im Juni 2014 in der Saane, im Pérolles-See und in der Ärgera gefischt wurden, wiesen einen cPCB-Gehalt von zwischen 0,4 und 45,2 pg/g TEQ* auf.
Die vorbereitenden Massnahmen zur Sanierung der Deponie La Pila sind inzwischen abgeschlossen und treten nun in die Betriebsphase. Über das weitere Vorgehen wird demnächst entschieden.

Analyse der Fische

Saane: Es wurden 14 Forellen unterhalb der ehemaligen Deponie La Pila, zwischen dem Steg über die Saane und Creux-du-Loup, gefangen und analysiert. Sie wiesen einen cPCB-Gehalt von zwischen 1,2 et 42,6 pg/g TEQ* auf. Die Messergebnisse bestätigen die Richtigkeit des Fischereiverbots auf diesem Abschnitt.

Pérolles-See: Die 16 untersuchten Forellen waren stark belastet mit 7,1 bis 45,2 pg/g TEQ*. Auch in diesem Fall bestätigen die Messergebnisse die Richtigkeit des Fischereiverbots.

Ärgera: Ende 2010 wurde die letzte Sperre auf der Ärgera, die für die Fische unpassierbar war und sich auf der Höhe von Ilford in Marly befand, aufgehoben. Die 10 Forellen, die im Juni 2014 auf der Höhe der ehemaligen Sperre gefischt wurden, wiesen einen cPCB-Gehalt auf, der unter dem Grenzwert lag. Damit wurden die vorangegangenen Messergebnisse bestätigt.

* TEQ: Toxizitätsequivalente nach EU-Verordnung Nr. 1259/2011. Die zulässige Höchstmenge liegt bei 6,5 pg/g TEQ.

Vorbereitende Massnahmen

Die vorbereitenden Massnahmen für die Sanierung der Deponie sind abgeschlossen. Die Fassung des Grundwassers oberhalb der Deponie, die teilweise Isolierung der Deponie durch eine Spundwand sowie das Abpumpen des Deponieabwassers und dessen Behandlung haben dazu beigetragen, dass der Schadstoffeintrag in die Saane deutlich reduziert werden konnte.

Die Uferböschung und das Saanebett bei der Deponie wurden zwischen September und Oktober 2013 saniert. Knapp 3500 m3 verschmutztes Material wurden ausgehoben und zwischen März und April 2014 entsorgt. Im Oktober 2014 wurden ausserdem Kondensatoren aus dem Flussbett entfernt.

Das Hochwasser von Juli 2014 hatte leichte Schäden bei der Uferböschung zur Folge, sodass diese gesichert werden musste. Es gab keine anderen Schäden. Die Abwasserbehandlung funktionierte ungestört weiter.

Die vorbereitenden Massnahmen treten nun in die Betriebsphase, die bis zur eigentlichen Sanierung der Deponie andauern wird.

Das weitere Vorgehen

Im Sommer 2014 wurde ein Entwurf des Aktionsplans für die noch erforderlichen Zusatzuntersuchungen bei der Deponie und in der Saane ausgearbeitet und den interessierten Personen unterbreitet. Gegenwärtig werden die Bemerkungen und Vorschläge analysiert, die in diesem Rahmen gemacht wurden. Weitere Informationen folgen zu gegebener Zeit.

Der Aktionsplan muss insbesondere dem Auftrag, den der Grosse Rat am 8. Februar 2012 erheblich erklärt hat und der die Unterbreitung von drei Sanierungsvarianten verlangt, sowie den Vorgaben des Bundes (Beurteilung der kurz-, mittel- und langfristigen Auswirkungen der Sanierungsmassnahmen auf die Deponie sowie die Saane und insbesondere auf die Fische) Rechnung tragen.

Deponie La Pila

Die ehemalige Deponie La Pila nach dem Abschluss der vorbereitenden Massnahmen für die Sanierung (Foto: Jean-Claude Balmer, 15. Mai 2014)