Die Verkehrssituation im unteren Sensebezirk gehört zu den grössten Herausforderungen der Region. Im Rahmen des Gesamtverkehrskonzepts Unterer Sensebezirk wurde die neue Verbindung zwischen dem Autobahnanschluss Flamatt und Chrummmatt als Massnahme mit höchster Priorität eingestuft. Sie soll dazu beitragen, den motorisierten Verkehr effizienter abzuwickeln und gleichzeitig die Entwicklung des öffentlichen Verkehrs sowie des Fuss- und Veloverkehrs zu unterstützen.
Multimodale Gesamtlösung für Mobilität
Das Vorhaben umfasst einen rund 1150 Meter langen Tunnel zwischen Chrummmatt und dem Autobahnanschluss Flamatt. Ergänzt wird das Projekt durch weitere Massnahmen wie einen Park-and-Ride-Standort beim Bahnhof Flamatt, Verbesserungen für den öffentlichen Verkehr sowie Infrastrukturen für die aktive Mobilität. Gemeinsam bilden diese Elemente eine multimodale Gesamtlösung für die Mobilität in der Region.
Mit dem Studienkredit schafft der Staatsrat die Voraussetzungen, um die verkehrliche, technische, finanzielle und ökologische Machbarkeit des Projekts vertieft zu prüfen und die nächsten Planungsschritte einzuleiten. Eine erste Machbarkeitsstudie hatte gezeigt, dass das Projekt technisch realisierbar ist. Zudem wurden bereits erste Untersuchungen zur Nachhaltigkeit und zu den Klimaauswirkungen durchgeführt. Mit dem nun beantragten Studienkredit sollen die vertieften Planungsarbeiten bis zur öffentlichen Auflage finanziert werden.
Der Kredit wird nicht durch zusätzliche Mittel finanziert, sondern durch die Umwidmung eines Teils des verbleibenden Verpflichtungskredits für die Umfahrungsstrasse Düdingen, die bereits 2013 sistiert und im Gesamtverkehrskonzept zurückgestuft wurde.
Der Chrummmatt-Tunnel ist zudem Bestandteil der Projekte, die für das Agglomerationsprogramm der fünften Generation beim Bund eingereicht wurde. Der Kanton Freiburg beabsichtigt, das Projekt auch im Agglomerationsprogramm der sechsten Generation einzubringen, um eine Beteiligung des Bundes an den Kosten zu ermöglichen. Diese werden derzeit auf 69 bis 115 Millionen Franken geschätzt.